Verkehrspolitik
Die verkehrspolitischen Themen des ADFC-Dresden
Aktion "Und wo steht Ihr Rad?"
Wie Sie sicher gemerkt haben, fehlen am Bahnhof Dresden-Neustadt und am Hauptbahnhof sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Räder die falsch parken, werden teils sogar von der Deutschen Bahn AG entfernt.
ADFC, Verkehrsclub Deutschland und die Initiative Pro Bahn fordern an beiden Bahnhöfen die Errichtung einer Fahrradstation und die kurzfristige Schaffung von je 150 zusätzlichen Abstellmöglichkeiten. Weder die Bahn noch die Stadt Dresden fühlen sich wirklich verantwortlich und verweisen immer wieder aufeinander.
Deshalb laden wir dazu ein, sich bei der Stadt und der Bahn zu beschweren und die Errichtung zusätzlicher Fahrradparkmöglichkeiten und / oder einer Fahrradstation zu fordern. Fordern Sie außerdem eine Antwort und erkundigen Sie sich nach dem Stand aktueller Planungen. Hier haben wir dafür einige Adressen für Sie aufbereitet. Außerdem können Sie dem Stadtplanungsamt unsere vorbereitete Postkarte schreiben. Leserbriefe an Zeitungen in der Stadt tragen ebenfalls dazu bei, eine öffentliche Diskussion zu entfachen oder am Laufen zu halten.
Kontaktadressen
Zeitungen
- Sächsische Zeitung, Leserbriefe: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
- Dresdner Neueste Nachrichten, Leserbriefe: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Stadträte
- CDU-Fraktion im Stadtrat
- Fraktion Die Linke im Stadtrat
- Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat
- SPD-Fraktion im Stadtrat
- FDP-Fraktion im Stadtrat
- Bürgerbündnis / Freie Bürger-Fraktion im Stadtrat
Stadtverwaltung
- Oberbürgermeisterin Helma Orosz
- Baubürgermeister Jörn Marx
- Stadtplanungsamt Dresden
- Die Radverkehrsbeauftragte der Stadt Dresden
Deutsche Bahn
Der ADFC ist ein gemeinnütziger Verein. Wir wollen Dresden zur Fahrradstadt machen. Die Bedingungen dafür sind eigentlich nicht schlecht. Gemeinsam schaffen wir es, städtische Verkehrsplanungen im Sinne des Radverkehrs zu verbessern. Dazu arbeiten wir mit Politikern und der Stadtverwaltung zusammen. Viele Mängel werden nur deswegen beseitigt, weil wir darauf hinweisen und Druck machen.
Einige Erfolge des ADFC Dresden
- 1998: Radwege auf beiden Seiten der Autobahnbrücke
- 2005: Doppelt so viele Abstellbügel wie ursprünglich geplant am Bahnhof Neustadt
- März 2005: Stadtrat beauftragt ein Radverkehrskonzept
- Juli 2005: Ernennung eines Radverkehrsbeauftragten der Stadt
- 2005: Öffnung zahlreicher Einbahnstraßen und Sackgassen
- Juni 2008: ADFC sammelt über 2000 Unterschriften für den Ausbau des Elberadwegs zwischen Pillnitz und Dresden-Neustadt
- Juli 2009: ADFC übergibt Petition mit 1700 Unterschriften für einen fahrradfreundliche Sanierung der Königsbrücker Straße an Baubürgermeister Jörn Marx (CDU)
- April 2010: ADFC sucht gemeinsam mit VVO und DVB nach fehlenden Fahrradständern an Haltestellen
- August 2010: Auf der Leipziger Straße dürfen Radfahrer zwischen Molebrücke und Antonstraße die Fahrbahn benutzen
- Januar 2011: Öffnung weiterer Einbahnstraßen für den Radverkehr
- Sommer 2011: Durch Verhandlungen des ADFC mit Stadt und Veranstalter ist es nun Radfahrern erlaubt, durch die Filmnächte am Elbufer zu fahren
- September 2011: Der Stadtrat beschließt die Asphaltierung des rechtselbischen Elbradwegs zwischen Saloppe und Loschwitz. Damit hat nach drei Jahren die Petition des ADFC zum fahrradfreundlichen Ausbau des Elbradwegs an dieser Stelle noch Erfolg.
