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AlbertstrasseDemo2019

Am 10. Februar 2019 sind 628 Bürgerinnen und Bürger dem Aufruf des ADFC Dresden gefolgt und demonstrierten für mehr Platz für's Rad auf der Albertstraße, Carolabrücke und der St. Petersburger Straße.

Eingeladen zu einem kurzen Statement hatten wir alle Fraktionschefs im Stadtrat (CDU, FDP, Bürgerfraktion, AfD, SPD, Grüne, Linke) und sind sehr enttäuscht, dass es von der CDU, FDP, Bürgerfraktion und AfD nicht mal eine Rückmeldung gab. Diese Fraktionen wollen das Radverkehrsprojekt auf der Albertstraße verhindern und womöglich an vielen anderen Stellen in der Stadt dafür sorgen, dass nichts für den Radverkehr passiert.

Wir danken für die Redebeiträge der Linken, Grünen, der SPD und den Piraten.

Am Donnerstag, 14. Februar entscheidet der Stadtrat noch mal über den rechtswidrigen Beschluss, das Vergabeverfahren für den Bau der Radverkehrsstreifen abzubrechen. Es ist zu befürchten, dass die "Koalition gegen den Radverkehr" den Beschluss bestätigt. Dann wird es ein Fall für die Kommunalaufsichtsbehörde, denn der Stadtrat darf laut Hauptsatzung nichts Rechtswidriges beschließen. Wir hoffen, dass ein Umdenken stattfindet, und stehen für Dialog zur Verfügung.

Einladungsbild zur Demo (c) Jens Besser
Grafik: Jens Besser
Unter dem Motto "Albert, Carola und Peter wollen endlich Radfahren!" demonstrieren wir für eine sichere und gut nutzbare Nord-Süd-Route. Wir sind für mehr Platz für das Rad auf dieser wichtigen Verbindung, die nach Zahlen der Stadt Dresden im Jahr 2018 von über 50% mehr Radfahrer im Vergleich zu 2009 genutzt wurde! In der Albertstraße fordern wir seit der ADFC-Petition aus dem Jahr 2010 auf beiden Seiten der Straße gut nutzbare, sichere und direkt geführte Radfahrstreifen. Auf der St. Petersburger Straße zwischen Wiener und Georgplatz fordern wir eine andere, sichere Radverkehrsführung, die nicht zwischen parkenden Autos und eng überholenden Autos eingequetscht ist (ADFC Petition vom Jahr 2018). Außerdem setzen wir uns für die Schaffung regelkonformer Radverkehrsanlagen auf der Carolabrücke ein.

Fahrraddemo am Sonntag, 10. Februar
Treff um 15:00 Uhr am Jorge-Gomodai-Platz/Einmündung Hauptstraße in den Albertplatz.
Pünktlich 15:30 Uhr fahren wir von dort bis zum Hauptbahnhof und wieder zurück.
Zwischen 16:00 und 16:15 endet die Demo am Albertplatz am Arthesischen Brunnen ("Nudelturm")

Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 07. Februar 2019
Albert, Carola und Peter wollen endlich Radfahren!

Aktualisierung vom 8.2., 20:15 Uhr: Die Demo startet am Sonntag um 15:00 Uhr am Jorge-Gomodai-Platz mit kurzen Redebeiträgen vom ADFC und den eingeladenen Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen. Wir klären noch, ob sich der Fahrradaufzug um 15:30 Uhr oder 15:45 Uhr in Bewegung setzt. Wir fahren pünktlich 15:30 Uhr los: Einmal entlang der Albertstraße und St. Petersburger Straße bis zum Hauptbahnhof und dann zurück zum Albertplatz. Die Demo ist darauf angelegt, auch kinder- und familienfreundlich zu sein. Ende gegen 16:15 Uhr.

Für den kommenden Sonntag, den 10. Februar 2019, ruft der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Dresden zu einer Fahrraddemonstration auf. "Unter dem Motto 'Albert, Carola und Peter wollen endlich Radfahren!' demonstrieren wir für eine sichere und gut nutzbare Nord-Süd-Route in Dresden" sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden e.V. "Die Demonstration reagiert auch auf den anhaltenden Streit um die verhinderten Radstreifen auf der Albertstraße."

