Baustelle der Woche
Dresden ist immer noch voll von Baustellen. Während der Autoverkehr bedacht wird, sollen sich Radfahrer einfach in Luft auflösen. Eine Führung durch die Baustelle oder abgesicherte Überleitungen auf die Fahrbahn gibt es so gut wie nie.
Die Unwissenheit der Bauleiter und die Ignoranz der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung erzeugt viel Radfahr-Frust. Diese Sammlung soll zeigen, dass der Wahnsinn Methode hat und es sich nicht um zufällige Einzelfälle handelt.
Sie haben selbst Bilder von aktuellen Baustellen, an denen Sie sich nicht wohl fühlen? Senden Sie sie uns unter Angabe von Straße, Datum und Uhrzeit der Aufnahme an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . Wir veröffentlichen sie dann hier.
Geschrieben von: KK Donnerstag, den 26. August 2010 um 16:55 Uhr
Unbeeindruckt von allen Regelwerken versteht es die Dresdner Stadtverwaltung, Radfahrer und Fußgänger gemeinsam auf einen 80cm breiten Geh- und Radweg abzudrängen. Dass man den Radverkehr im Fall dieser Baustelle nicht auf die Straße ausweichen lässt, spricht wirklich Bände. Glaubt man wirklich, auf diese Weise zur Sicherheit der Fußgänger beizutragen? Glaubt man wirklich, mit solch einer Verkehrsführung zu erreichen, dass die Menschen vom Auto aufs Fahrrad umsteigen?
Im Falle der Kesselsdorfer gibt es glücklicherweise demnächst noch eine gute Nachricht...
Update:
In der Zwischenzeit hat die Stadt die Beschilderung geändert. Radfahrer müssen nun auf die Straße, der Radweg ist auf Grund der Baustelle zwischen Malterstraße und Bühnaustraße inzwischen aufgelöst.
Geschrieben von: KK Dienstag, den 17. November 2009 um 19:11 Uhr
Seit 2007 wird an der Eisenbahnbrücke neben dem Neustädter Bahnhof gebaut. Eine Ende ist auf Monate nicht abzusehen. Im Abstand von jeweils einigen Monaten wird eins der Brückenelemente abgerissen. Für die erforderliche Baufreiheit wird dann für je ein Wochenende die komplette Brückendurchfahrt gesperrt. Soweit ist das nachvollziehbar.
Nicht nachvollziehbar ist aber, dass seit dem Baustart der stark
frequentierte, Zweirichtung-Rad-Fußweg keinen akzeptablen
provisorischen
Belag erhält.
Weiterlesen: Baustelle des Jahrzehnts (nach der Brücke, natürlich)
Geschrieben von: KK Samstag, den 24. Oktober 2009 um 16:10 Uhr
Wie schon viele Male zuvor, hat es die Stadt wieder einmal geschafft, eine Baustelle völlig Fachgerecht abzusperren.
Radfahrer haben genug Platz, werden sicher um die Baustelle herumgeführt, müssen nicht absteigen und auch keinen Verkehrszeichen ausweichen, die zufällig mitten auf dem Weg stehen.
So sehen "Fahrradhighways" aus. In Dresden aber nicht. Hier ist immer alles ganz besonders anders.
Geschrieben von: KK Montag, den 31. August 2009 um 18:20 Uhr
Seit einiger Zeit wird die Bautzner Straße Richtung Bühlau ausgebaut. Diese Straße ist auch eine wichtige Verbindung für Radfahrer Richtung Bühlau, Weißig und Ullersdorf. Während der Bauphase, die noch bis November andauern soll, ist die Strecke ersatzlos für den Radverkehr gesperrt.
Die Dresdner Stadtverwaltung, verantwortlich für die Organisation solcher Baustellen, sieht scheinbar keinen Handlungsbedarf: Eine Umleitung für Radfahrer gibt es nicht. Reagiert die Stadtspitze so darauf, dass immer mehr Menschen in Dresden mit dem Rad fahren?
Update: Nach unserem Hinweis und zahlreichen Beschwerden betroffener Radfahrer hat die Stadtverwaltung das Verbotsschild weggeräumt.
Geschrieben von: KK Mittwoch, den 03. Dezember 2008 um 21:10 Uhr
Immer wieder sind die Kollegen vom Straßen- und Tiefbauamt so freundlich, unbescholtene Radfahrer ohne vorherige Ankündigung in Situationen zu bringen, bei denen niemand mehr genau weiß, wie ein korrektes Wohlverhalten im Straßenverkehr aussehen kann.
