TPL_BEEZ2_NAV_VIEW_SEARCH

TPL_BEEZ2_NAVIGATION

umgefallen

Klingt einfach, ist es auch: eine jüngst veröffentlichte Studie konnte statistisch belegen, dass das Radfahren umso sicherer wird, je mehr Menschen mit dem Fahrrad unterwegs sind.

Die in 16 europäischen Ländern, den USA und Australien erhobenen Daten wiesen übereinstimmend nach, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein einzelner Radfahrer mit einem Motorfahrzeug zusammenstößt, mit der zunehmenden Zahl von Radfahrern in einer Gemeinde abnimmt. Verdoppelt sich die Anzahl der Radfahrer in einer Stadt, so sinkt die Unfallwahrscheinlichkeit eines jeden Radfahrers um ein Drittel.

umgefallen

Pressemeldung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Dresden e.V.

Am Montag, 15. September 2008, 11 Uhr fand im Rathaus Dresden (Eingang Dr.-Külz-Ring) die Übergabe der Petition:

„Freie Fahrt auf dem Elberadweg – beiderseits des Flusses“

an die Oberbürgermeisterin statt.

Radfahren - aber wo?

Der ADFC Dresden hat ein Faltblatt mit den wichtigsten Regeln zum Radfahren herausgegeben. Es kann zur Sprechzeit (Mittwochs 17-19 Uhr) im Umweltzentrum, Schützengasse 16 kostenfrei abgeholt werden.

Wissen Sie immer genau, wo Sie mit Ihrem Fahrrad hingehören? Ja klar: Fahrräder sind Fahrzeuge und gehören wie alle anderen Fahrzeuge grundsätzlich auf die Fahrbahn (§2 Abs. 1 StVO). Es gibt aber doch eine ganze Menge von Ausnahmen.

SpeicheDer Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) fordert seit langem, die Radwegbenutzungspflicht auf ein erforderliches Maß zu verringern. Dass die Beschilderung von Radwegen nicht immer notwendig ist, bestätigte nun auch Ulrich Kasparick (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. In einem Brief an die stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende Heidi Wright stellte er klar: „Die Radwegebenutzungspflicht ist als Sonderfall zu behandeln." Kasparick weiter: „Ist die Anordnung nicht zwingend geboten, so darf auch keine Benutzungspflicht des Radweges angeordnet werden."

Am liebsten verkauft die Bahn Fahrkarten übers Internet. Das ist kostengünstig, spart man doch Mitarbeiter und teure Automaten. Umso erstaunlicher, dass man Fahrradkarten dort bisher nicht erwerben konnte.

Immer mehr Dresdner Fahren mit dem Rad zur Arbeit und zum Einkauf. Dies ergab die Kommunale Bürgerumfrage, die die Landeshauptstadt regelmäßig durchführt. Danach fahren 40% mehr Menschen mit dem Rad zur Arbeit als noch vor einem Jahr und um 60% ist die Zahl derer gestiegen, die ihre Einkäufe mit dem Fahrrad erledigen.

Die ungenehmigt aufgestellten Radfahrverbotsschilder sind auf öffentlichen Druck hin entfernt. Zumindest behauptet die veranstaltende PAN GmbH nun nicht mehr, den Elbradweg für Fahrräder sperren zu dürfen.

Es bleibt aber nach wie vor zu wünschen, dass das städtische Ordnungsamt seiner Kontrollpflicht nachkommt und verhindert, dass der Radweg hemmungslos als Autozufahrt und Parkplatz genutzt wird. Das sieht nicht nur der ADFC so.

2008_07_17_Guentz4.JPGAn der Kreuzung der Güntzstraße mit der Pillnitzer Straße wird derzeit heftig gebaut. Fährt man von der Albertbrücke zum Lennéplatz, so zeigen sich gute Ansätze aber auch schlechte Wegeführungen.

2008_07_03_KuelzRing2.JPGEs wird am Dr.-Külz-Ring gebaut und der Radfahrstreifen endet einfach so. Zwar muss man nicht wie anderswo über den Bordstein fahren um die Fahrt auf der normalen Fahrbahn fortzusetzen, aber eine Aufhebung der Trennlinie wäre schön, weil man sich dann normal einfädeln könnte (Reißerschlussverfahren). Das wurde vor einiger Zeit z. B. an der Wilsdruffer Straße so gemacht.


2008_07_12_Radeburger.jpgLetztes Wochenende wurde der Fahrbahnbelag auf der Radeburger Straße, Höhe Meinholdtstraße, ausgetauscht, Der Kfz-Verkehr wurde auf eine Fahrspur begrenzt. Auch dem Radverkehr wurde eine Spur weggenommen, nur dass es hier die einzige Spur ist. Ein Vorbeikommen an dem aufgestellten Schild ist ohne Absteigen auf dem schmalen Weg nicht möglich. Und während die Bauarbeiten am Montag Geschichte waren, steht das Schild heute (am Donnerstag) immer noch da.

 

2008_07_17_Hansastrasse.JPGÜber die Baustelle unter der Eisenbahnbrücke hatten wir ja schon mehrfach berichtet. Da der rechtsseitige Fußweg in Richtung Antonstraße derzeit vollständig gesperrt ist, werden Fußgänger vorzeitig mit einem Absperrgitter darauf hingewiesen die Straßenseite zu wechseln. Nur warum muss dafür der Radweg gesperrt werden? Und was machen Fußgänger, die zur Eisenbahnstraße nach rechts abbiegen wollen?