Die Nord-Süd-Route ist für viele Radfahrer ein wichtiger und viel genutzter Weg. Studenten beispielsweise, die in der Neustadt wohnen und zur Uni fahren oder Leute, die südlich der Elbe leben und nördlich der Elbe arbeiten, nutzen diese Strecke jeden Tag“, sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden. Zahlen der Stadt Dresden zeigen, dass im Jahr 2018 über 50% mehr Radfahrer die Carolabrücke passierten als noch 2009. „Umso schockierender ist es, wie sträflich die Albertstraße nun behandelt wird. Der Bau von Radstreifen ist dort mehr als überfällig. Es ist bedauerlich, dass die neue Stadtratsmehrheit scheinbar ein Lieblingsthema gefunden haben: Den Radverkehr verhindern“ ergänzt Gesa Dickert, ebenfalls Mitglied im Vorstand des ADFC Dresden.

Am 24. Januar stoppten Stadträte der CDU, FDP, AfD, NPD und Bürgerfraktion zusammen mit der Stimme des Oberbürgermeisters den Bau von Radsteifen auf beiden Seiten der Albertstraße. Die baureifen Pläne der Stadtverwaltung, die auf eine ADFC-Petition aus dem Jahr 2010 zurückgingen, waren damit vom Tisch. In der darauffolgenden Woche legte der Oberbürgermeister Hilbert jedoch Einspruch gegen den Stadtratsbeschluss ein, weil der Abbruch des bereits begonnenen Vergabeverfahrens rechtswidrig ist. Der Stadtrat wird am 14. Februar erneut über den Antrag abstimmen. Es ist keinenfalls sicher, dass es eine Mehrheit für eine Aufhebung des rechtswidrigen Verhinderungsbeschlusses gibt.

Die Demonstration fordert auch sichere Radstreifen auf der St. Petersburger Straße zwischen dem Wiener Platz und dem Georgplatz. Hier war im August 2018 eine Radfahrerin ums Leben gekommen, als die geöffnete Tür eines parkenden Autos sie vor ein anderes fahrendes Auto stieß. Eine Petition des ADFC mit über 5000 Unterschriften forderte daraufhin, die Parkstreifen an der St. Petersburger Straße zu entfernen. Der Stadtbezirksbeirat der Altstadt unterstützte diesen Vorschlag am 29. Januar mit sehr deutlicher Mehrheit.

 

3000stes MitgliedDer ADFC Dresden konnte am 20. Dezember 2018 sein 3000. Mitglied begrüßen. Im Verlauf des Jahres waren 428 Personen in den Verein eingetreten. Damit ist die Fahrradlobby einer der größten eingetragenen Vereine der Stadt.

Das Jubiläumsmitglied ist die 31-jährige Odette Busch, die gemeinsam mit ihrem Mann Christoph und ihrem einjährigen Sohn eingetreten ist. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Dresden nutzt das Rad für alle täglichen Wege und möchte mit ihrer Mitgliedschaft die Fahrradlobby in der Stadt unterstützen. Vorstandsmitglied Gesa Dickert überreichte der Familie einen Blumenstraß und eine Fahrradklingel mit der Einschrift "3000. Mitglied im ADFC Dresden".

Bundesweit hat der ADFC mehr als 175.000 Mitglieder, in Sachsen sind es über 5600. Das durchschnittliche ADFC-Mitglied in Dresden ist 44 Jahre alt, 41% aller Dresdner Mitglieder sind jünger als 40 Jahre. Der Verein setzt sich vor Ort für eine fahrradfreundliche, sichere und komfortable Verkehrsplanung ein.

Auch im Januar 2019 haben ungewöhnlich viele Menschen entschieden, dem ADFC in Dresden beizutreten, und somit ist unser Verein bis 1. Februar auf 3100 Mitglieder gewachsen.

Eine Einzelmitgliedschaft im ADFC kostet 56€ jährlich, der Mitgliedsbeitrag für unter 27-jährige liegt bei 33€. Darüber hinaus bietet der ADFC Haushalts- und Familienmitgliedschaften für 68€ im Jahr an.