Um die Resonanz ...
Geschrieben von: SN Donnerstag, den 17. Juli 2008 um 18:55 Uhr
Über die Baustelle unter der Eisenbahnbrücke hatten wir ja schon mehrfach berichtet. Da der rechtsseitige Fußweg in Richtung Antonstraße derzeit vollständig gesperrt ist, werden Fußgänger vorzeitig mit einem Absperrgitter darauf hingewiesen die Straßenseite zu wechseln. Nur warum muss dafür der Radweg gesperrt werden? Und was machen Fußgänger, die zur Eisenbahnstraße nach rechts abbiegen wollen?
Geschrieben von: SN Donnerstag, den 17. Juli 2008 um 18:27 Uhr
Letztes Wochenende wurde der Fahrbahnbelag auf der Radeburger Straße, Höhe Meinholdtstraße, ausgetauscht, Der Kfz-Verkehr wurde auf eine Fahrspur begrenzt. Auch dem Radverkehr wurde eine Spur weggenommen, nur dass es hier die einzige Spur ist. Ein Vorbeikommen an dem aufgestellten Schild ist ohne Absteigen auf dem schmalen Weg nicht möglich. Und während die Bauarbeiten am Montag Geschichte waren, steht das Schild heute (am Donnerstag) immer noch da.
Geschrieben von: SN Donnerstag, den 17. Juli 2008 um 10:08 Uhr
Es wird am Dr.-Külz-Ring gebaut und der Radfahrstreifen endet einfach so. Zwar muss man nicht wie anderswo über den Bordstein fahren um die Fahrt auf der normalen Fahrbahn fortzusetzen, aber eine Aufhebung der Trennlinie wäre schön, weil man sich dann normal einfädeln könnte (Reißerschlussverfahren). Das wurde vor einiger Zeit z. B. an der Wilsdruffer Straße so gemacht.
Geschrieben von: KK Mittwoch, den 04. Juni 2008 um 12:57 Uhr

Wieder einmal haben wir einen Hinweis bekommen. Baustellen sind nach wie vor für Radfahrer ein Problem, oder sind die Radfahrer das Problem und immer nur im Weg...?
Dresden Budapester Straße in Höhe der Haltestelle "Chemnitzer Straße": Weil hier gebaut wird, müssen Radfahrer eben mal sehen, wo sie bleiben. Nachts ist die Baustelle nicht zu sehen, weil unbeleuchtet, am Tage soll man scheinbar über die Wiese oder durch die Haltestelle fahren.
Die Dresdner Stadtverwaltung, verantwortlich für die Organisation solcher Baustellen, sieht scheinbar keinen Handlungsbedarf: Eine Umleitung für Radfahrer gibt es nicht.
Geschrieben von: SN Donnerstag, den 29. Mai 2008 um 10:42 Uhr
Wie es aussieht, werden derzeit am Albertplatz die Auflagen des Gerichtsvergleichs am Albertplatz umgesetzt (siehe Speiche 02/2008). Der Fuß- und Radweg ist ohne erkennbare Alternative voll gesperrt. Und da mich gestern noch ein weiterer Falschparker behinderte, gilt jenen die heutige Meldung.
Geschrieben von: KK Donnerstag, den 17. April 2008 um 11:57 Uhr
Auf der Hauptalle aus dem großen Garten kommend, kreuzt man die Karcherallee
und fährt geradewegs auf die Winterbergstraße. Als Bestandteil der
beschilderten Radroute Ost-West hat man an dieser Stelle den aus dem Großen
Garten kommenden Radfahrern sogar eine Ampel und einen neuen Fahrradrouten-Wegweiser hingestellt.
Nun wird an diesem Platz ("An der Pikardie") aber gebaut, und zwar so, dass
die gesamte Front zum Großen Garten "gesperrt" ist und die beiden
Ampel-Querungen nicht nutzen kann. Wo man stattdessen langfahren
könnte, und vor allem wo man die Karcherallee dann queren kann, bleibt
im Dunkeln.