Während die Sperrung des Filmnächtegeländes viel öffentliche Aufregung erzeugte, gab es an anderer Stelle viele kleine Verbesserungen: 

Buergerwiese.JPGAuf der Bürgerwiese (B 172) stadteinwärts wurde ab der Einmünung Zinzendorfstraße die Radwegbenutzungspflicht (hier: StVO Z 240, Gemeinsamer Geh- und Radweg) auf einem gerade mal 2 Meter breiten, unbefestigten Sandweg vor einem Monat in "Fußweg - Radfahrer frei" umbeschildert. Radfahrer dürfen wieder die Fahrbahn benutzen.

US-Großstädte zeichnen sich in der Regel durch ihre autogerechte Planung und die riesigen Highways aus, mit denen ein übergroßer Anteil des Verkehrs angewickelt wird.

Anders New York City: hier nutzen nur 50% der Stadtbevölkerung ein privates Auto. Ein Großteil des Verkehrs wird durch 27 U-Bahnlinien, 235 Buslinien und die zahlreichen Yellow Cabs getragen. Dennoch gibt es auch mitten in Manhatten zahlreiche große (und radfahr-unfreundliche) Verkehrsadern.

Und Fahrräder? 

Nachdem der Elbebradweg von dem Veranstalter der Filmnächte am Elbufer die letzten Jahre jeweils über mehrere Monate gesperrt wurde, entschloss sich der ADFC Dresden dieses Jahr dazu, gegen die Sperrung zu demonstrieren und sowohl beim Veranstalter als auch dem Ordnungsamt Druck zu machen. Denn nur für 10 Konzertveranstaltungen liegt dem Veranstalter eine Genehmigung vor, den Elberadweg zu sperren (4.7., 5.7., 8.7., 10.7., 11.7., 15.7., 26.7., 9.8., 23.8., 24.8. jeweils 16 - 23.30 Uhr).

Das Verkehrsklima ist wesentlich dafür, ob man sich als Radfahrer wohlfühlt. Aber auch als Fahrgast des ÖPNV möchte man nett behandelt werden. Ein angenehmes Verkehrsklima ist deswegen ein wichtiger Faktor für die Stärkung des Umweltverbunds aus Fahrrad, Fußgängerverkehr sowie Bahn und Bus.

Ab 19:00 Uhr (Treff Augustusbrücke) am 7. Juli, und dann vielleicht an weiteren Tagen, demonstrieren Dresdner Radfahrer vor dem Einlass der Filmnächte am Elbufer für "Freie Fahrt auf dem Elberadweg".

Hintergrund: Die private  PAN GmbH, der Veranstalter der Filmnächte und des Fan-Fests zur Fußball-EM, sperrte in allen vergangenen Jahren jeweils über den gesamten Juli und August den Elberadweg mittels Fahrverbotsschildern.

Wie jedes Jahr finden auch dieses Jahr wieder die Filmnächte am Elbufer statt. Und wie jedes Jahr wird auch 2008 mitten im Sommer der Elberadweg für Radfahrer über 2 Monate voll gesperrt sein. Nur dass dieses Jahr noch ein weiterer Monat hinzu kommt. Denn es ist schließlich Fußball-EM.

Wie schon letztes und vorletztes Jahr auch, verhindern es die Verwaltungsstellen der Stadt Dresden nicht, dass...

umgefallen

Der ADFC Dresden e.V. sammelt auch zum Fahrradfest der Sächsischen Zeitung am 6. Juli Unterschriften für eine Petition zum Ausbau des Elberadweges zwischen Loschwitz und Pillnitz. Sie sind herzlich dazu eingeladen, mit zu unterschreiben und unser Anliegen zu unterstützen. Inzwischen haben schon 1000 Leute unterschrieben!

Was bei uns unmöglich scheint und durch viele Regelungen, Ampeln, Verkehrszeichen, Sanktionen und Verbote geklärt werden muss, das geht in Hanoi ganz anders. Verkehrsfluss ohne Bevormundung, allein basierend auf Blickkontakt und Rücksichtnahme. Straßenverkehr als soziales Ereignis. Nebenbei sind's auch schöne Bilder.



Der ADFC Dresden hatte zum 20. Mai die OB-Kandidaten und alle interessierten Bürger eingeladen, um miteinander über die Perspektiven der Radverkehrspolitik in Dresden zu reden. Im übervollen Großen Saal des Gewerkschaftshauses fand eine spannende Diskussion statt, bei der auch die Fragen der Zuhörer nicht zu kurz gekommen sind. Hier gibt's das Protokoll.

Unterkategorien

Die Pressemitteilungen des ADFC Dresden

Meldungen zu Aktionen des ADFC Dresden

Dresden ist immer noch voll von Baustellen. Während der Autoverkehr bedacht wird, sollen sich Radfahrer einfach in Luft auflösen. Eine Führung durch die Baustelle oder abgesicherte Überleitungen auf die Fahrbahn gibt es so gut wie nie.

Die Unwissenheit der Bauleiter und die Ignoranz der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung erzeugt viel Radfahr-Frust. Diese Sammlung soll zeigen, dass der Wahnsinn Methode hat und es sich nicht um zufällige Einzelfälle handelt.

Sie haben selbst Bilder von aktuellen Baustellen, an denen Sie sich nicht wohl fühlen? Senden Sie sie uns unter Angabe von Straße, Datum und Uhrzeit der Aufnahme an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir veröffentlichen sie dann hier.