2019 Nils Stadtrat AlbertstrEs ist über acht Jahre her, dass der ADFC Dresden eine Petition für Radstreifen auf beiden Seiten der Albertstraße initiierte. Im Auftrag des damals von CDU und FDP dominierten Petitionsausschusses erarbeitete die Stadtverwaltung eine Lösung, die nun zur Ausführung kommen sollte. Umso überraschender war es, dass CDU, FDP und die Bürgerfraktion einen Antrag für die Stadtratssitzung am 24. Januar 2019 einbrachten, der einen sofortigen Stopp der Planungen an den Radwegen forderte. Mit Unterstützung der AfD-Fraktion fand dieser Antrag eine Mehrheit im Stadtrat: Damit sind die für das Jahr 2019 vorgesehenen Bebauungspläne vorerst gestoppt worden. Die neue Stadtratsmehrheit torpediert damit ihre eigenen Beschlüsse aus der vorhergehenden Legislaturperiode. Besonders absurd: Auch Oberbürgermeister Hilbert stimmte gegen die Radwegplanung seiner eigenen Stadtverwaltung. Hätte er gegen den Roll-Back-Antrag gestimmt, hätte dieser keine Mehrheit gefunden.

Albertstraße ReisezeitPressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 16.01.2019

ADFC Dresden e.V. kritisiert Vorstoß der neuen Stadtratsmehrheit zur Albertstraße

Im Dezember 2018 haben die Bürgerfraktion sowie die Fraktionen der FDP und der CDU ihren ersten verkehrspolitischen Antrag nach dem Ende der rot-rot-grünen Mehrheit im Dresdner Stadtrat eingebracht. Ziel des Antrags ist es, im letzten Moment den Bau von Radfahrstreifen auf der Albertstraße zu verhindern. Die Anlage von Radfahrstreifen auf der Albertstraße geht auf einen einstimmigen Beschluss des Petitionsausschusses von 2011 zurück. Demnach sollte die Albertstraße rechts und links je 2 Meter breite Radfahrstreifen sowie eine direkte Anbindung an den Außenring des Albertplatzes erhalten. Eine Fahrspur vom Carola- zum Albertplatz sollte dafür wegfallen.

Wie die Stadtverwaltung den Stadträten zur letzten Sitzung des Bauausschusses im Januar zeigte, wird der Autoverkehr wegen der wegfallenden Spur lediglich eine einzige Sekunde langsamer. Doch das ficht die Räte von CDU, FDP, Bürgerfraktion und AfD offenbar nicht an. Sie stimmten im Bauausschuss und im Finanzausschuss gegen die seit über sieben Jahren geplanten Radfahrstreifen.

„Dass CDU, FDP, Bürgerfraktion und AfD die 2011 von allen Stadtratsfraktionen beschlossenen Radspuren nun zum Symbolprojekt der rot-rot-grüner Politik umdeuten, irritiert mich sehr.“ sagt Nils Larsen, Dresdner ADFC-Vorstand.

Eine Untersuchung des ADFC zeigt, dass der Radverkehr durch die Streifen auf derselben Strecke um 2:25 Minuten schneller wird (siehe Skizze): Während man mit dem Rad aktuell auf der vorgesehenen legalen Route vom Albertplatz über die Hauptstraße und Sarrasanistraße zum Carolaplatz ca. 3:52 Minuten braucht, verkürzt sich die Fahrzeit mit Radfahrstreifen auf ca. 1:27 Minuten. Autofahrer kostet das eine Sekunde.  „CDU, FDP, Bürgerfraktion und AfD sind dabei einen Fehler zu machen, denn was sie hier machen ist das Gegenteil von ihrer Ankündigung, neue, ideologiefreie Sachpolitik zu betreiben!“ zeigt sich ADFC-Vorstand Larsen verärgert.

2019 ist das Jahr der Kommunalwahl in Dresden. Umso interessanter, zurückzublicken auf das letzte Jahr. Wo konnten 2018 Sicherheitsdefizite für den Radverkehr behoben werden? Wo hat sich immer noch nichts bewegt? Was konnte der ADFC in der Stadt erreichen? Wir haben es zusammengefasst.

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An gefährlichen und stark befahrenen Landstraßen fehlen in Sachsen Radwege. An der Staatsstraße 81 ist deshalb im Dezember ein Mensch ums Leben gekommen, der Dresdner Schulamtsleiter Falk Schmidtgen. Angehörige haben daher Ende des Jahres eine Petition gestartet. Ziel der Petition ist es, dass der Freistaats Sachsen an der S 81 zwischen Weinböhla und Dresden schnellstens die Planungen für einen Radweg aufnimmt und alles erforderliche in die Wege leitet, damit an der stark befahrenen Staatsstraße ein Radweg gebaut werden kann. Beim Bau der S 81 im Jahr 2011 wurde ein Radweg für entbehrlich gehalten - mit fatalen Folgen.