Die Baustellenzäune waren wegen dem Baubetrieb zum Glück offen, sodass man
durchfahren kann. Angesichts der Gefährdung und des spitzen Schotters zur
Verfüllung der Baugrube ist das offenbar aber nicht so gedacht. An
Offroad-Schlammfahrten sind die Großen-Garten-Durchquerer aber sowieso
gewöhnt, da kann diese letzte Stelle dann als Abschlusswertung gesehen
werden.
Geschrieben von: JB Donnerstag, den 10. April 2008 um 01:54 Uhr
Die Baustellensaison startet wieder und damit das Kabinett des Grauens. Wer vom letzten Jahr noch die Baustelle am Bahnhof Neustadt kennt und sich immer wieder erneut geärgert hat, der wird das erste Schmankerl dieses Jahres als reizende Steigerung empfinden. Dazu aus einer Mail an den ADFC Dresden
Geschrieben von: KK Dienstag, den 20. November 2007 um 14:16 Uhr
Die Absicherung der Dresdener Baustellen der aktuellen Woche läßt vermuten, dass inzwischen ein harter behördeninterner Kampf um den Titel "Baustelle der Woche" entbrannt ist. Die Entscheidung fiel uns diesesmal wirklich nicht leicht, aber der 1. Preis geht diese Woche an den neuen Radweg auf dem Lenneplatz. Hier gelang es mühelos mehrere etwa 50 cm breite Löcher auf dem nebenliegenden Gehweg mit 2,50 m breiten Absperrgittern zu sichern so, dass die Unbenutzbarkeit des Radweges garantiert wird - eine einfache Lösung für ein komplexes Problem.
Geschrieben von: JB Montag, den 05. November 2007 um 10:25 Uhr
Auf dem Radweg steht ein Zaun ohne Reflektoren - abends nicht zu sehen. Viel Spaß beim Reinfahren!
Die hier völlig unproblematische Fahrbahn wird Radfahrern verboten. Wieso?
Der schmale Radweg auf der anderen Seite wird Zweirichtungsgeh- und -radweg. Schon für normale Radfahrer viel zu eng, wie sollen sich erst Radfahrer und Rollstuhlfahrer oder gar zwei Radfahrer mit Kinderanhänger begegnen?
Das einzig Richtige wäre, Radfahrer auf die Fahrbahn zu leiten. Bei Tempo 30 für Autofahrer ist das kein Problem. Aber nein, nicht in Dresden. Wer mit dem Auto fährt, den darf man nicht bremsen!
Geschrieben von: SN Montag, den 01. Oktober 2007 um 22:39 Uhr
Weiterlesen: Dresden, Hansastraße, 29. September 2007, 16:25
Geschrieben von: KK Mittwoch, den 19. September 2007 um 09:00 Uhr
Selbst, wenn keine Baustellen die Durchfahrt behindern, sind manche Radwege eine Zumutung. An der Karcherallee kann man ein Beispiel dafür finden. Auf der einen Straßenseite geht es durch Matsch und auf der anderen wird man, für abbiegende Autos unsichtbar, hinter Bäumen versteckt (siehe Bild). Bei jeder Einmündung stellt sich die Frage erneut, ob man wirklich nicht von einem Autofahrer übersehen wurde. Diese Frage, nicht energisch genug gestellt, kann leicht zum Verlust der Gesundheit oder des ganzen Lebens führen.
Und dann gibts dieser Tage als Bonus noch eine Dresden-typische Radweg-Baustelle dazu.
Geschrieben von: KK Freitag, den 14. September 2007 um 09:00 Uhr
Offensichtlich geht der Schild-Bestand an "Radfahrer absteigen" und "Radweg Ende" - Schildern in der Landeshauptstadt zur Neige. Und so behilft man sich mit dem Schild "Verbot für Fahrzeuge aller Art". Der Umstand, dass offenbar die "Radfahrer absteigen"-Schilder alle sind, wäre eigentlich Anlaß zu Hoffnungen gewesen, dass nun eine vernünftige Verkehrsführung zustande kommt. Doch wir werden wohl weiter hoffen müssen. Denn Radfahrer sind auch an der Baustelle des Lennéplatzes auch weiterhin sich selbst überlassen. Für die Fußgänger, insbesondere für Menschen mit Kinderwagen und Rollstühlen, wurde extra ein Hindernisparcours aus Schotter eingerichtet.
Geschrieben von: KK Freitag, den 14. September 2007 um 09:00 Uhr
Auch an der Kesselsdorfer Straße (übrigens Teil der "Radroute Nord-Süd") war eine sinnvolle Führung des Radverkehrs nicht möglich. Nicht einmal zu einem Schild hat es gereicht.
