TPL_BEEZ2_NAV_VIEW_SEARCH

TPL_BEEZ2_NAVIGATION

In den letzten Jahren sind zahlreiche Ampelsteuerungen "optimiert" worden, um den motorisierten Verkehr zu beschleunigen. Das Problem so genannter "intelligenter Ampelanlagen" liegt darin, dass Radfahrer gleichzeitig (jedenfalls in Dresden) oftmals eine "rote Welle" bekommen.

Die Stadt Dresden ist der Ansicht, dass die Umsetzung von Grünen Wellen für den Radverkehr in der Praxis quasi unmöglich ist. Wie das Beispiel Amsterdam zeigt, muss eine Grüne Welle für Radfahrer nicht zwangsläufig zu Staus der anderen Verkehrsarten führen: Nachdem auf der Rathausstraße eine Grüne Welle für den Radverkehr eingerichtet wurde, braucht die Straßenbahn auf der betreffenden Strecke ca. 1,5 Minuten und der Bus 3 Minuten weniger. Grüne Wellen für den Radverkehr gibt es auch in Rotterdam, Kopenhagen, Lemgo oder Odense. Bestimmt auch noch in anderen fahrradfreundlichen Städten.

Sicher wird auch Dresden in den nächsten Jahren noch die Kurve kriegen und Grüne Wellen für Radfahrer installieren. Wir bleiben jedenfalls dran...

Wir haben unsere Webseite auf ein neues System umgestellt. Derzeit funktioniert der Menüeintrag 'Termin' noch nicht. Wir werden alles dafür tun, dass die Seite wieder wie gewohnt zur Verfügung steht und bitten um etwas Geduld.

Der ehrenamtliche Webmaster.

unfall.jpgVor einigen Tagen berichteten wir über die Dresdner Unfallstatistik und die völlig am Thema vorbeigehende Interpretation der Zahlen durch Polizei und Presse.

Nun hat uns die Polizei dankenswerterweise unfallstatistische Daten bereitgestellt. Diese zeigen, dass im Jahr 2009 trotz steigender Gesamtzahl der Unfälle sogar die absolute Zahl der unfallverursachenden Radfahrer um 44 zurückging. Der Anteil der Radfahrer, die bei einem Zusammenstoß mit anderen Fahrzeugen bzw. Fußgängern die Unfallschuld hatten, betrug im Jahr 2009 36%. Im Jahr davor waren es noch 41%. Wie die Polizei angesichts dieser Zahlen von einer steigenden Zahl von Radfahrern verursachter Unfälle ausgehen kann, bleibt angesichts dieser Zahlen ein Rätsel.

ElberadwegWeil der Stadt andere Projekte wichtiger sind, wurden auf dem schadhaften rechtselbischen Radweg zwischen Loschwitz und Wachwitz jetzt Schilder mit der Botschaft „Radfahrer absteigen“ aufgestellt.

„Der Elberadweg ist ein touristisches Aushängeschild der Stadt. So kann man mit unseren Radtouristen doch nicht umgehen! Möglicherweise hat in der Verwaltung bisher noch niemand bemerkt, dass man mit Radtourismus richtiges Geld verdienen kann. Ein Schild ‚Autofahrer aussteigen’ würde Herr Köttnitz aus dem Tiefbauamt doch auch nicht aufstellen“ sagt Konrad Gähler vom ADFC Dresden.

TN_tv1Leipziger_Masten.JPGFußgängern und Radfahrern fehlt in der Stadt häufig Platz, um sicher und bequem voranzukommen. Besonders auf gemeinsamen Geh- und Radwegen häufen sich die Konflikte: Fußgänger werden von Radfahrern bedrängt und gefährdet, Radfahrer kommen auf den engen Wegen nicht voran und sind besonders an Ein- und Ausfahrten sowie durch rechts abbiegende und kreuzende Autos gefährdet. Die Verdrängung des Radverkehrs auf die Gehwege hat die Entwicklung der beiden nachhaltigsten Fortbewegungsarten massiv behindert.

Der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) fordern Bund, Länder und Kommunen auf, sichere Bedingungen für Radfahrer auf der Fahrbahn zu schaffen. Sinnvolle Maßnahmen sind zum Beispiel die Senkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten auch auf Hauptverkehrsstraßen und die Markierung von Radfahrstreifen auf den Fahrbahnen. Bei innerörtlichen Radwegen auf Gehwegflächen sollte zumindest die Benutzungspflicht aufgehoben werden.

albert.jpgADFC-Sprecher: Endlich die Hauptursachen von Fahrradunfällen verfolgen!