Der ADFC unterstützt diese wichtige Petition, die inzwischen schon über 2000 Unterzeichner hat. Bitte unterstützen auch Sie dieses wichtige Anliegen mit Ihrer Unterschrift! Danke.

Petition für einen Radweg an der S 81

Mit Aktualisierung vom 04.01.2019 (siehe unten)

Im Januar 2019 wird es auf dem Elberadweg in Dresden wieder einen Skiweltcup geben. Dafür wird der Elberadweg auf der Neustädter Seite vom 7. bis 24. Januar zwischen Glockenspielpavillon und Carolabrücke gesperrt sein. Selbst im Winter befahren den Elberadweg auf diesem Abschnitt täglich ca. 2.000-3.000 Menschen mit dem Rad. Er ist nicht nur von touristischer Bedeutung, sondern für viele der alltägliche Weg zu Arbeit, Studium oder Schule. Daher hatte sich der ADFC im letzten Jahr gegenüber dem Veranstalter, der Stadtverwaltung und der Kommunalpolitik für eine bessere Umleitung für den Radverkehr eingesetzt und rechtliche Schritte geprüft, gegen eine solche Sperrung vorzugehen. Dieser Artikel fasst alle relevanten Aspekte der Sperrung zusammen und zeigt auf, wie es weitergeht.

Umleitung 2019 STA
Umleitung Skiweltcup 2019. Quelle: Straßen- und Tiefbauamt

Am Donnerstag, 20. Dezember ist der Veranstalter des Ski-Weltcups mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit getreten, in der die finale Radweg-Umleitung vorgestellt wird. In der Pressemitteilung wird behauptet, dass Veranstalter, Straßen- und Tiefbauamt und ADFC die Umleitung gemeinsam abgestimmt hätten. Das ist nicht der Fall. Der ADFC Dresden hätte einer solchen Radweg-Umleitung auch nicht zugestimmt. Tatsächlich erfuhr der ADFC Dresden von den genauen Umleitungsplänen erst aus den Medien.

Dass der Veranstalter und das Straßen- und Tiefbauamt nun mit einer unabgesprochenen Umleitung in die Öffentlichkeit geht, irritiert uns sehr. Bei der aktuell kommunizierten Umleitung handelt es sich nicht um eine gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club gefundene Lösung.

Auch der Stadtratsbeschluss zum Skiweltcup 2019, nach dem eine sichere und leistungsfähige Umleitung gefunden werden soll, ist damit nicht erfüllt. Grafiken, die in der Sächsischen Zeitung veröffentlicht wurden, zeigen die von der Stadt geplante Umleitung (Link: https://www.saechsische.de/zickzack-zum-ziel-beim-skiweltcup-5015000.html). Diese Radweg-Umleitung ist weder sicher noch komfortabel. Sie beinhaltet große Umwege, enge Wegstrecken und die Kreuzung der Großen Meißner Straße. Bei einer engen Zusammenarbeit mit dem ADFC wäre es nicht zu einer solchen Umleitung gekommen.

albertstraße

Neu mit aktueller Stellungnahme vom 09.01.2019 und Brief an den OB vom 15. 01. 2019 (siehe unten)

Fast die ganze Stadt kennt das Problem auf der Albertstraße: Um vom Carolaplatz zum Albertplatz zu gelangen, müssen Radfahrer auf die Hauptstraße ausweichen bzw. den schmalen und holprigen gemeinsamen Fuß- und Radweg nutzen. Beide Alternativen sind enorm konfliktträchtig und unattraktiv, denn Radfahrende dürfen hier teilweise nur mit einer Schrittgeschwindigkeit von maximal 6 bis 10 km/h fahren. Gleichzeitig ist der Albertplatz seit Jahren ein Unfallschwerpunkt, denn die Verkehrsführung ist hier unübersichtlich und für Radfahrende unattraktiv.

