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Vor der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 veröffentlich(t)en wir täglich ein ausgewähltes Zitat/Abstimmungsergebnis auf Facebook und auf Twitter.

17. Mai

[Twitter-Direktlink] Mit dem Rad zwischen #Loschwitz und #Blasewitz: Das ist nicht unbedingt vergnügungssteuerpflichtig. Auf der Brücke fehlen #Radwege. Wir haben die Kommunalpolitiker gefragt, ob sie das ändern wollen. Den Mitschnitt unseres Kommunalwahlpodiums finden Sie auf https://vimeo.com/336371461

Sind Sie für Radspuren auf dem Blauen Wunder?

Siegerehrung 13.05.2019 in Messe Dresden
Foto: Dirk Michael

„Frieda & Friedrich“ gewinnt gemeinsam mit 84 weiteren Freien Lastenradinitiativen den 1. Platz in der Kategorie „Service“.

Gemeinsam für die Verkehrswende – das ist das Motto der „Freien Lastenräder“. In Dresden stellt der ADFC seit knapp drei Jahren allen Bürgerinnen und Bürgern Lastenräder kostenlos zur Verfügung. Derzeit stehen acht Lastenräder zur Buchung bereit. Die Idee der Freien Lastenräder startete 2013 mit dem von wielebenwir e.V. initiierten KASIMIR in Köln, dem ersten kostenfreien Lastenrad-Verleih-System. Mittlerweile hat sich das Konzept über die gesamte Bundesrepublik, teils auch schon nach Österreich und Ungarn ausgebreitet; der Zusammenschluss als „Forum Freie Lastenräder” hat das möglich gemacht.
Nun wurde das Projekt am 13.05.2019 auf dem Nationalen Radverkehrskongress in Dresden mit dem Deutschen Fahrradpreis mit dem 1. Platz in der Kategorie „Service“ ausgezeichnet. Der Preis wurde vom Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain überreicht.

ADFC-Podium 2019Dresden wählt. Am 26. Mai wählen die Dresdner einen neuen Stadtrat für die nächsten fünf Jahre. Ob bessere Ampelschaltungen, Komfort-Radrouten oder Fahrradstationen: Die Mehrheiten in der Kommunalpolitik bestimmen ganz wesentlich über die Bedingungen des Radverkehrs mit.

In der Wahlperiode von 2019 bis 2024 wird es vor allem darum gehen, dass der Stadtrat für die Projekte des Radverkehrskonzepts ausreichend Geldmittel bereitstellt und weitere Projekte auf dem Weg zur Fahrradstadt Dresden vorantreibt.

Podium2019

Am 2. Mai diskutierten aus diesem Grund beim ADFC-Podium Gunter Thiele (CDU), Tilo Wirtz (Die Linke), Susanne Krause (Bündnis 90 / Die Grünen), Vincent Drews (SPD), Thomas Ladzinski (AfD), Viola Martin-Mönnich (FDP), und Martin Schulte-Wissermann (Piraten) über die Zukunft des Radverkehrs in Dresden. In der Abschlussrunde sagten mehrere Kandidatinnen und Kandidaten, dass sie positiv überrascht waren, wie viele Gäste zur Podiumsdiskussion gekommen waren. Mit rund 350 Zuhörerinnen und Zuhörern war der große Saal im Verkehrsmuseum voll gefüllt.

Der knapp 90-minütige Mitschnitt der Diskussion steht online zur Verfügung. Im folgenden Beitrag können Sie die in der Veranstaltung gestellten Fragen nachlesen und die jeweiligen Antworten im Video der Veranstaltung ansehen.

MPFR Demo 2019 500Einen Tag vor der Eröffnung des Nationalen Radverkehrskongresses in Dresden sind in Dresden 1270 Menschen unserem Aufruf gefolgt. Aus allen vier Himmelsrichtungen kamen Demozüge und vereinigten sich am Pirnaischen Platz zu einem großen Fahrrad-Strom, der noch ein paar Schleifen durch die Stadt drehte.

Die Demo stand unter dem ADFC-Motto #MehrPlatzFürsRad. Gesa Dickert, Vorstand im ADFC Dresden betonte ihre Sorge vor einem Rollback der Dresdner Verkehrspolitik nach der Kommunalwahl. ADFC-Geschäftsführer Konrad Krause ergänzte: "Wir wollen keine weiteren Sonntagsreden, wir wollen kein weiteres Vertrösten." Nach Konzepten, Versprechungen und ganz viel Klein-Klein müssen nun endlich Lücken in der Radinfrastruktur geschlossen und der Radverkehr sicher gemacht werden.

