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petersburger adfc webAm Montagmorgen wurde auf der St. Petersburger Straße in Höhe des Rundkinos eine 45-jährige Radfahrerin Opfer einer plötzlich geöffneten Autotür. Die Frau fuhr gerade neben einem parkenden Pkw, als sich unvermittelt dessen Tür öffnete. Sie stürzte zur Seite, ein Auto überrollte sie. Mit lebensbedrohlichen Verletzungen kam die Radfahrerin ins Krankenhaus.

"Erst vor wenigen Wochen haben wir auf diesen Sicherheitsmangel auf diesem schmalen Abschnitt der Petersburger Straße hingewiesen." sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs Dresden (ADFC). "Öffnet sich eine Autotür, ist die Gefahr groß, dass man mit dem Rad mitten in den fließenden Verkehr gestoßen wird, da weder zu den parkenden Autos noch zum fließenden Verkehr ausreichend Abstand besteht. Genau das ist am Montag geschehen. Wir brauchen endlich geschützte Radspuren auf der Petersburger Straße."

Der ADFC schlägt vor, den Radverkehr durch eine breite physische Barriere vom Auto- und Schwerlastverkehr abzutrennen und im Bereich der jetzt als Parkplatz genutzten Fläche am Rand der Fahrbahn zu führen (siehe Skizze). Die Fläche des bisherigen Radwegs könnte dann zum Beispiel zu einem Grünstreifen zwischen Fahrbahn und Radspur umgewandelt werden. So fühlen sich Radfahrer sicherer, bleiben im Sichtfeld der Autofahrer und sind davor geschützt, überfahren zu werden.

Jetzt Petition unterzeichen: online www.dresden.de/epetition oder ausdrucken (pdf)

"Zwischen Wiener- und Georgplatz sind die Parkplätze für Radfahrer sehr gefährlich, das hat der Unfall am Montag erneut gezeigt." sagt Nils Larsen. Ein Mangel an Parkmöglichkeiten herrscht indes im Umfeld der Petersburger Straße nicht. Eher im Gegenteil: Allein die Tiefgarage am Wiener Platz hat 730 Parkplätze, von denen meist die Hälfte frei bleiben. Auch in den Parkhäusern bei "Wöhrl" und "Karstadt" sind meist nur die Hälfte der Parkplätze genutzt.

Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain sah indes bisher keine Veranlassung, die Radwege auf der Petersburger Straße sicherer zu machen. "Regelmäßig erreichen uns Berichte über Unfälle oder Beinaheunfälle mit Radfahrern an diesem Straßenabschnitt. Wir sind bestürzt darüber, dass jetzt erneut eine Radfahrerin Opfer der unsicheren Verkehrssituation geworden ist. Für sicheren Verkehr auf zwei Fahrspuren, einen Radfahrstreifen und eine Parkspur pro Richtung fehlt in der St. Petersburger Straße einfach der Platz." sagt Nils Larsen.

Der ADFC fordert daher vom Baubürgermeister, nun schnellstens eine Umplanung des Abschnitts zu veranlassen, auf dem sich täglich mehrere Tausend Radfahrer in Gefahr begeben, von geöffneten Autotüren vom Rad geholt und überfahren zu werden.

Anhang: Prinzipskizze St. Petersburger Straße mit geschützten Radfahrstreifen (pdf)