Daher war es vollkommen richtig, dass 2011 eine Markierung von Radstreifen in beide Richtungen von der Stadtverwaltung angekündigt wurde. Die Initiative ging auf eine Petition des ADFC aus dem Jahr 2010 zurück. Leider wurde die Markierung immer wieder verschoben. Die damaligen Pläne sahen bereits den Entfall einer Autospur in Richtung Albertplatz vor und stattdessen die Schaffung einer Radspur mit einer direkten Anbindung an den Außenring des Albertplatzes. In die andere Richtung sollten beide Autospuren erhalten bleiben und eine zusätzliche Radspur geschaffen werden. Aktuelle Simulationen der Stadtverwaltung zeigen, dass die Radspuren keine negativen Auswirkungen für den Autoverkehr haben. Das bestätigt auch der Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain. Ohnehin fahren nach Zählungen des Straßen- und Tiefbauamtes seit Jahren immer weniger Kfz durch die Albertstraße (Direktlink zu Zahlen im Themenstadtplan).

2017 11 27 VA RV DD NordenAm 27. November luden die Stadtratsfraktionen der Grünen und Linken zur Podiumsdiskussion zum Radverkehr im Dresdner Norden. Neben Dirk Bräuer, dem Abteilungsleiter für Verkehrsanlagenplanung im Stadtplanungsamt, und Reinhard Koettnitz, dem Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes war auch Konrad Krause vom ADFC eingeladen. Mit über 100 Gästen war die Veranstaltung gut besucht - die Sitzmöglichkeiten reichten nicht aus, sodass viele von ihnen stehen mussten.

Mit dem Rad sicher ins Stadtzentrum zu kommen, das ist aus dem Dresdner Norden gar nicht so leicht. Sowohl entlang der Königsbrücker Straße als auch entlang der Radeburger Straße fehlen durchgehende Radwege und dort wo sie existieren, sind sie oft holprig und unsicher. Beides sind stark befahrene Bundesstraßen, die in diesem Zustand nur mit starken Nerven passierbar sind.

Snecke auf AsphaltPressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 9.12.2018


Der ADFC ist beunruhigt, dass die dringend nötigen Investitionen in eine moderne Verkehrsinfrastruktur am mangelnden Verhandlungswillen der Stadtratsfraktionen zu scheitern drohen. Zur Erinnerung: Die Verwaltung legte Ende Juli einen Haushaltsentwurf vor, der für Radwege weniger als die Hälfte der erforderlichen Mittel vorsieht. Gemäß Radverkehrskonzept wären pro Jahr ca. 5 Millionen EUR Investitionen nötig, vorgesehen sind aber lediglich 2,5 Mio für 2019 und 2,0 Mio für 2020 (inkl. Fördermittel). Dabei räumt die Stadtverwaltung ein, dass der ADFC in der Sache Recht hat. Es wird mitgeteilt, dass verwaltungsintern für den Radverkehr "grundsätzlich [...] Mehrbedarfe an Haushaltsmitteln [...] angemeldet" wurden. Das Thema ist der Stadtverwaltung allerdings vergleichsweise nicht so wichtig: "Im Rahmen der Prioritätensetzung war eine umfangreichere Mittelausstattung jedoch nicht möglich." (Zitat aus "Einwendungen gegen den Entwurf der Haushaltssatzung 2019/2020 gemäß § 76 SächsGemO" V2674/18) S. 12 und S. 14).

DSC 0109 web"Danke, dass Sie Rad fahren!" Heute früh sind die Nikläuse des ADFC Dresden ausgeschwärmt und haben sich im Namen des ADFC bei Dresdens winterlichen Radfahrern mit einem Schoki-Nikolaus bedankt. Auch bei winterlichen Temperaturen passieren über 2.500 Menschen die St. Petersburger täglich mit dem Rad, wo der ADFC die kleine Winter-Belohnung verteilte.

Zum Radfahren im Winter gehört auch ein Basis-Radwegenetz, welches im Winter geräumt und gestreut wird. In Kopenhagen, wo die Radwege im Winter regelmäßig geräumt werden, fahren trotz Kälte und Schnee ca. 80% der Sommer-Radler auch im Winter mit dem Fahrrad. Der ADFC hat in der laufenden Legislatur des Stadtrats erfolgreich dafür gestritten, dass die Stadt Dresden für den Radwege-Winterdienst Geld in die Hand nimmt. Ein Basisnetz sowie der Elberadweg werden im Winter 2018/19 erstmals durchgehend winterdienstlich betreut.