Am 26. Mai wählen die Dresdner einen neuen Stadtrat. Dies gilt auch als Richtungswahl für oder gegen mehr Radverkehr in der Stadt.

DNN: Sternfahrt für fahrradfreundliche Verkehrspolitik
MDR: Fahrraddemo für mehr Sicherheit in Dresden

MehrPlatzFursRad KarteDer ADFC lädt am Sonntagnachmittag, 12. Mai zur großen Fahrraddemo mit dem Motto #MehrPlatzFürsRad ein. Wir starten im Norden, Süden, Osten und Westen der Stadt und fahren dann in einem großen Fahrrad-Korso im Zentrum.

Startpunkte und -zeiten

Die vier Zubringer-Demos starten ab 13:15 Uhr, die große gemeinsame Demo um 15:00 Uhr:

Wir legen Wert darauf, dass die Demos kinder- und familienfreundlich sind und fahren daher nur 10-11 km/h (bei der Nordzubringer-Demo auch schneller/langsamer wegen größerer Höhenunterschiede).

Hintergrund der Demo

ADFC MehrPlatzFürsRad

Gerade in den letzten Monaten hat Dresden die Wiederkehr einer längst überholt geglaubten Verkehrspolitik erlebt. Und es hat sich gezeigt, dass eine konsequente Förderung der aktiven Fortbewegung für einige Akteure der Stadt überhaupt keine Selbstverständlichkeit ist. So wurden die Radwege auf der Albertstraße, die inzwischen schon fertig wären, von FDP mit dem Oberbürgermeister, AfD, CDU, Bürgerfraktion und NPD gekippt und zahlreiche rückwärtsgewandte Initiativen gestartet: die Radwege auf dem Zelleschen Weg sollen schmaler geplant werden, Autos sollen weiterhin über die Augustusbrücke donnern, und die Autoparkplätze auf der St. Petersburger Straße sind der oben genannten Stadtratsfraktionen offenbar wichtiger als Menschenleben. Der Luftreinhalteplan wurde um einige wichtige Maßnahmen geschwächt und enthält z.B. nicht mehr den Lösungsansatz, den Fahrbahnquerschnitt des Blauen Wunders zugunsten des Radverkehrs umzugestalten (M15). Aber auch die Maßnahmen M1, M7 und M13, die den Bau von neuen Autoparkplätzen etwas aufbremsen sollten, wurden ohne Ersatz gestrichen. Ebenso die illegalen und für die Elberadwegnutzer gefährlichen Parkplätze unter dem Blauen Wunder sollen legalisiert werden.

Insgesamt erhärtet sich der Eindruck, dass sich manche Bürger allein durch den Bau von neuen Radwegen eingeschränkt fühlen.

2019 komm wahl podium 1Am vergangenen Donnerstag diskutierten beim ADFC-Podium Gunter Thiele (CDU), Vincent Drews (SPD), Susanne Krause (Bündnis 90 / Die Grünen), Thomas Ladzinski (AfD), Viola Martin-Mönnich (FDP), Martin Schulte-Wissermann (Piraten) und Tilo Wirtz (Die Linke) über die Zukunft des Radverkehrs in Dresden. Moderiert wurde die über zweistündige Diskussion von Niklas Schietzold. In der Abschlussrunde sagten mehrere Kandidatinnen und Kandidaten, dass sie positiv überrascht waren, wie viele Gäste zur Podiumsdiskussion gekommen waren.

Keyvisual 348x178 bunt75% der Dresdner fühlen sich beim Rad fahren in der Stadt gefährdet. Seit 2012 hat sich die wahrgenommene Gefährdung in Dresden sogar verschlimmert. Dies zeigen die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests, den der ADFC am 9. April öffentlich vorstellte. Nicht nur das Sicherheitsgefühl bewerten die Dresdner kritisch: 82% fühlen sich mit dem Rad auch an Baustellen unzureichend geschützt, 73% sehen sich durch Hindernisse auf Radwegen gefährdet. 80% der Dresdner werden regelmäßig auf der Straße von Autofahrenden bedrängt, 85% wünschen sich ein härteres Vorgehen gegen Falschparker. Nur 11% empfinden die Ampelschaltungen für Radfahrer in der Stadt als fahrradfreundlich. Gleichzeitig fühlen sich nur 13% der Dresdner Radfahrenden als gleichwertige Verkehrsteilnehmer akzeptiert. Deutlich besser als den sächsischen Durchschnitt bewerten die Dresdner dagegen die Fahrradmitnahme in Bus und Bahn und die Verfügbarkeit von Leihfahrrädern. Hier liegt die Zufriedenheit bei 50 bzw. 85%.