Dass dieser Radweg auch im Normalfall schon kein Vergnügen ist (führt durch Haltestellen, Wartebereiche von Fußgängern und direkt an parkenden Autos vorbei), macht die Sache nicht gerade besser.
Geschrieben von: KK Freitag, den 07. September 2007 um 09:00 Uhr
Der Radweg war zunächst eine Woche lang kommentarlos zugestellt. Seit dem 10.August ist nun ein kleines Hinweisschild "Radfahrer absteigen" angebracht (aus ca. 1 m Entfernung lesbar), seitdem bis heute keine Veränderung der Situation, keine Vorwarnhinweise und keine Möglichkeit, den Radweg fahrend zu verlassen (hohe Bordsteinkante, parkende Autos), Konflikte zwischen Fahrradfahrern und Fußgängern vorprogrammiert oder gewünscht(?).
Obwohl dieser Radweg nicht benutzt werden muss (kein blaues Radwegschild) sollte die Stadt doch darauf achten, dass auch Radfahrer den Wunsch haben, voran zu kommen. Ein sicherer Übergang auf die Straße ist sicherlich nicht zuviel verlangt.
Geschrieben von: KK Freitag, den 31. August 2007 um 09:00 Uhr
Endlich wird das marode Stück der Radverkehrshauptroute vor der Carolabrücke erneuert. Doch während der Bauzeit sollen Radfahrer und Fußgänger einen knapp 150 cm engen Schotterweg benutzen. Fahrräder sollen selbstverständlich geschoben werden.
Niemand kommt auf die Idee, die Baustelle so zu planen, dass sie auch wirklich benutzt werden kann: alte Leute, Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen werden im Schotter kaum voran kommen. Eigentlich könnte jeder Planer schon vorher ahnen, dass Schotter kein geeigneter Belag für einen städtischen Weg ist.
Mit dem Fahrrad darf man bei dieser Beschilderung übrigens die Fahrbahn benutzen. Mehr dazu hier
Geschrieben von: KK Freitag, den 24. August 2007 um 09:00 Uhr
Zwischen Baum und tiefem, tiefem Kraut...
...fährt man mit dem Fahrrad. Nicht, dass es schon genügen würde, dass man auf Radwegen immer mal ungewollt durch die Botanik unterwegs ist - in erstaunlicher Regelmäßigkeit muss man sich aus der Botanik auch wieder herauskämpfen: Radweg Ende!
Damit Autofahrer möglichst nichts von der Baustelle mitbekommen, werden Radfahrer bis unmittelbar vor die Baustelle auf dem Radweg belassen, was dazu führt, dass sie dann an der Baustelle auf Abwege kommen (und den Gehweg befahren). Natürlich ist das nicht erlaubt, aber eine wirkliche Alternative dazu ist auch nicht vorgesehen. So kann man Verkehrserziehung natürlich auch betreiben.
Geschrieben von: KK Dienstag, den 21. August 2007 um 09:00 Uhr
Geschrieben von: KK Freitag, den 17. August 2007 um 09:00 Uhr
Freiberger Straße, am World Trade Center:
Wieder eine Stelle, wo das Schild "Radfahrer bitte fliegen" passender wäre. Übrigens: der benutzungspflichtige Radweg, der hier beendet wird, fängt erst 100 Meter vorher an. Wäre es nicht vielleicht möglich gewesen, die Radfahrer erst gar nicht auf den Radweg, sondern gleich an der Baustelle vorbei zu leiten?
Und, wie in den meisten Fällen werden auch hier wieder Radfahrer dazu erzogen, auf dem Gehweg zu fahren.
Geschrieben von: KK Freitag, den 10. August 2007 um 09:00 Uhr
| Tja: Dresden und die Brücken. Anstatt die Albertbrücke und ihre maroden Gehwege endlich zu reparieren, werden Baken aufgestellt, die den ohnehin schon engen Geh- und Radweg noch enger machen. Radfahrer sind laut gültiger Rechtsprechung dazu gezwungen, etwa 80cm Abstand zu Fußgängern zu halten. Da dies auf dieser Brücke nur auf der Autofahrbahn möglich ist, ist es wohl langsam Zeit, das Radweg-Schild abzuschrauben. Und erst recht für Fußgänger ist der derzeitige Zustand unhaltbar. |
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