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Wir wünschen allen Besuchern unserer Webseite ein schönes neues Jahr, wenig Eisglätte und wenn schon welche, dann wenigstens ohne Unfälle.

Das Bild wurde in Kopenhagen aufgenommen und zeigt ein dort typisches Christiania Lastenrad samt typischem Weihnachtsbaum. Mehr über die Kopenhagener Fahrradkultur gibt es unter cycleliciousness.blogspot.com

Unfallschwerpunkte an Radwegen werden nicht ausgebessert

Pressemeldung des ADFC Dresden

Erneut ist in Dresden eine Radfahrerin durch ein abbiegendes Fahrzeug schwer verletzt worden. Wir fordern seit Jahren, Unfallhäufungspunkte in dieser Stadt sicherer zu machen, so Konrad Gähler, Verkehrsexperte beim Dresdner ADFC. Aber selbst bei Neubauten, wie der Antonstraße oder der Tiergartenstraße rangiere die Flüssigkeit des Autoverkehrs vor Sicherheitsbelangen von Fußgängern und Radfahrern.

Und so kommt es immer wieder vor, dass Radfahrer, die auf dem Radweg unterwegs sind, von Autofahrern übersehen würden. "Radfahrer müssen immer für den Kraftverkehr sichtbar sein, dann sind sie auch sicher. Autofahrer, die einen Radfahrer nicht oder erst zu spät sehen können, werden ihm auch keine Vorfahrt gewähren. Das ist das Problem vieler Radwege in Dresden." Wenige gute Beispiele, wie die Grunaer Straße zeigen, dass es auch anders geht in Dresden.

Baustelle Lennéplatz - Ungesicherter Zaun mittem auf dem Radweg

Die Absicherung der Dresdener Baustellen der aktuellen Woche läßt vermuten, dass inzwischen ein harter behördeninterner Kampf um den Titel "Baustelle der Woche" entbrannt ist. Die Entscheidung fiel uns diesesmal  wirklich nicht leicht, aber der 1. Preis geht diese Woche an den neuen Radweg auf dem Lenneplatz. Hier gelang es mühelos mehrere etwa 50 cm breite Löcher auf dem nebenliegenden Gehweg mit 2,50 m breiten Absperrgittern zu sichern so, dass die Unbenutzbarkeit des Radweges garantiert wird - eine einfache Lösung für ein komplexes Problem.

Baustelle Könneritzstrasse

Auf dem Radweg steht ein Zaun ohne Reflektoren - abends nicht zu sehen. Viel Spaß beim Reinfahren!

Die hier völlig unproblematische Fahrbahn wird Radfahrern verboten. Wieso?

Der schmale Radweg auf der anderen Seite wird Zweirichtungsgeh- und -radweg. Schon für normale Radfahrer viel zu eng, wie sollen sich erst Radfahrer und Rollstuhlfahrer oder gar zwei Radfahrer mit Kinderanhänger begegnen?

Das einzig Richtige wäre, Radfahrer auf die Fahrbahn zu leiten. Bei Tempo 30 für Autofahrer ist das kein Problem. Aber nein, nicht in Dresden. Wer mit dem Auto fährt, den darf man nicht bremsen!

Ein Radweg - ist ein Fuß-Radweg - ist ein Fußweg...diese Logik wurde in Dresden in den letzten 10 Jahren leider oft deutlich.

Ort: Wir fahren den Elberadweg, Europas beliebtesten Fernradweg, von der Carolabrücke bis zur Augustusbrücke (Terrassenufer).Wo ist da Fahren erlaubt? In welcher Richtung und wo ist Radwegbenutzungspflicht?

Richtig - die einladende Rampe führt uns an der Brühlschen Terrasse auf einen: "Fußweg/Radfahrer frei". Kurz vor der Augustusbrücke beginnt dann nach einer abermaligen Rampe ein "Radfahrstreifen", der ab hier gepflastert und benutzungspflichtig ist. Dieses Pflaster soll nun nach dem Willen der Hauptabteilung Mobilität (HaMob) gegen Asphalt getauscht werden. Laut einer Antwort auf Beschwerden ist die zugehörige Planung gerade in der Anhörung laut § 45 StVO.

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Auch an der Unterführung der B170 am Bahnhof Dresden Neustadt wird derzeit gebaut. Der bisherige Radweg ist beidseitig in "Fußweg, Fahrrad frei" umgewandelt worden. Wer keine Lust hat Schrittgeschwindigkeit zu fahren, sollte also auf die Straße wechseln, was mangels gesicherter Einfädelung auf die Fahrbahn keinen Spaß macht. Man mag sich vielleicht damit trösten, dass es eine solche ja bisher auch nicht gab und man beim Einfädeln jetzt wenigstens freie Sicht nach hinten hat, wenn man in Richtung Innenstadt möchte. Vorn an der Kreuzung mit der Antonstraße ist diese ja durch die Pfeiler stark eingeschränkt.

Pressemitteilung ADFC Dresden e.V.