Auszug aus Pressemittelung des ADFC Dresden e.V. vom 24. März 2019

Am Dienstagmorgen, 26. März, kontrollierte die Polizei Sachsen am Schlesischen Platz Verkehrsteilnehmer/innen und hat den ADFC Dresden e.V. zur Begleitung der Kontrolle eingeladen. Bei diesem Ort handelt es sich um den Unfallschwerpunkt in Dresden, wo jährlich die meisten Radfahrer/innen verletzt werden.

 "Weil es am Schlesischen Platz so häufig kracht, ist es genau richtig, den Verkehr dort zu kontrollieren. Wir freuen uns, dass die Polizei Sachsen diese Stelle ausgesucht hat. Hoffentlich ist das es ein Zeichen dafür, dass die Polizei nun systematischer und fokussierter als bisher die Ursachen von Radverkehrsunfällen bekämpft," sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden e.V.

Podium2019Zur Kommunalwahl am 26. Mai 2019 entscheiden Sie auch, wie es in Dresden mit dem Radverkehr weitergeht. Viele Jahre stand das Fahrrad am Rand der Verkehrsplanung und der Ausbau der Straßen nach den Gesichtspunkten des Autoverkehrs hatte oberste Priorität.

In der kommenden Wahlperiode von 2019 bis 2024 wird es vor allem darum gehen, dass der Stadtrat für die zahlreichen Projekte des Radverkehrskonzepts ausreichend Geldmittel bereitstellt und weitere Projekte auf dem Weg zur Fahrradstadt Dresden vorantreibt.

Der ADFC Dresden begleitet diesen Prozess kritisch-konstruktiv und hat für die nächste Wahlperiode konkrete Ziele formuliert, vom Radwegewart über eine kinderfreundliche Verkehrsplanung bis zu Radschnellwegen. Ob Dresden zu einer Fahrradstadt wird, oder ob das Fahrrad in den Hintergrund tritt, dafür sind die politischen Verhältnisse im Stadtrat von großer Bedeutung.

Der ADFC lädt Sie ein, am 2. Mai 19 Uhr mit den Kandidaten zur Kommunalwahl im Verkehrsmuseum über die politischen Schwerpunkte für den Radverkehr in Dresden zu diskutieren. Als Medienpartner haben wir Dresden Fernsehen gewonnen. Der Eintritt ist frei.

Nähere Informationen finden Sie unter: https://www.adfc-dresden.de/ziele

Wie jedes Jahr organisiert der ADFC eine Menge Radtouren von kurz bis lang RTP Titel 2019und gemütlich bis anspruchsvoll. Alle, egal ob Mitglied oder Gast sind eingeladen mitzukommen. Los geht es am 07.04.2019 mit dem traditionellen Anradeln. Bereits am Mittwoch dem 03.04.2018 startet auch unser beliebtes Abendradeln um 18:00 Uhr am Goldenen Reiter.

Das vollständige Programm kann man sich im Internet herunterladen oder im Terminkalender nachschlagen. Das gedruckte Programm liegt in der Geschäftsstelle aus. Wer möchte kann auch gern ein paar Exemplare mehr mitnehmen und in der Stadt auslegen. Dazu laden wir Euch zu unserem Verteilfrühstück am 23.03.2019 ab 10:00 Uhr in die ADFC Gechäftsstelle ein.

Neben den vielfältigsten Tagestouren an den Wochenenden haben wir auch wieder einige Mehrtagestouren im Programm.

  • Vom 17.-19.05.2018 führt Michael eine Wochenendtour  „2 Tage von Berlin nach Dresden“ Anmeldeschluss: 15.04.2019
  • Vom 21.-23.06.2019 führt Bernd eine „Mehrtagestour nach Böhmen“. Anmeldeschluss: 30.04.2019
  • Vom 03.-06.10.2019 könnt Ihr Kerstin und Sylke auf einer Mehrtagesstour in Polen im „Hirschberger Tal und auf der Flas-Granit-Route“ begleiten. Anmeldeschluss: 01.07.2018

Anmelden kann man sich ab sofort bei den Tourenleitern. Fast alle anderen Touren sind wie immer anmeldefrei.