In der Presse bezeichnete gestern der Chef der Verkehrspolizeiinspektion, Volker Groschupf die „Mängel und Verstöße von Radfahrern“ als Hauptursache für Fahrradunfälle in Dresden.

Die Unfallstatistik der Stadt Dresden, die dem ADFC vorliegt, spricht eine andere Sprache: An der Gesamtzahl der Fahrradunfälle hatten nur in etwa 40% der Fälle Radfahrer die Schuld. Bei Unfällen mit PKW-Beteiligung sind mit einem Anteil von 52% jedoch wesentlich öfter die Fahrer der Kraftfahrzeuge schuld. „Abbiegende Autofahrer, die Radfahrern auf dem Radweg die Vorfahrt nehmen, sind die Hauptverursacher von Fahrradunfällen in Dresden“ sagt Konrad Gähler vom ADFC Dresden.

rad_weg_schild_verzert.gifGestern hat Verkehrsminister Ramsauer erklärt: Diese "Schilderwaldnovelle" vom September 2009 ist wegen eines Verstoßes gegen das so genannte verfassungsrechtlich verankerte Zitiergebot nichtig. Das wirft ganz neue Fragen auf: Welche Bedeutung hat diese Äußerung Ramsauers rechtlich? Gilt jetzt das Verkehrsrecht von vor September 2009? Gilt die neue Verwaltungsvorschrift zur StVO oder die alte? Bekommen alle Verkehrrsünder, die nur nach neuer StVO gegen Verkehrsregeln verstoßen haben ihr Geld automatisch zurück, oder müssen Sie es einklagen, oder bekommen sie es doch nicht zurück?

Wohnen wir eventuell in einer Bananenrepublik, wo einzelne Minister die Rechtslage alle paar Wochen nach Bedarf ändern? Jedenfalls ist im Moment die Unsicherheit besonders groß: niemand kann genau sagen, ob die alte StVO gültig ist oder doch die neue.

Piktogramme auf Tramgleisen

Der ADFC Dresden ist mit den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) und dem
Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) im Gespräch, wie man die Bedingungen für die kombinierte Nutzung von Rad, Bahn und Bus verbessern kann.

Ein wichtiger Punkt sind ausreichende und gute Abstellanlagen an den Bahnhöfen und Haltestellen, sowohl in Dresden als auch im Umland. DVB und VVO baten uns um eine Zuarbeit, wo aus den aktuellen Erfahrungen der Nutzer heraus Handlungsbedarf besteht.

adfc_monitor_150px.jpgMehr Radverkehr führt dazu, dass innerstädtische Verkehrsproblemen wie Staus und Parkplatzmangel zurückgehen. Das geht aus einer neuen Studie des niederländischen Fietsberaad hervor. Außerdem trägt die Förderung des Radverkehrs zur Verbesserung der Luftqualität und Verminderung der Bewegungsarmut bei.

WettbewerbslogoDass das Fahrrad ein absolut klima- und umweltverträgliches Verkehrsmittel ist, ist unumstritten. Die Wirkung des Radfahrens auf Gesundheit und Wohlbefinden wird aber häufig unterschätzt. Gerade bei Unternehmen müsste das Fahrrad einen hohen Stellenwert haben, sind radfahrende Mitarbeiter doch gesünder und leistungsfähiger als ihre Auto fahrenden Kollegen.

Weil es noch zu viele Chefs gibt, die aus Ihrer Autofahrersicht heraus das Radfahren noch nicht als Chance begriffen haben, hat der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V. (B.A.U.M.) einen Wettbewerb gestartet und sucht bundesweit die fahrradfreundlichsten Arbeitgeber. Schirmherr des Wettbewerbs ist Prof. Dr. Klaus Töpfer, unterstützt wird er von zahlreichen Firmen der Fahrradbranche.

albertbruecke_150.JPGPro Tag überqueren etwa 7000 Radfahrer die Albertbrücke. Sie ist damit die bedeutendste Elbquerung für den Radverkehr in Dresden. Die bisherigen Planungen nehmen auf die zunehmende Bedeutung des Radverkehrs nicht ausreichend Rücksicht. „Es ist abzusehen, dass die geplanten 1,60m breiten Radwege das alltägliche Verkehrsgeschehen auf der Brücke nicht bewältigen können“ sagt Konrad Gähler, Pressesprecher des ADFC.