ADFC und Polizei kontrollieren Radfahrer ohne ordentliches LichtDer ADFC Dresden e.V. hat in Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei und der Selbsthilfewerkstatt Radschlag e.V. am Montag, 1. Oktober 2007 zwischen 20.00 und 22.30 Uhr eine Verkehrskontrolle für Radfahrer durchgeführt. Radfahrende, die in dieser Zeit am Sachsenplatz in Nord- oder Südrichtung fuhren, wurden angehalten, wenn keine oder unzureichende Beleuchtung am Fahrrad vorhanden war.

Licht ans Rad!Damit Sie im Winter nicht einrosten, sondern auch in der "dunklen" Jahreszeit ihr Rad nutzen, geben wir Ihnen die Möglichkeit, Ihr Fahrrad winterfit zu machen.

Wann?    6. Oktober, 11-15 Uhr
Wo?       Dr.-Külz-Ring/Altmarktgalerie

Vor Ort:

ADFC Dresden: Infos zum Radfahren in der dunklen Jahreszeit

Selbsthilfewerkstatt Radschlag: Soforthilfe-Werkstatt

Verkehrswacht Dresden: Fahrradcodierung

BUND: Infos zum Einkaufen mit dem Rad

Sie und Ihr Rad sind herzlich eingeladen! 

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Selbst, wenn keine Baustellen die Durchfahrt behindern, sind manche Radwege eine Zumutung. An der Karcherallee kann man ein Beispiel dafür finden. Auf der einen Straßenseite geht es durch Matsch und auf der anderen wird man, für abbiegende Autos unsichtbar, hinter Bäumen versteckt (siehe Bild). Bei jeder Einmündung stellt sich die Frage erneut, ob man wirklich nicht von einem Autofahrer übersehen wurde. Diese Frage, nicht energisch genug gestellt, kann leicht zum Verlust der Gesundheit oder des ganzen Lebens führen.

Und dann gibts dieser Tage als Bonus noch eine Dresden-typische Radweg-Baustelle dazu.

Nach zahlreichen Protesten (auch des ADFC), mehreren Zeitungsartikeln und Gesprächen mit dem Radverkehrsbeauftragten wird nun die Radverkehrsführung an der Flügelwegbrücke umgebaut. Radfahrer, die von Cotta aus über die Hamburger Straße wollen, werden dazu bald nicht mehr den Fußweg benutzen müssen. Bisher ging die Fahrt mitten durch ein Haltestellenhäuschen, was immer wieder zu Konflikten mit wartenden Fahrgästen führte. Nun bekommt der Radverkehr eine eigene Spur auf der Fahrbahn.

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Offensichtlich geht der Schild-Bestand an "Radfahrer absteigen" und "Radweg Ende" - Schildern in der Landeshauptstadt zur Neige. Und so behilft man sich mit dem Schild "Verbot für Fahrzeuge aller Art". Der Umstand, dass offenbar die "Radfahrer absteigen"-Schilder alle sind, wäre eigentlich Anlaß zu Hoffnungen gewesen, dass nun eine vernünftige Verkehrsführung zustande kommt. Doch wir werden wohl weiter hoffen müssen. Denn Radfahrer sind auch an der Baustelle des Lennéplatzes auch weiterhin sich selbst überlassen. Für die Fußgänger, insbesondere für Menschen mit Kinderwagen und Rollstühlen, wurde extra ein Hindernisparcours aus Schotter eingerichtet.

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Auch an der Kesselsdorfer Straße (übrigens Teil der "Radroute Nord-Süd") war eine sinnvolle Führung des Radverkehrs nicht möglich. Nicht einmal zu einem Schild hat es gereicht.

Dass dieser Radweg auch im Normalfall schon kein Vergnügen ist (führt durch Haltestellen, Wartebereiche von Fußgängern und direkt an parkenden Autos vorbei), macht die Sache nicht gerade besser. 

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Der Radweg war zunächst eine Woche lang kommentarlos zugestellt. Seit dem 10.August ist nun ein kleines Hinweisschild "Radfahrer absteigen" angebracht (aus ca. 1 m Entfernung lesbar), seitdem bis heute keine Veränderung der Situation, keine Vorwarnhinweise und keine Möglichkeit, den Radweg fahrend zu verlassen (hohe Bordsteinkante, parkende Autos), Konflikte zwischen Fahrradfahrern und Fußgängern vorprogrammiert oder gewünscht(?).

Obwohl dieser Radweg nicht benutzt werden muss (kein blaues Radwegschild) sollte die Stadt doch darauf achten, dass auch Radfahrer den Wunsch haben, voran zu kommen. Ein sicherer Übergang auf die Straße ist sicherlich nicht zuviel verlangt.

Rad- und Autofahren scheint etwas besonderes zu sein. Alltagstätigkeiten schaffen es normalerweise nicht, die Gefühle so in Wallung zu bringen wie wenn sich Menschen berädert auf der Straße begegnen.

