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Alles hat seine Lebenszeit und irgendwann ist sie vorbei. Besonders gut ist das bei vielen Radwegen aus DDR- und Nachwendezeit zu erkennen: Der Asphalt gerissen, das Betonpflaster holprig, Bordsteine schief, Baumwurzeln entdecken den Weg zum Licht.

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Nachdem an der Löbtauer Straße vor wenigen Jahren Radwege mit äußerst hässlichen Rampen gebaut wurden, bekommen Radfahrer jetzt gezeigt, dass das Radfahren hier auch bei einer Baustelle sehr hässlich sein kann.

Es ist an dieser Stelle natürlich selbstverständlich, dass für den Autoverkehr auch innerhalb der Baustelle zwei Fahrspuren zur Verfügung stehen.

Elberadweg_in_Schilda_2.jpgAlle Jahre wieder, während zweier Sommermonate, sperrt man in einer auch ohnedies schon weltweit Beachtung findenden Stadt eine von Touristen und Einheimischen stark frequentierte Radverkehrsroute. Ersatzlos.

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Die Güntzstraße ist eine der Straßen, die die TU Dresden mit dem Studentenviertel Dresden-Neustadt verbindet. Hier kommen täglich Unmengen von Radfahrern entlang. Dennoch gibt es hier natürlich keine andere Möglichkeit, als den Fuß/Radweg ersatzlos zu sperren. Zum Glück wurde ein in Dresdner Stadtverwaltungskreisen sehr beliebtes Schild nicht vergessen: Radfahrer absteigen.

Jetzt jede Woche neu: die Baustelle der Woche.

Herr Tatzel beim ADFCRadverkehrsbeauftragter stellt sich dem Radvolk

Vor zwei Jahren beschloss der Stadtrat, dem Radfahren mehr Gewicht zu geben. Neben verschiedenen Sofortmaßnahmen sollte die Verwaltung auch auf lange Sicht fahrradfreundlicher werden. Seitdem haben wir einen Zuständigen für Radverkehr, eine Einrichtung, für die wir lange gekämpft haben. Nach zwei Jahren war es Zeit, darüber zu diskutieren, was geschafft wurde und wo es hakt.

Fast 17000 Menschen haben die Petition zur Abschaffung der Radwegbenutzungspflicht unterstützt. Nach dem Ende der Zeichnungsfrist sind jetzt der Petitionsausschuss des Bundestags und das Bundesverkehrsministerium am Zug. Dazu die stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende Heidi Wright (MdB) in einer Presseerklärung: „So viele Stimmen dürfen nicht ungehört bleiben. Das Bundesverkehrsministerium muss auf diese Forderung reagieren."

Seit Langem gibt es vor dem Hauptbahnhof keine Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Viele wild an Zäunen, Masten und Gittern abgeparkte Drahtesel prägen seit Jahren das Bild am Wiener Platz. Unaufgeräumt sieht es hier schon länger aus - interessiert hat das die ganze Zeit aber niemanden; zumindest ist nichts passiert. Radfahrer sind an dieser Stelle der Stadt nur störende Elemente. Überbleibsel einer Vergangenheit, um die sich das Unternehmen Zukunft nicht mehr zu kümmern braucht.

Nun hat sich etwas verändert. Nein, um die seit Jahren versprochene Radstation geht es nicht. Die wird es wohl nie geben, wenn sich nicht irgendetwas unvorhergesehenes passiert...

Petition zur Antonstraße mit Floskeln abgebügelt

Im Zuge des Umbaus der Antonstraße zwischen Albertplatz und Neustädter Bahnhof wurde nicht nur die Autofahrbahn erneuert. Radfahrer müssen seitdem auf dem Fußweg fahren, der gleichzeitig von sehr vielen Passanten benutzt wird. Für die Radfahrer bedeutet das eine unnötige Erschwernis beim Befahren der Straße, die auch für den Radverkehr eine wichtige Verbindung ist. Fußgänger fühlen sich durch den vielen Radverkehr (zu Recht!) gestört und gefährdet.