Durch fehlende Möglichkeiten zum Abbiegen in die Glacisstraße, auf das Terrassenufer und zum Elberadweg provoziert die Stadt Gegenverkehr auf den Radwegen. „Dieses Problem ist auf der Albertbrücke schon lange bekannt. Jetzt, wo die Brücke ohnehin umgebaut wird, besteht die Chance, die Verkehrsführung für den Radverkehr sinnvoll zu gestalten. Wichtig ist insbesondere eine vernünftige Verbindung für Radfahrer von der Brücke in die Glacisstraße. Für den Autoverkehr wird die ja auch nicht einfach weggelassen“ sagt Gähler.

twitter.gifDer ADFC Dresden verfügt seit wenigen Minuten über einen eigenen Twitterkanal. Wir freuen uns auf dieses interessante Medium und laden jeden, der immer aktuell über fahrradbezogenes Geschehen in der Stadt bescheid wissen möchte ein, uns auf Twitter zu folgen.

Die Stadt Dresden hat seit heute eine neue Radverkehrsbeauftragte. Nora Ludwig hat bisher an der verkehrswissenschaftlichen Fakultät der TU Dresden gearbeitet und wird nun in Dresden alle Fragen des Radverkehrs koordinieren und endlich das bereits 2005 beschlossene Radverkehrskonzept umsetzen.

Bislang stehen in Dresden weniger als eine Million Euro pro Jahr für die Förderung des Radverkehrs zur Verfügung. Der ADFC fordert 5 Euro pro Jahr und Einwohner, also 2,5 Millionen jährlich.

Der ADFC Dresden beteilig sich mit einem eigenen Stand auf der Freizeitmesse „bike+outdoor“ in Dresden. Wir stellen auf der Messe unsere Arbeit vor und helfen bei fragen rund ums Radfahren weiter.

Das Messepublikum kann sich bei Radhändlern und Herstellern beraten lassen und Teile oder Ausrüstung auch gleich kaufen. Neben Alltags- und Sporträdern können auf verschiedenen Radparcours Lasten-, Liege- und andere Spezialräder ausprobiert werden.

Reiseziele werden vorgestellt, es gibt Vorträge über Radtouren, eine Ausstellung historischer Fahrräder und radakrobatische Vorführungen.

Neben dem ADFC-Stand sind u.a. folgende weitere Attraktionen vorgesehen:

  • Trike-Race-Parcours
  • BMX- und Mountainbike-Wettbewerb auf Dritbike-Halfpipe
  • E-Bike-Teststrecke
  • Radpolo-Turnier mit Mannschaften aus Dresden, Leipzig und München

Sie finden uns in Halle 2 an Stand 246.

Am 22. Februar fand in Berlin der Kongress der Fahrradbranche VIVAVELO statt. In der Eröffnungsrede sprach Jan Mücke (FDP) in seiner Eigenschaft als Staatssekretär im Ministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung von der steigenden Bedeutung des Fahrrades für die Mobilität in Städten: "Wir wollen damit den Radverkehrsanteil in Deutschland weiter erhöhen und eine nachhaltige Mobilität in Städten und Regionen unterstützen."

Eine erstaunliche Kehrtwende, nachdem er im Dresdner Stadtrat eher für eine den Kfz-Verkehr bevorzugende Politik stand. So protestierte die Fraktion der FDP noch im November des vergangenen Jahres gegen den vom Stadtrat beschlossenen zweispurigen Ausbau der Königsbrücker Straße, der diese Straße endlich für Radfahrer befahrbar machen würde. (Foto: leralle)

Nachdem die 115 Mitarbeiter von "Bike Systems" (ehemals Biria) Nordhausen im Sommer 2007 ihren Lohn nicht bekommen hatten und ihnen außerdem gekündigt worden war, wagten sie einen ganz besondere Schritt.

Sie besetzten ihre Fahrradfabrik und stellten die Produktion eines eigenen Fahrrads auf die Beine. Das Strike Bike war geboren.

Die DVD Strike Bike - Eine Belegschaft wird rebellisch kann man zum Preis von 12,80 Euro je Stück inklusive Porto und Verpackung über die Homepage des Neuen ISP Verlages bestellen.