Wiesenweg nachher 11 18Der Ausbau des Wiesenweges zwischen Loschwitz und Wachwitz ist fast beendet, die Strecke ist seit kurzem befahrbar. Die Bauarbeiten begannen im Juni 2018, offen sind lediglich ein paar Restarbeiten.

Der Ausbauabschnitt ist 1,5 km lang, die Kosten betragen 750 TEUR. Ein Teil der Mittel stammt aus dem Aufbauhilfefonds Hochwasserschäden 2013.

Hardcorebiker und Nostalgiker werden vielleicht dem Vorzustand nachtrauern: der Loschwitzer Seenplatte. Auch wenn der Starkregen-Test noch aussteht: damit scheint es endgültig vorbei zu sein. Für Berufspendler, Genussradler, Schillerschulenschüler, Wochenendausflügler, Touristen und viele andere gibt es nun eine wunderschöne, bequeme und schnelle Route abseits der Pillnitzer Landstraße. 

Wie soll es rechtselbisch weitergehen?

20181026 KesselsdorferRund 100 Menschen haben am Freitag für einen echten Kesselsdorfer Boulevard demonstriert. Sie stellten sich damit gegen die Pläne der Stadtverwaltung, die eine Verbreiterung der Fahrspuren vorsieht. Zur Kundgebung aufgerufen hatten der ADFC Dresden, die Recht-auf-Stadt-Gruppe Dresden, der Fuß e.V. sowie die Bürgerinitiative „Kesselsdorfer Boulevard“. Der ADFC Dresden war mit einem Infostand und diversen auffälligen Protestschildern präsent.

Teil der Kundgebung war auch eine symbolische Sperrung der Kesselsdorfer Straße auf der gesamten Breite. Mit einem großen Banner wurde der geplante Straßenquerschnitt dargestellt, dem Grünflächen und Gehwege zum Opfer fallen, falls die Pläne der Stadtverwaltung eine Mehrheit finden.

Als nächstes Gremium diskutiert der Stadtbezirksrat Cotta am 1. November über die Planungen. Die örtlichen Initiativen und der ADFC Dresden rufen dazu auf, die Debatte vor Ort zu besuchen und sich zu beteiligen. Die Sitzung des Stadtbezirksrats beginnt um 18:00 Uhr im Rathaus Cotta.

Eine genaue Darstellung der Baupläne und einer möglichen Alternativvariante finden Sie in einer Stellungnahme des Fuß e.V.

Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 13.10.2018

Die Königsbrücker Straße soll auf einem Abschnitt von etwa 500 m von der Kreuzung mit der Stauffenbergallee (Olbrichtplatz) bis zur Fabricestraße ausgebaut werden, u.a. um die letzte Gleisinfrastruktur-Lücke für künftige breite Straßenbahnwagen auf der Linie 8 zu schließen. Die Stadtverwaltung und die DVB laden am Montag, dem 15.10.2018 zur Einwohnerversammlung ein, wo ein Umbauplan (Vorlage V2272/18) vorgestellt wird. Der ADFC empfiehlt allen Einwohner/innen daran teilzunehmen.

Die vorgelegte Umbau-Variante sieht eine Verbreiterung des schon heute riesigen Straßenquerschnitts von 20 m auf 37 m vor. Fußgänger (darunter auch ÖPNV-Fahrgäste) sollen sich auf lange Querungszeiten von Insel zu Insel vorbereiten.

Drei konkrete Mängel im Umbau-Bereich, die im Radverkehrskonzept [siehe unten] enthalten sind, würden nicht beseitigt werden, das Radverkehrskonzept wird in der Vorlage nicht einmal mit einem Wort erwähnt. Der autobahnähnliche Charakter und die großzügigen Kurvenradien würden Autofahrer zum Rasen verleiten, was eine enorme Gefahr insbesondere für Fußgänger und Radfahrer darstellt. Dabei gehört der Umbaubereich zum dicht bewohnten Gebiet, was mit der künftigen 151. Oberschule direkt an der Kreuzung betont wird.