Die Zeichen 237 und 254 verbieten das Radfahren auf der FahrbahnDem Bundestag liegt eine Petition für die Abschaffung der Radwegbenutzungspflicht vor. Diese kann noch bis 27. April von jedermann im Internet unterzeichnet werden.

Dresden ist ein gutes Beispiel. Mitunter gut gemeint werden Radwege gebaut und dazu die blauen Radweg-Schilder aufgestellt. Man glaubt, damit die Sicherheit zu erhöhen.

Die alte Brücke an der Freiberger Straße, hier sollen bald wieder Autos rollen, auf kosten von Radverkehr und Straßenbahn.Der ADFC bedauert den unverantwortlichen Umgang der Stadt mit Steuergeldern im Fall der Umgestaltung der Kreuzung Freiberger/Ammonstraße. Deren überdimensionierter Ausbau kostet etwa eine Million Euro.

Achtung Autofahrer, Radfahrer dürfen bei vereisten oder schlecht geräumten Radwegen auf Fahrbahnen fahren. Fahren Sie also bitte rücksichtsvoll.

Welches der fünf Schilder gilt...?Selbst die Bundesweite Presse bemerkt es inzwischen: in Dresden haben es Radfahrer an Baustellen nicht immer leicht. Im Nichts endende Radwege und  unverständliche bis unbefolgbare Ausschilderungen machen vielfach das Alltagsradeln zu einer anspruchsvollen Übung. Die Serie "Schräge Schilder" in der Online-Ausgabe des Spiegel hat ein mustergültiges Beispiel aus Dresden nun mit weiteren Absurditäten aus aller Welt veröffentlicht.

Vor einigen Monaten haben ADFC-Aktive eine Petition an den Stadtrat geschrieben, in der sie die Stadt dazu auffordern, eindeutige und sichere Beschilderungen und Umleitungen an Baustellen einzurichten.

Spiegel Online, 22. Dezember 2006: Schräge Schilder

Nabendynamo SON für einseitige AufhängungImmer noch auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk? Wenn es etwas praktisches sein darf, hätten wir einen Tip: Licht ans Fahrrad!

Gerade im Winter ist eine anständige Beleuchtung wichtig, um richtig zu sehen und gesehen zu werden. Akku-Funzeln versagen meist immer genau dann ihren Dienst, wenn man sie braucht: besonders bei Kälte sollte man den Akkus nicht zuviel Durchhaltevermögen abverlangen… Eine gute Dynamobeleuchtung hingegen leuchtet, bis man anhält. Und sehr gute Beleuchtungen strahlen dank ihrer Standlichtfunktion auch dann noch weiter.

Nabendynamos sind in den letzten Jahren aus ihrer Exoten-Nische herausgekommen: Komplette Laufräder mit Nabendynamo kann man inzwischen (im Internet) schon für unter 50 Euro bekommen. Oder fragen Sie Ihren Fahrradhändler! Er wird Ihnen gern weiterhelfen.

Am Schlesischen Platz wurde gebaut. Und es ist was entstanden: die ansehnlichste Fahrradabstellmöglichkeit in Dresden.
Die Stadt hat nicht nur einfach gute, sondern geradezu hervorragend geeignete Abstellbügel aufgebaut. Mehr davon als anfänglich vorgesehenFahrradparken am Neustädter

Da auch die bahneigenen (sehr viel weniger wunderbaren) Fahrradständer weiter zur Verfügung stehen, gibt es, jedenfalls unter spätherbstlichen Radverkehrsverhältnissen, auch noch freie Abstellplätze für diejenigen, die ihr ökologisch und ökonomisch sinnvolles Alltagsverkehrsmittel mal richtig komfortabel und sicher parken möchten.

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen war überdies zu vernehmen, dass bei erkennbarem Bedarf auch weitere Bügel auf dem Platze installiert werden könnten.

Am kommenden Samstag sammeln wir von 9:00 bis 16:00 Uhr an der Antonstraße Unterschriften für eine Petition, in der Verbesserungen für den Radverkehr an der Antonstraße eingefordert werden.