In Dresden sind die Strike Bikes immerhin bei einem Radhändler zu kaufen. Wann werden es mehr sein?


Fahrradparkhaus in Erfurt,
einer Stadt nur halb so
groß wie Dresden

Der Dresdner Stadtrat hat diese Woche bis auf weiteres das Vorhaben beerdigt, an den Dresdner Fernbahnhöfen für vernünftige Fahrrad-Abstellmöglichkeiten zu sorgen. Mit den Stimmen von CDU, FDP und Bürgerfraktion wurde abgelehnt, endlich die seit Jahren versprochenen Fahrradstationen zu errichten. Dort hätten, wie in den anderen Großstädten üblich, Pendler und Radtouristen ihre Fahrräder vor Witterung und Diebstahl geschützt gegen Gebühr abstellen können. Fahrradverleih, -werkstatt und -verkauf hätten das Angebot abgerundet und eine private Existenz sichergestelt.

Leipziger Straße

Im Juli 2009 hat der ADFC Dresden breite Unterstützung für seine Petition für einen stadtteilverträglichen Ausbau der Königsbrücker Straße bekommen. 1700 Anwohner, Gewerbetreibende, Radfahrer und viele andere haben in kürzester Frist die Petition an den Stadtrat unterzeichnet, die sich gegen die von CDU und FDP favorisierte autogerechte Schneise durch die Neustadt wendet.

Bislang haben der ADFC und die 1700 Unterzeichner der Petition keine Antwort vom Petitionsausschuss erhalten.

Nachfragen bei der Stadtverwaltung und im Petitionsausschuss ergaben widersprüchliche Antworten. Während das Büro von Baubürgermeister Marx, dem die Petition im Juli 2009 übergeben wurde, bestätigt, die Petition an den dafür zuständigen Petitionsausschuss versendet zu haben, weiß im Ausschuss offenbar niemand davon Bescheid. Hat die Ausschussvorsitzende Christa Müller die Petition vielleicht lieber schnell verschwinden lassen?

Die Stadt Dresden bekommt in diesem Jahr etwa 20 Millionen Euro weniger für den Straßenbau, als erhofft. Ein Großteil der Mittel fließt nicht in eine verbesserte Verkehrssicherheit, sondern in Großprojekte zur Beschleunigung des Autoverkehrs.

"Auch die Sicherheit der Radfahrer kostet Geld. Und ich bin der Meinung, dass Menschenleben im Straßenverkehr mehr zählen als die Beschleunigung des Autoverkehrs. Der ADFC weist seit Jahren darauf hin, dass viele Kreuzungen in der Stadt für Radfahrer sicherer werden müssen" sagt Konrad Gähler, Pressesprecher des ADFC Dresden. Der ADFC hatte der Stadtverwaltung im Jahr 2006 eine Denkschrift mit 60 für Radfahrer gefährlichen Knotenpunkten übergeben. Davon sind bislang nur einzelne entschärft worden. Bisher fehlte es an Geld und politischem Willen zur Umsetzung der nötigen Verkehrssicherheitsmaßnahmen.

"Ich kann nur hoffen, dass die Stadtpolitik endlich das Ruder rumreißt und sich von überteuerten Großprojekten verabschiedet" sagt Gähler abschließend.

Gelegentlich haben auch andere etwas zum Thema Radfahren zu sagen...

Unterkategorien

Die Pressemitteilungen des ADFC Dresden

Meldungen zu Aktionen des ADFC Dresden

Dresden ist immer noch voll von Baustellen. Während der Autoverkehr bedacht wird, sollen sich Radfahrer einfach in Luft auflösen. Eine Führung durch die Baustelle oder abgesicherte Überleitungen auf die Fahrbahn gibt es so gut wie nie.

Die Unwissenheit der Bauleiter und die Ignoranz der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung erzeugt viel Radfahr-Frust. Diese Sammlung soll zeigen, dass der Wahnsinn Methode hat und es sich nicht um zufällige Einzelfälle handelt.

Sie haben selbst Bilder von aktuellen Baustellen, an denen Sie sich nicht wohl fühlen? Senden Sie sie uns unter Angabe von Straße, Datum und Uhrzeit der Aufnahme an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir veröffentlichen sie dann hier.