- 2012: Fahrradstadtplan
Im Jahr 2005 hatte der Dresdner Stadtrat beschlossen, dass Dresden ein Radverkehrskonzept bekommen soll. Eine systematische Herangehensweise an die Planung und den Bau von Radrouten, die Ausschilderung eines Netzes und die systematische Beseitigung von Schachstellen - in anderen Städten ist das normal - in Dresden sollte es nun endlich losgehen. Doch das Konzept stand auf der Prioritätenliste sehr lange ganz unten.
2007 wurde dem ADFC ein Entwurf des Konzepts gezeigt, jedoch mit fachlichen Mängeln. Die geplanten Routen des Radkonzepts greifen oft zu kurz: Eine Entmischung von Rad- und Fußverkehr findet kaum statt, Konflikte sind vorprogrammiert.
Auch macht das Konzept keine Verbesserungsvorschläge für die zahlreichen für Radfahrer gefährlichen Kreuzungen in der Innenstadt. Mehr dazu können Sie lesen in der ausführlichen Stellungnahme des ADFC zum Radverkehrskonzept Innenstadt (s.u.). Der ADFC hat bereits 2007 auf diese gravierenden Mängel hingewiesen.
Der Stadtrat hatte im März 2005 auch beschlossen, dass im Radverkehrskonzept Vorschläge für Fahrradparkplätze (Ist-Zustand, Bedarf, Prioritätenliste) und Standards für Radverkehrsanlagen erarbeitet werden sollen. Beides kommt im jetzt vorgelegten Konzept nicht vor.
Dennoch: Sehr viele der aufgelisteten Maßnahmen sind dringend nötig. Nun müssen konkrete Investitionen folgen. Der ADFC Dresden hofft, dass der Stadtrat das Konzept nicht im Giftschrank verschwinden lässt, sondern es durch gezielte Investitionen mit Leben erfüllt. Außerdem ist jetzt der Zeitpunkt, ein Konzept für das gesamte Stadtgebiet zu erarbeiten und die Änderungen der StVO-Novelle einzuarbeiten. Auch das hat der Stadtrat schon 2005 beschlossen.
Vor der Kommunalwahl am 7. Juni hat der ADFC die zur Wahl stehenden Parteien und Gruppen unter dem Motto "Stadtrat für Radstadt?" zu einer Diskussion eingeladen. Wir veröffentlichen nun das Protokoll der Veranstaltung. Nutzen Sie die Aussagen der Politiker als Entscheidungshilfe für Ihre Wahlentscheidung! Wir werden die Politiker in den nächsten Jahren an die im Protokoll festgehaltenen Versprechen erinnern.
Weiterlesen: ADFC-Forum zur Kommunalwahl 2009 - die Ergebnisse
Nach der Kommunalwahl von 2004 lösten die Verkehrspolitiker der Stadtratsfraktionen ihr Versprechen ein und trafen sich beim ADFC im Umweltzentrum. Thema des Treffens waren die Schwierigkeiten und Chancen des Radverkehrs und welchen Einfluss die Politik nehmen kann.
Es stellten sich folgende Hauptprobleme heraus
Auf dem Weg zu einem fahrradfreundlichen Dresden?
Dresden steht vor der Wahl. Wir hoffen, dass nicht nur ein unsäglich mit Emotionen behaftetes Brückenbauwerk den Wahlkampf zum neuen Oberbürgermeister bestimmen wird. Es gibt noch sehr wichtige andere Themen und die Frage "Wie weiter mit dem Radverkehr" ist eine davon.
Zeit für uns Radfahrer, Resümee zu ziehen. Hat sich seit der letzten Wahl etwas geändert? Zeit für uns, unsere Positionen und Forderungen an den neuen OB zu formulieren. Zeit, zu diskutieren.