Dort entwickelt sich mitunter ein eigenartiger Gerechtigkeitsinn. Die Fahrer fühlen sich emotionsgeladen als Opfer, Richter und als Strafvollzieher gleichermaßen. Emotionen sind immer gut zu missbrauchen. In Wien schießt sich die konservative Volkspartei auf Radfahrer ein (Radrowdys ), um bei Autofahrern zu punkten.

In der konservativen Zeitung Die Presse ruft die Journalisten Sibylle Hamann zur Gelassenheit auf. Sie erklärt auf angenehm ruhige Art, was schiefläuft auf den Straßen. Einen Text, der so gut ist, dass wir ihn euch nicht vorenthalten wollen:

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Endlich wird das marode Stück der Radverkehrshauptroute vor der Carolabrücke erneuert. Doch während der Bauzeit sollen Radfahrer und Fußgänger einen knapp 150 cm engen Schotterweg benutzen. Fahrräder sollen selbstverständlich geschoben werden. 

Niemand kommt auf die Idee, die Baustelle so zu planen, dass sie auch wirklich benutzt werden kann: alte Leute, Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen werden im Schotter kaum voran kommen. Eigentlich könnte jeder Planer schon vorher ahnen, dass Schotter kein geeigneter Belag für einen städtischen Weg ist.

Mit dem Fahrrad darf man bei dieser Beschilderung übrigens die Fahrbahn benutzen. Mehr dazu hier

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Zwischen Baum und tiefem, tiefem Kraut...

...fährt man mit dem Fahrrad. Nicht, dass es schon genügen würde, dass man auf Radwegen immer mal ungewollt durch die Botanik unterwegs ist - in erstaunlicher Regelmäßigkeit muss man sich aus der Botanik auch wieder herauskämpfen: Radweg Ende!

Damit Autofahrer möglichst nichts von der Baustelle mitbekommen, werden Radfahrer bis unmittelbar vor die Baustelle auf dem Radweg belassen, was dazu führt, dass sie dann an der Baustelle auf Abwege kommen (und den Gehweg befahren). Natürlich ist das nicht erlaubt, aber eine wirkliche Alternative dazu ist auch nicht vorgesehen. So kann man Verkehrserziehung natürlich auch betreiben.

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Und wieder ein Radwegende, das nicht wirklich sinnvoll gelöst ist. Die metallene Trennlinie zwischen Radstreifen und Autofahrbahn provoziert geradezu Stürze und ist besonders für ältere und ängstliche Radfahrer ein deutlicher Hinweis: ihr seid hier nicht erwünscht...

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Freiberger Straße, am World Trade Center:

Wieder eine Stelle, wo das Schild "Radfahrer bitte fliegen" passender wäre. Übrigens: der benutzungspflichtige Radweg, der hier beendet wird, fängt erst 100 Meter vorher an. Wäre es nicht vielleicht möglich gewesen, die Radfahrer erst gar nicht auf den Radweg, sondern gleich an der Baustelle vorbei zu leiten?

Und, wie in den meisten Fällen werden auch hier wieder Radfahrer dazu erzogen, auf dem Gehweg zu fahren. 

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Tja: Dresden und die Brücken. Anstatt die Albertbrücke und ihre maroden Gehwege endlich zu reparieren, werden Baken aufgestellt, die den ohnehin schon engen Geh- und Radweg noch enger machen. Radfahrer sind laut gültiger Rechtsprechung dazu gezwungen, etwa 80cm Abstand zu Fußgängern zu halten. Da dies auf dieser Brücke nur auf der Autofahrbahn möglich ist, ist es wohl langsam Zeit, das Radweg-Schild abzuschrauben. Und erst recht für Fußgänger ist der derzeitige Zustand unhaltbar.
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Für Radfahrer, die  nicht mehr Licht am Rad haben, als die StVZO-konforme 6V / 3W - Beleuchtung, könnte die Baustelle zum Verhängnis werden, weil man sie im Dunkeln zu spät sieht.

Man stelle sich so eine Baustelle mal auf der Autofahrbahn vor, die lediglich mit einem grauen Stahlzaun quer über die Fahrbahn gesichert ist: zurecht würden sich die Autofahrer beschweren ...

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Dresden ist immer noch voll von Baustellen. Während der Autoverkehr bedacht wird, sollen sich Radfahrer einfach in Luft auflösen. Eine Führung durch die Baustelle oder abgesicherte Überleitungen auf die Fahrbahn gibt es so gut wie nie.

Die Unwissenheit der Bauleiter und die Ignoranz der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung erzeugt viel Radfahr-Frust. Diese Sammlung soll zeigen, dass der Wahnsinn Methode hat und es sich nicht um zufällige Einzelfälle handelt.

Sie haben selbst Bilder von aktuellen Baustellen, an denen Sie sich nicht wohl fühlen? Senden Sie sie uns unter Angabe von Straße, Datum und Uhrzeit der Aufnahme an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir veröffentlichen sie dann hier.