Der ADFC begrüßt zwar ausdrücklich weitere Investitionen ins ÖPNV-Netz in Dresden, denn als Teil des sogenannten Umweltverbundes sind Fußverkehr, Radverkehr, Bus- und Bahnverkehr platzsparende, sichere und stadtverträgliche Verkehrsformen. Der ADFC lehnt den Ausbau in der vorgelegten Form jedoch entschieden ab, weil nur Autoverkehr und ÖPNV davon profitieren würden. "Die Pläne schwächen den Umweltverbund insgesamt. Der ÖPNV-Ausbau ist nur sinnvoll, wenn Leute vom Auto auf den ÖPNV umsteigen. Hier wird stattdessen mit einer Steigerung des Autoverkehrs gerechnet," so Nils Larsen, Vorstandsmitglied des ADFC Dresden e.V.

"Die Stadtverwaltung legt nur eine Variante zum Durchwinken durch den Stadtrat vor. Sie ist das Ergebnis einer einseitigen Gewichtung der motorisierten Verkehrsarten, untermauert durch fragwürdige Verkehrsprognosen. Die Verkehrsprognosen sind deshalb fragwürdig, weil offensichtlich gar keine aktuellen oder Prognosezahlen für Fuß- und Radverkehr vorliegen. Außerdem erfordert eine echte bürgerschaftliche und politische Beteiligung mehrere verschiedene Umbauvarianten. Das Wachstum des Autoverkehrs wird als gegeben angenommen, obwohl es längst bekannt ist, dass viele Menschen in der Verkehrsmittelwahl flexibel sind. So würden die geplanten zwei statt einer Kfz-Spur zweifelsfrei mehr Kfz-Verkehr anziehen, wogegen attraktive Fuß- und Radverkehrsinfrastruktur mehr Leute überzeugt, das Auto freiwillig stehen zu lassen. Der ADFC unterstützt die Forderung des VCD, dass weitere Umbauvarianten vorgelegt werden müssen," führt Larsen weiter aus.

Konkrete Mängel aus dem Radverkehrskonzept:
https://www.radwatch-dresden.de/?id=772 ("Wie komme ich von der Königsbrücker Straße in die Buchenstraße/Rudolf-Leonhard-Straße?")
https://www.radwatch-dresden.de/?id=773 (Qualität und sichere Führung über Anschlussknotenpunkte)
https://www.radwatch-dresden.de/?id=787B (Das Problem - unübersichtliche Führung des Radverkehrs im Haltestellenbereich - wird zwar behoben, aber auf der anderen Seite der Stauffenbergallee erneut geschaffen)

Link zu Vorlage im Ratsinfosystem:
http://ratsinfo.dresden.de/vo0050.php?__kvonr=14982

Link zu Stellungnahme des VCD (Verkehrsclub Deutschland):
https://elbe-saale.vcd.org/der-vcd-in-elbe-saale/sachsen/ortsgruppe-dresden/news/stellungnahme-des-vcd-zur-vorplanung-knoten-koenigsbruecker-strstauffenbergallee-bis-suedlich-fabricestrasse/

Am 27. September 2018 demonstrierte der ADFC Dresden mit einer durch Blumentöpfe provisorisch geschützten Radspur für eine sichere Radverbindung auf der St. Petersburger Straße. Hier kam am 13. August eine Frau auf dem Fahrrad zu Tode, auch vorher schon war der Abschnitt als unsicher bekannt. Der ADFC fordert die Streichung der ca. 100 Parkplätze zugunsten eines sicheren und breiteren Radwegs.

Gleichzeitig hat der ADFC eine Petition gestartet, die die Stadtverwaltung dazu auffordert, auf dem gefährlichen Abschnitt der St. Petersburger Straße unverzüglich sichere Verkehrsbedingungen herzustellen. Nach unseren Informationen untersucht die Stadtverwaltung bereits Lösungsvarianten. Die Fraktion der Grünen hat außerdem einen Antrag in den Stadtrat eingebracht. Bitte unterstützen Sie unsere Petition, die noch bis 9. Oktober mitgezeichnet werden kann.

Unterzeichnen Sie unsere Petition!

Draisinen Wettrennen sm
Quelle: Germanisches Nationalmuseum

Das Fahrrad war schon sehr früh ein großes Thema in Dresden. Lange vor der Erfindung des Autos wurden zahlreiche Fahrräder in Dresden hergestellt und genutzt. Die Urform des Fahrrades - die Laufmaschine (auch Draisine genannt) - wurde zwar in Mannheim im Jahr 1817 erfunden, aber bereits 1818 gab es in Dresden wie wohl kaum anderswo eine intensive Aktivität in der Herstellung und Nutzung von Draisinen.