Weiterlesen: Erwartungen des ADFC an den neuen Oberbürgermeister
Seit Jahrzehnten immer wieder diskutiert und verworfen, Millionen Euro an Planungsmitteln verbraucht und nun offiziell genehmigt: der Bau der Waldschlößchenbrücke an der schönsten Stelle Dresdens.
Wir als ADFC wollen die Brücke nicht. Sie ist unverhältnismäßig teuer, belastet Wohngebiete und Innenstadt mit zusätzlichen Autoverkehr, zerstört weltberühmte Blicke auf die Elbhänge und ist ein Überbleibsel der überkommenen Ideologie einer autogerechten Stadt.
Als demokratischer Verein respektieren wir aber auch Mehrheiten. Eine solche hat sich in Dresden für eine Elbquerung ausgesprochen. Eine, von der es hieß, sie passe in die Landschaft und sei verträglich mit dem UNESCO-Schutzstatus "Welterbe der Menscheit".
Dieses Versprechen fordern wir ein: Einen Kompromiss, der den Welterbetitel erhält und trotzdem allen Anforderungen gerecht wird, auch denen des Radverkehrs!
Positionspapier zur Wahl
{mosimage}Anfang 2004 veröffentlichten wir ein Positionspapier zur Kommunalwahl um den Entscheidungsträgern Hilfen zu geben, bestehende Probleme der Radfahrer zu erkennen und sie zu beheben.
Politiker und der Radverkehr - Diskussionsveranstaltung vor der Kommunalwahl 2004
Vor der Kommunalwahl veranstaltete der ADFC dazu eine öffentliche Diskussionen mit den Vertreter der zur Wahl stehenden Parteien und Gruppen. Die Zusammengestellten Aussagen der Podiumsdiskussion vom 4. Mai 2004 sind hier zu nachzulesen. Sie sollte einerseits Entscheidungshilfe für die Wahl sein, andererseits werden sich die Politiker nach der Wahl an ihren Aussagen messen lassen müssen.
- Protokoll der Diskussionsveranstaltung - Vor der nächsten Wahl Nachlesen und Nachprüfen!
Plauen
liegt dort, wo der kleinen Fluss Weißeritz die Stadtgrenze von Dresden
erreicht. Das Unterdorf erstreckt sich entlang des Flusses, der beim
Hochwasser 2004 große Schäden angerichtet hat. Ein schöner Ort, doch
die alten Häuser verfallen, weil die Zukunft des Ortsteils bisher unklar war.
Die Plauener wollen hier einen verkehrsberuhigten Bereich mit Cafés und
Flanierweg. Die Stadt und die konservative Stadtratsfraktion wollen
dagegen eine neue Auto-Verbindung zwischen Freital und der Innenstadt.
Der ADFC hat sich auf die Seiten der Plauener gestellt und setzt
sich auch für den Erhalt der Bienertstraßenbrücke ein, die eine
attraktive autoarme Radfahrverbindung über den Fluss bietet. Das
Engagement hat Erfolg: Zusammen mit den Anwohnern wurde eine
stadtverträgliche Lösung gefunden.Die Hofmühlenstraße wird zudem
verkehrsberuhigt.
{mosimage}Im März 2001 wurde vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Dresden e.V. (ADFC), dem Fußgängerschutzverein FUSS e.V. Ortsgruppe Dresden und dem Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) Ortsgruppe Dresden zusammen das Handlungskonzept Verkehr erarbeitet. Anhand konkreter Fallbeispiele von Verkehrssituationen in Dresden wurden grundlegende Forderungen zur Verbesserung der Situation des Umweltverbundes aufgestellt.
Ziel dieses Papiers ist, dass bei allen Verkehrsplanungen in der Stadt im Ergebnis eine Verbesserung der Sicherheit, der Freizügigkeit und der Verkehrsqualität für Fußgänger, Radfahrer und Fahrgäste des öffentlichen Verkehrs erreicht wird. Die Vorschläge des Papiers sollen Politik, Verwaltung und allen Interessierten dazu Anregungen und Hinweise geben.