AlbertstrasseDemo2019

Am 10. Februar 2019 sind 628 Bürgerinnen und Bürger dem Aufruf des ADFC Dresden gefolgt und demonstrierten für mehr Platz für's Rad auf der Albertstraße, Carolabrücke und der St. Petersburger Straße.

Eingeladen zu einem kurzen Statement hatten wir alle Fraktionschefs im Stadtrat (CDU, FDP, Bürgerfraktion, AfD, SPD, Grüne, Linke) und sind sehr enttäuscht, dass es von der CDU, FDP, Bürgerfraktion und AfD nicht mal eine Rückmeldung gab. Diese Fraktionen wollen das Radverkehrsprojekt auf der Albertstraße verhindern und womöglich an vielen anderen Stellen in der Stadt dafür sorgen, dass nichts für den Radverkehr passiert.

Wir danken für die Redebeiträge der Linken, Grünen, der SPD und den Piraten.

Am Donnerstag, 14. Februar entscheidet der Stadtrat noch mal über den rechtswidrigen Beschluss, das Vergabeverfahren für den Bau der Radverkehrsstreifen abzubrechen. Es ist zu befürchten, dass die "Koalition gegen den Radverkehr" den Beschluss bestätigt. Dann wird es ein Fall für die Kommunalaufsichtsbehörde, denn der Stadtrat darf laut Hauptsatzung nichts Rechtswidriges beschließen. Wir hoffen, dass ein Umdenken stattfindet, und stehen für Dialog zur Verfügung.

Einladungsbild zur Demo (c) Jens Besser
Grafik: Jens Besser
Unter dem Motto "Albert, Carola und Peter wollen endlich Radfahren!" demonstrieren wir für eine sichere und gut nutzbare Nord-Süd-Route. Wir sind für mehr Platz für das Rad auf dieser wichtigen Verbindung, die nach Zahlen der Stadt Dresden im Jahr 2018 von über 50% mehr Radfahrer im Vergleich zu 2009 genutzt wurde! In der Albertstraße fordern wir seit der ADFC-Petition aus dem Jahr 2010 auf beiden Seiten der Straße gut nutzbare, sichere und direkt geführte Radfahrstreifen. Auf der St. Petersburger Straße zwischen Wiener und Georgplatz fordern wir eine andere, sichere Radverkehrsführung, die nicht zwischen parkenden Autos und eng überholenden Autos eingequetscht ist (ADFC Petition vom Jahr 2018). Außerdem setzen wir uns für die Schaffung regelkonformer Radverkehrsanlagen auf der Carolabrücke ein.

Fahrraddemo am Sonntag, 10. Februar
Treff um 15:00 Uhr am Jorge-Gomodai-Platz/Einmündung Hauptstraße in den Albertplatz.
Pünktlich 15:30 Uhr fahren wir von dort bis zum Hauptbahnhof und wieder zurück.
Zwischen 16:00 und 16:15 endet die Demo am Albertplatz am Arthesischen Brunnen ("Nudelturm")

Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 07. Februar 2019
Albert, Carola und Peter wollen endlich Radfahren!

Aktualisierung vom 8.2., 20:15 Uhr: Die Demo startet am Sonntag um 15:00 Uhr am Jorge-Gomodai-Platz mit kurzen Redebeiträgen vom ADFC und den eingeladenen Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen. Wir klären noch, ob sich der Fahrradaufzug um 15:30 Uhr oder 15:45 Uhr in Bewegung setzt. Wir fahren pünktlich 15:30 Uhr los: Einmal entlang der Albertstraße und St. Petersburger Straße bis zum Hauptbahnhof und dann zurück zum Albertplatz. Die Demo ist darauf angelegt, auch kinder- und familienfreundlich zu sein. Ende gegen 16:15 Uhr.

Für den kommenden Sonntag, den 10. Februar 2019, ruft der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Dresden zu einer Fahrraddemonstration auf. "Unter dem Motto 'Albert, Carola und Peter wollen endlich Radfahren!' demonstrieren wir für eine sichere und gut nutzbare Nord-Süd-Route in Dresden" sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden e.V. "Die Demonstration reagiert auch auf den anhaltenden Streit um die verhinderten Radstreifen auf der Albertstraße."