Alle freiwillige Mithelfer und Unterstützer sind aufgerufen, zu unterschreiben und Unterschriften zu sammeln.

Gemeinsamer Geh- und Radweg in KlotzscheViel zu oft werden innerorts Gemeinsame Geh- und Radwege gebaut, statt Radfahrern sichere und komfortable Radverkehrsanlagen zur Verfügung zu stellen. Oft werden dabei die geltenden Richtlinien von der Verwaltung missachtet. Dies beklagt der Bundesrechnungshof in einer jüngst erschienenen Pressemitteilung. 

An innerörtlichen Bundesstraßen würden die Kommunen ohne Rücksicht auf Komfort- und Sicherheitsanforderungen gemeinsame Geh- und Radwege bauen. Diese werden im Gegensatz zu sparaten Radverkehrsanlagen vom Bund bezahlt.

05_05_30_schild_antonstr.JPGPressemitteilung des ADFC Dresden e.V.als Reaktion auf die Ausage des Regierungspräsidiums zur Auseinandersetzung um die fehlgeplante Antonstraße:

Straßenbauplanung und Planfeststellung sind Aufgaben der Stadtverwaltung bzw. des Regierungspräsidiums. Die damit befassten hauptamtlichen Mitarbeiter dieser Behörden sollen von sich aus und prinzipiell die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer in fachlich kompetenter Weise als gleichberechtigt berücksichtigen.

Auf dem neu gebauten Abschnitt der Antonstraße zwischen Albertplatz und Neustädter Bahnhof ist Radfahrern die Benutzung der Fahrbahn seitantonstr.jpg neuestem verboten. Stattdessen müssen sie sich den schmalen Gehweg mit den vielen Fußgängern teilen. Das sorgt für Frust auf beiden Seiten und gefährlich ist es auch – schließlich verhalten sich Fußgänger nicht immer so, wie es Radfahrer erwarten. Und auch abbiegende Autofahrer übersehen Radfahrer häufig, wenn diese auf dem Fußweg fahren. Auf der Fahrbahn hingegen kommen Radfahrer schneller voran und werden besser gesehen.

06-08-02_abstellverbot_bf_neustadt.jpgAm Schlesischen Platz wird gebaut, alles wird schöner und nun auch wirklich besser. Wie in der Sächsischen Zeitung vom 16.10. gemeldet wurde, reagierte das Dresdener Straßen- und Tiefbauamt auf unsere Protestaktion, mit der wir auf das Fehlen ausreichender Abstellmöglichkeiten für Fahrräder am Neustädter Bahnhof hinwiesen. Zusätzlich zur geplanten überdachten Abstellanlage für 86 Fahrräder wird nun eine zweite für weitere 80 errichtet.

Radfahren ist nicht unsicherer als andere Alltagstätigkeiten, das sagen die Statistiker. Mag sein, für die Kesselsdorfer Straße in Löbtau kann das nicht gelten. Fast jedes Jahr gibt es Horrormeldungen von schweren Unfällen. Oft übersehen Autofahrer beim Abbiegen den Radweg.

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Die Pressemitteilungen des ADFC Dresden

Meldungen zu Aktionen des ADFC Dresden

Dresden ist immer noch voll von Baustellen. Während der Autoverkehr bedacht wird, sollen sich Radfahrer einfach in Luft auflösen. Eine Führung durch die Baustelle oder abgesicherte Überleitungen auf die Fahrbahn gibt es so gut wie nie.

Die Unwissenheit der Bauleiter und die Ignoranz der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung erzeugt viel Radfahr-Frust. Diese Sammlung soll zeigen, dass der Wahnsinn Methode hat und es sich nicht um zufällige Einzelfälle handelt.

Sie haben selbst Bilder von aktuellen Baustellen, an denen Sie sich nicht wohl fühlen? Senden Sie sie uns unter Angabe von Straße, Datum und Uhrzeit der Aufnahme an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir veröffentlichen sie dann hier.