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Neuer Schutzstreifen und gleichzeitig Aus fürs Radfahren in beide Richtungen auf der Dampferseite

20211005 Terrassenufer 1 Foto ADFC Dresden ES kleinADFC Dresden 12. September 2021: An Dresdens prominentestem Straßenzug ist seit knapp einem Monat ein neuer Radweg markiert. Kommt man vom Landtag, kann man nun durchgängig bis zum Käthe-Kollwitz-Ufer auf einem eigenen Schutzstreifen Rad fahren. Diese Verbesserung ist zwar nur semi-optimal (es wird viel zu eng überholt), aber Mitglieder berichten über möglicherweise geringfügig größere Überholabstände als davor. Baubürgermeister Kühn veranstaltete für die Freigabe sogar eigens einen Pressetermin. Ungünstig nur, dass gleichzeitig mit dem neuen Schutzstreifen der für Radverkehr freigegebene Gehweg auf der anderen Straßenseite nicht mehr in beide Richtungen mit dem Rad befahren werden darf. Eine klare Missachtung des Radverkehrskonzeptes.

Der Dogmatismus der Straßenverkehrsbehörde hat hier also, so ist anzunehmen, wieder einmal volle Arbeit geleistet. Die neue verkehrsrechtliche Situation ist absolut lebensfremd, denn kaum einer der Radfahrer*innen die vom Ostragehege kommend am Theaterkahn auf das Terrassenufer treffen wird, wie jetzt vorgeschrieben, die Straßenseite wechseln und an der Steinstraße dies wiederholen, um dem Elberadweg folgen zu können. Ganz abgesehen davon, dass ein Fahrrad mit Kinderanhänger gar nicht auf die fürs Queren eingerichtete Verkehrsinsel passt.

Nun hört man viel über Wünsche und Vorgaben des Denkmalschutzes (die historische Uferpflasterung betreffend), über Grundstücksgrenzen zwischen Land und Stadt sowie über Breitenvorgaben von Rad- und Fußverkehrsflächen im Regelwerk.

Alles in allem wirkt das Ganze wie eine Regelwerksposse und dies umso mehr, da bisher auf dem Rad-/Fußweg entlang der Dampferanlegestellen keinerlei Unfälle zwischen Passanten und Radfahrer*innen bekannt sind.

Das Terrassenufer im Radverkehrskonzept: hier