Die Nord-Süd-Route ist für viele Radfahrer ein wichtiger und viel genutzter Weg. Studenten beispielsweise, die in der Neustadt wohnen und zur Uni fahren oder Leute, die südlich der Elbe leben und nördlich der Elbe arbeiten, nutzen diese Strecke jeden Tag“, sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden. Zahlen der Stadt Dresden zeigen, dass im Jahr 2018 über 50% mehr Radfahrer die Carolabrücke passierten als noch 2009. „Umso schockierender ist es, wie sträflich die Albertstraße nun behandelt wird. Der Bau von Radstreifen ist dort mehr als überfällig. Es ist bedauerlich, dass die neue Stadtratsmehrheit scheinbar ein Lieblingsthema gefunden haben: Den Radverkehr verhindern“ ergänzt Gesa Dickert, ebenfalls Mitglied im Vorstand des ADFC Dresden.

Am 24. Januar stoppten Stadträte der CDU, FDP, AfD, NPD und Bürgerfraktion zusammen mit der Stimme des Oberbürgermeisters den Bau von Radsteifen auf beiden Seiten der Albertstraße. Die baureifen Pläne der Stadtverwaltung, die auf eine ADFC-Petition aus dem Jahr 2010 zurückgingen, waren damit vom Tisch. In der darauffolgenden Woche legte der Oberbürgermeister Hilbert jedoch Einspruch gegen den Stadtratsbeschluss ein, weil der Abbruch des bereits begonnenen Vergabeverfahrens rechtswidrig ist. Der Stadtrat wird am 14. Februar erneut über den Antrag abstimmen. Es ist keinenfalls sicher, dass es eine Mehrheit für eine Aufhebung des rechtswidrigen Verhinderungsbeschlusses gibt.

Die Demonstration fordert auch sichere Radstreifen auf der St. Petersburger Straße zwischen dem Wiener Platz und dem Georgplatz. Hier war im August 2018 eine Radfahrerin ums Leben gekommen, als die geöffnete Tür eines parkenden Autos sie vor ein anderes fahrendes Auto stieß. Eine Petition des ADFC mit über 5000 Unterschriften forderte daraufhin, die Parkstreifen an der St. Petersburger Straße zu entfernen. Der Stadtbezirksbeirat der Altstadt unterstützte diesen Vorschlag am 29. Januar mit sehr deutlicher Mehrheit.

 

3000stes MitgliedDer ADFC Dresden konnte am 20. Dezember 2018 sein 3000. Mitglied begrüßen. Im Verlauf des Jahres waren 428 Personen in den Verein eingetreten. Damit ist die Fahrradlobby einer der größten eingetragenen Vereine der Stadt.

Das Jubiläumsmitglied ist die 31-jährige Odette Busch, die gemeinsam mit ihrem Mann Christoph und ihrem einjährigen Sohn eingetreten ist. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Dresden nutzt das Rad für alle täglichen Wege und möchte mit ihrer Mitgliedschaft die Fahrradlobby in der Stadt unterstützen. Vorstandsmitglied Gesa Dickert überreichte der Familie einen Blumenstraß und eine Fahrradklingel mit der Einschrift "3000. Mitglied im ADFC Dresden".

Bundesweit hat der ADFC mehr als 175.000 Mitglieder, in Sachsen sind es über 5600. Das durchschnittliche ADFC-Mitglied in Dresden ist 44 Jahre alt, 41% aller Dresdner Mitglieder sind jünger als 40 Jahre. Der Verein setzt sich vor Ort für eine fahrradfreundliche, sichere und komfortable Verkehrsplanung ein.

Auch im Januar 2019 haben ungewöhnlich viele Menschen entschieden, dem ADFC in Dresden beizutreten, und somit ist unser Verein bis 1. Februar auf 3100 Mitglieder gewachsen.

Eine Einzelmitgliedschaft im ADFC kostet 56€ jährlich, der Mitgliedsbeitrag für unter 27-jährige liegt bei 33€. Darüber hinaus bietet der ADFC Haushalts- und Familienmitgliedschaften für 68€ im Jahr an.