Insbesondere sind die sportlichen Leistungen eines Herrn Bertholdy dokumentiert. Europaweit wurde über ihn berichtet, z.B. über seine Fahrten zwischen Dresden und Pirna:

"Aus Dresden erfährt man, daß die sogenannten Draisinen die Fahrmaschine welche der Oberforstmeister v. Drais in Mannheim erfunden hat, daselbst auf allen Spaziergängen gesehen werden. Für junge Leute, selbst für ältere, ist es eine wahre Belustigung. Ein gewisser Bertholdi ist damit so geübt, daß er in fünfviertel Stunden nach dem über zwei Meilen entfernten Pirna, auf der sehr guten und graden Chaussee, fährt." [1]

Spätestens im Mai 1818 ist Bertholdy sogar von Dresden nach Leipzig gefahren und hat die Strecke, die "dreyzehn deutsche Postmeilen beträgt, in sieben Stunden zurückgelegt" [2]. Der abgebildete Kupferstich mit dem Untertitel "Draisinen-Wettrennen", der eindeutig die Stadtsilhouette von Dresden erkennen lässt, illustriert wahrscheinlich genau diese, über die Grenzen der Stadt bekannt gewordene Fahrt. Das Bild zeigt auch, dass schon am Anfang des 19. Jahrhunderts der Kindertransport mit dem Fahrrad ein Thema war.

Die Anfänge des Fahrrads, an denen Dresden vor 200 Jahren nicht ganz unbeteiligt war, möchte der ADFC mit einer Jubiläumsfahrt nach Leipzig würdigen. Wir laden aus diesem Anlass alle interessierten ein, mit uns am Abschlusstag der Europäischen Mobilitätswoche am Sonntag, 23.9.2018 nach Leipzig zu fahren. Start ist 10:00 Uhr im Dresdner Stallhof, Augustusstraße, am Rande der Ausstellung "Nachbars Rad" der Fahrrad-Veteranen-Freunde-Dresden. Die Strecke (vsl. Route 133 km, Rückfahrt mit Zug am selben Abend) fahren wir entspannt gemeinsam mit modernen und historischen Fahrrädern. Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitten um Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

fkt 2018Am Wochenende startete der ADFC-Fahrradklima-Test. Auch in Dresden sind alle Radfahrer dazu aufgerufen, die Bedingungen zum Radfahren in der Stadt zu bewerten.

Von der Oberflächenbeschaffenheit über die Qualität der Fahrradmitnahme im ÖPNV, Konflikte mit Fußgängern und Autos bis hin zum Sicherheitsgefühl beim Radfahren: Anhand von 27 Fragen können auch die Dresdner das Fahrradklima bewerten und so ein differenziertes Bild zeichnen, wie es sich in der Landeshauptstadt auf dem Rad anfühlt.

Bitte nehmen Sie am Fahrradklima-Test teil und werben Sie in Ihrem Umfeld dafür, an der großen Fahrrad-Befragung teilzunehmen. Denn je mehr Menschen beim Fahrradklima-Test mitmachen, desto aussagekräftiger sind am Ende die Ergebnisse.

Neuigkeiten und Updates zum ADFC-Fahrradklima-Test postet der ADFC auf Facebook, Instagram und Twitter unter #fkt18 und #radklima. Die Ergebnisse werden ab Frühjahr 2019 auf www.fahrradklima-test.de veröffentlicht.

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Die Pressemitteilungen des ADFC Dresden

Meldungen zu Aktionen des ADFC Dresden

Dresden ist immer noch voll von Baustellen. Während der Autoverkehr bedacht wird, sollen sich Radfahrer einfach in Luft auflösen. Eine Führung durch die Baustelle oder abgesicherte Überleitungen auf die Fahrbahn gibt es so gut wie nie.

Die Unwissenheit der Bauleiter und die Ignoranz der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung erzeugt viel Radfahr-Frust. Diese Sammlung soll zeigen, dass der Wahnsinn Methode hat und es sich nicht um zufällige Einzelfälle handelt.

Sie haben selbst Bilder von aktuellen Baustellen, an denen Sie sich nicht wohl fühlen? Senden Sie sie uns unter Angabe von Straße, Datum und Uhrzeit der Aufnahme an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir veröffentlichen sie dann hier.