TPL_BEEZ2_NAV_VIEW_SEARCH

TPL_BEEZ2_NAVIGATION

MehrPlatzFursRad KarteDer ADFC lädt am Sonntagnachmittag, 12. Mai zur großen Fahrraddemo mit dem Motto #MehrPlatzFürsRad ein. Wir starten im Norden, Süden, Osten und Westen der Stadt und fahren dann in einem großen Fahrrad-Korso im Zentrum.

Startpunkte und -zeiten

Die vier Zubringer-Demos starten ab 13:15 Uhr, die große gemeinsame Demo um 15:00 Uhr:

Wir legen Wert darauf, dass die Demos kinder- und familienfreundlich sind und fahren daher nur 10-11 km/h (bei der Nordzubringer-Demo auch schneller/langsamer wegen größerer Höhenunterschiede).

Hintergrund der Demo

ADFC MehrPlatzFürsRad

Gerade in den letzten Monaten hat Dresden die Wiederkehr einer längst überholt geglaubten Verkehrspolitik erlebt. Und es hat sich gezeigt, dass eine konsequente Förderung der aktiven Fortbewegung für einige Akteure der Stadt überhaupt keine Selbstverständlichkeit ist. So wurden die Radwege auf der Albertstraße, die inzwischen schon fertig wären, von FDP mit dem Oberbürgermeister, AfD, CDU, Bürgerfraktion und NPD gekippt und zahlreiche rückwärtsgewandte Initiativen gestartet: die Radwege auf dem Zelleschen Weg sollen schmaler geplant werden, Autos sollen weiterhin über die Augustusbrücke donnern, und die Autoparkplätze auf der St. Petersburger Straße sind der oben genannten Stadtratsfraktionen offenbar wichtiger als Menschenleben. Der Luftreinhalteplan wurde um einige wichtige Maßnahmen geschwächt und enthält z.B. nicht mehr den Lösungsansatz, den Fahrbahnquerschnitt des Blauen Wunders zugunsten des Radverkehrs umzugestalten (M15). Aber auch die Maßnahmen M1, M7 und M13, die den Bau von neuen Autoparkplätzen etwas aufbremsen sollten, wurden ohne Ersatz gestrichen. Ebenso die illegalen und für die Elberadwegnutzer gefährlichen Parkplätze unter dem Blauen Wunder sollen legalisiert werden.

Insgesamt erhärtet sich der Eindruck, dass sich manche Bürger allein durch den Bau von neuen Radwegen eingeschränkt fühlen.

Deswegen demonstrieren wir für #MehrPlatzFürsRad. Wir sind für eine Stadt, in der alle Bürgerinnen und Bürger jedes Alters bequem und sicher ihre täglichen Ziele erreichen können, für eine Stadt, wo Eltern ihre Kinder ohne Angst laufen und fahren lassen können. Wir sind für allgemeines Tempo 30 mit Ausnahmen nur an ganz wenigen Straßen. Wir sind für breite Radwege statt günstiger Parkplätze und für übersichtliche statt zugeparkte Kreuzungen. Wir sind für Straßen für alle statt Privilegien für Wenige. Für mehr Menschlichkeit im Verkehr und weniger Blech. Wir wollen Voraussetzungen schaffen, dass sich viel mehr Menschen fürs Radfahren und Zufußgehen entscheiden und sich dadurch der Besitz und die Nutzung privater Autos - und die ganzen negativen Folgen davon - auf ein Minimum reduzieren.

Stadtteilbezogene Forderungen

Neben dem Hauptziel der Demo - #MehrPlatzFürsRad - und den Zielen des ADFC für 2019-2025 thematisieren wir mit der Demo folgende Forderungen:

  • WEST: Flanieren auf dem Boulevard Kesselsdorfer Straße
    Im Westen der Stadt wird zur Zeit die Haltestelle Tharandter Str. autofrei mit Radverkehrsanlagen ausgebaut. Für die Haltestelle Bünaustraße ist dies ebenfalls in Planung. Beim Abschnitt zwischen der Wernerstraße und Rudolf-Renner-Straße ist jedoch ein vierspuriger Ausbau beschlossen worden. Wir fordern Boulevard-Charakter mit breiteren Radwegen.

  • OST: Sicher per Rad die Elbe queren im Dresdner Osten
    Vor bereits 18 Jahren wurde im Stadtrat eine sichere Radquerung des Blauen Wunders beschlossen. Seitdem ist nichts passiert. Im neuen Luftreinhalteplan ist explizit die Maßnahme gestrichen worden, wonach aus einer Fahrbahn zwei Radfahrstreifen gemacht werden sollten. Dabei hätte eine sichere und komfortable östliche Elbquerung für Radfahrer großes Potential, Autoverkehr auf den Radverkehr zu verlagern. Wir fordern, dass die Hüblerstraße endlich für den Radverkehr in Richtung Blaues Wunder freigegeben wird.

  • SÜD: Mit dem Fahrrad zur Vorlesung
    Auf dem Zelleschen Weg sollen zukünfig Straßenbahnen rollen und Studenten zur Universität bringen. Viele Studenten nutzen aber auch das Fahrrad für den Weg zur Vorlesung. Die bisherige beschlossene Planung sieht breitere Radwege und schmalere Fahrbahnen für den Autoverkehr vor. Die jetzige Stadtratsmehrheit möchte diese Planung kippen und den Autos mehr Platz einräumen.

  • NORD: Schnell und bequem zur Arbeit im Dresdner Norden
    Im Norden haben große Arbeitgeber wie Infineon, Globalfoundries & Bosch ihren Sitz. Viele Arbeitnehmer möchten daher bequem mit dem Rad zur Arbeit fahren. Weixdorfer, Klotzscher, Langebrücker und Hellerauer wollen wiederum schnell, sicher und komfortabel ins Dresdner Zentrum fahren. Wir fordern daher einen Radschnellweg vom Norden in die Neustadt und einen Radweg von Langebrück nach Klotzsche, der auch bei Dunkelheit und Regen passierbar ist.

TPL_BEEZ2_ADDITIONAL_INFORMATION