2019 Nils Stadtrat AlbertstrEs ist über acht Jahre her, dass der ADFC Dresden eine Petition für Radstreifen auf beiden Seiten der Albertstraße initiierte. Im Auftrag des damals von CDU und FDP dominierten Petitionsausschusses erarbeitete die Stadtverwaltung eine Lösung, die nun zur Ausführung kommen sollte. Umso überraschender war es, dass CDU, FDP und die Bürgerfraktion einen Antrag für die Stadtratssitzung am 24. Januar 2019 einbrachten, der einen sofortigen Stopp der Planungen an den Radwegen forderte. Mit Unterstützung der AfD-Fraktion fand dieser Antrag eine Mehrheit im Stadtrat: Damit sind die für das Jahr 2019 vorgesehenen Bebauungspläne vorerst gestoppt worden. Die neue Stadtratsmehrheit torpediert damit ihre eigenen Beschlüsse aus der vorhergehenden Legislaturperiode. Besonders absurd: Auch Oberbürgermeister Hilbert stimmte gegen die Radwegplanung seiner eigenen Stadtverwaltung. Hätte er gegen den Roll-Back-Antrag gestimmt, hätte dieser keine Mehrheit gefunden.

Albertstraße ReisezeitPressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 16.01.2019

ADFC Dresden e.V. kritisiert Vorstoß der neuen Stadtratsmehrheit zur Albertstraße

Im Dezember 2018 haben die Bürgerfraktion sowie die Fraktionen der FDP und der CDU ihren ersten verkehrspolitischen Antrag nach dem Ende der rot-rot-grünen Mehrheit im Dresdner Stadtrat eingebracht. Ziel des Antrags ist es, im letzten Moment den Bau von Radfahrstreifen auf der Albertstraße zu verhindern. Die Anlage von Radfahrstreifen auf der Albertstraße geht auf einen einstimmigen Beschluss des Petitionsausschusses von 2011 zurück. Demnach sollte die Albertstraße rechts und links je 2 Meter breite Radfahrstreifen sowie eine direkte Anbindung an den Außenring des Albertplatzes erhalten. Eine Fahrspur vom Carola- zum Albertplatz sollte dafür wegfallen.

Wie die Stadtverwaltung den Stadträten zur letzten Sitzung des Bauausschusses im Januar zeigte, wird der Autoverkehr wegen der wegfallenden Spur lediglich eine einzige Sekunde langsamer. Doch das ficht die Räte von CDU, FDP, Bürgerfraktion und AfD offenbar nicht an. Sie stimmten im Bauausschuss und im Finanzausschuss gegen die seit über sieben Jahren geplanten Radfahrstreifen.

„Dass CDU, FDP, Bürgerfraktion und AfD die 2011 von allen Stadtratsfraktionen beschlossenen Radspuren nun zum Symbolprojekt der rot-rot-grüner Politik umdeuten, irritiert mich sehr.“ sagt Nils Larsen, Dresdner ADFC-Vorstand.

Eine Untersuchung des ADFC zeigt, dass der Radverkehr durch die Streifen auf derselben Strecke um 2:25 Minuten schneller wird (siehe Skizze): Während man mit dem Rad aktuell auf der vorgesehenen legalen Route vom Albertplatz über die Hauptstraße und Sarrasanistraße zum Carolaplatz ca. 3:52 Minuten braucht, verkürzt sich die Fahrzeit mit Radfahrstreifen auf ca. 1:27 Minuten. Autofahrer kostet das eine Sekunde.  „CDU, FDP, Bürgerfraktion und AfD sind dabei einen Fehler zu machen, denn was sie hier machen ist das Gegenteil von ihrer Ankündigung, neue, ideologiefreie Sachpolitik zu betreiben!“ zeigt sich ADFC-Vorstand Larsen verärgert.

2019 ist das Jahr der Kommunalwahl in Dresden. Umso interessanter, zurückzublicken auf das letzte Jahr. Wo konnten 2018 Sicherheitsdefizite für den Radverkehr behoben werden? Wo hat sich immer noch nichts bewegt? Was konnte der ADFC in der Stadt erreichen? Wir haben es zusammengefasst.

