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Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 07. Februar 2019
Albert, Carola und Peter wollen endlich Radfahren!

Aktualisierung vom 8.2., 20:15 Uhr: Die Demo startet am Sonntag um 15:00 Uhr am Jorge-Gomodai-Platz mit kurzen Redebeiträgen vom ADFC und den eingeladenen Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen. Wir klären noch, ob sich der Fahrradaufzug um 15:30 Uhr oder 15:45 Uhr in Bewegung setzt. Wir fahren pünktlich 15:30 Uhr los: Einmal entlang der Albertstraße und St. Petersburger Straße bis zum Hauptbahnhof und dann zurück zum Albertplatz. Die Demo ist darauf angelegt, auch kinder- und familienfreundlich zu sein. Ende gegen 16:15 Uhr.

Für den kommenden Sonntag, den 10. Februar 2019, ruft der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Dresden zu einer Fahrraddemonstration auf. "Unter dem Motto 'Albert, Carola und Peter wollen endlich Radfahren!' demonstrieren wir für eine sichere und gut nutzbare Nord-Süd-Route in Dresden" sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden e.V. "Die Demonstration reagiert auch auf den anhaltenden Streit um die verhinderten Radstreifen auf der Albertstraße."

Die Nord-Süd-Route ist für viele Radfahrer ein wichtiger und viel genutzter Weg. Studenten beispielsweise, die in der Neustadt wohnen und zur Uni fahren oder Leute, die südlich der Elbe leben und nördlich der Elbe arbeiten, nutzen diese Strecke jeden Tag“, sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden. Zahlen der Stadt Dresden zeigen, dass im Jahr 2018 über 50% mehr Radfahrer die Carolabrücke passierten als noch 2009. „Umso schockierender ist es, wie sträflich die Albertstraße nun behandelt wird. Der Bau von Radstreifen ist dort mehr als überfällig. Es ist bedauerlich, dass die neue Stadtratsmehrheit scheinbar ein Lieblingsthema gefunden haben: Den Radverkehr verhindern“ ergänzt Gesa Dickert, ebenfalls Mitglied im Vorstand des ADFC Dresden.

Am 24. Januar stoppten Stadträte der CDU, FDP, AfD, NPD und Bürgerfraktion zusammen mit der Stimme des Oberbürgermeisters den Bau von Radsteifen auf beiden Seiten der Albertstraße. Die baureifen Pläne der Stadtverwaltung, die auf eine ADFC-Petition aus dem Jahr 2010 zurückgingen, waren damit vom Tisch. In der darauffolgenden Woche legte der Oberbürgermeister Hilbert jedoch Einspruch gegen den Stadtratsbeschluss ein, weil der Abbruch des bereits begonnenen Vergabeverfahrens rechtswidrig ist. Der Stadtrat wird am 14. Februar erneut über den Antrag abstimmen. Es ist keinenfalls sicher, dass es eine Mehrheit für eine Aufhebung des rechtswidrigen Verhinderungsbeschlusses gibt.

Die Demonstration fordert auch sichere Radstreifen auf der St. Petersburger Straße zwischen dem Wiener Platz und dem Georgplatz. Hier war im August 2018 eine Radfahrerin ums Leben gekommen, als die geöffnete Tür eines parkenden Autos sie vor ein anderes fahrendes Auto stieß. Eine Petition des ADFC mit über 5000 Unterschriften forderte daraufhin, die Parkstreifen an der St. Petersburger Straße zu entfernen. Der Stadtbezirksbeirat der Altstadt unterstützte diesen Vorschlag am 29. Januar mit sehr deutlicher Mehrheit.