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An gefährlichen und stark befahrenen Landstraßen fehlen in Sachsen Radwege. An der Staatsstraße 81 ist deshalb im Dezember ein Mensch ums Leben gekommen, der Dresdner Schulamtsleiter Falk Schmidtgen. Angehörige haben daher Ende des Jahres eine Petition gestartet. Ziel der Petition ist es, dass der Freistaats Sachsen an der S 81 zwischen Weinböhla und Dresden schnellstens die Planungen für einen Radweg aufnimmt und alles erforderliche in die Wege leitet, damit an der stark befahrenen Staatsstraße ein Radweg gebaut werden kann. Beim Bau der S 81 im Jahr 2011 wurde ein Radweg für entbehrlich gehalten - mit fatalen Folgen.

Der ADFC unterstützt diese wichtige Petition, die inzwischen schon über 2000 Unterzeichner hat. Bitte unterstützen auch Sie dieses wichtige Anliegen mit Ihrer Unterschrift! Danke.

Petition für einen Radweg an der S 81

Mit Aktualisierung vom 04.01.2019 (siehe unten)

Im Januar 2019 wird es auf dem Elberadweg in Dresden wieder einen Skiweltcup geben. Dafür wird der Elberadweg auf der Neustädter Seite vom 7. bis 24. Januar zwischen Glockenspielpavillon und Carolabrücke gesperrt sein. Selbst im Winter befahren den Elberadweg auf diesem Abschnitt täglich ca. 2.000-3.000 Menschen mit dem Rad. Er ist nicht nur von touristischer Bedeutung, sondern für viele der alltägliche Weg zu Arbeit, Studium oder Schule. Daher hatte sich der ADFC im letzten Jahr gegenüber dem Veranstalter, der Stadtverwaltung und der Kommunalpolitik für eine bessere Umleitung für den Radverkehr eingesetzt und rechtliche Schritte geprüft, gegen eine solche Sperrung vorzugehen. Dieser Artikel fasst alle relevanten Aspekte der Sperrung zusammen und zeigt auf, wie es weitergeht.

Umleitung 2019 STA
Umleitung Skiweltcup 2019. Quelle: Straßen- und Tiefbauamt

Am Donnerstag, 20. Dezember ist der Veranstalter des Ski-Weltcups mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit getreten, in der die finale Radweg-Umleitung vorgestellt wird. In der Pressemitteilung wird behauptet, dass Veranstalter, Straßen- und Tiefbauamt und ADFC die Umleitung gemeinsam abgestimmt hätten. Das ist nicht der Fall. Der ADFC Dresden hätte einer solchen Radweg-Umleitung auch nicht zugestimmt. Tatsächlich erfuhr der ADFC Dresden von den genauen Umleitungsplänen erst aus den Medien.

Dass der Veranstalter und das Straßen- und Tiefbauamt nun mit einer unabgesprochenen Umleitung in die Öffentlichkeit geht, irritiert uns sehr. Bei der aktuell kommunizierten Umleitung handelt es sich nicht um eine gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club gefundene Lösung.

Auch der Stadtratsbeschluss zum Skiweltcup 2019, nach dem eine sichere und leistungsfähige Umleitung gefunden werden soll, ist damit nicht erfüllt. Grafiken, die in der Sächsischen Zeitung veröffentlicht wurden, zeigen die von der Stadt geplante Umleitung (Link: https://www.saechsische.de/zickzack-zum-ziel-beim-skiweltcup-5015000.html). Diese Radweg-Umleitung ist weder sicher noch komfortabel. Sie beinhaltet große Umwege, enge Wegstrecken und die Kreuzung der Großen Meißner Straße. Bei einer engen Zusammenarbeit mit dem ADFC wäre es nicht zu einer solchen Umleitung gekommen.

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Die Pressemitteilungen des ADFC Dresden

Meldungen zu Aktionen des ADFC Dresden

Dresden ist immer noch voll von Baustellen. Während der Autoverkehr bedacht wird, sollen sich Radfahrer einfach in Luft auflösen. Eine Führung durch die Baustelle oder abgesicherte Überleitungen auf die Fahrbahn gibt es so gut wie nie.

Die Unwissenheit der Bauleiter und die Ignoranz der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung erzeugt viel Radfahr-Frust. Diese Sammlung soll zeigen, dass der Wahnsinn Methode hat und es sich nicht um zufällige Einzelfälle handelt.

Sie haben selbst Bilder von aktuellen Baustellen, an denen Sie sich nicht wohl fühlen? Senden Sie sie uns unter Angabe von Straße, Datum und Uhrzeit der Aufnahme an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir veröffentlichen sie dann hier.