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2008_07_17_Hansastrasse.JPGÜber die Baustelle unter der Eisenbahnbrücke hatten wir ja schon mehrfach berichtet. Da der rechtsseitige Fußweg in Richtung Antonstraße derzeit vollständig gesperrt ist, werden Fußgänger vorzeitig mit einem Absperrgitter darauf hingewiesen die Straßenseite zu wechseln. Nur warum muss dafür der Radweg gesperrt werden? Und was machen Fußgänger, die zur Eisenbahnstraße nach rechts abbiegen wollen?

Während die Sperrung des Filmnächtegeländes viel öffentliche Aufregung erzeugte, gab es an anderer Stelle viele kleine Verbesserungen: 

Buergerwiese.JPGAuf der Bürgerwiese (B 172) stadteinwärts wurde ab der Einmünung Zinzendorfstraße die Radwegbenutzungspflicht (hier: StVO Z 240, Gemeinsamer Geh- und Radweg) auf einem gerade mal 2 Meter breiten, unbefestigten Sandweg vor einem Monat in "Fußweg - Radfahrer frei" umbeschildert. Radfahrer dürfen wieder die Fahrbahn benutzen.

US-Großstädte zeichnen sich in der Regel durch ihre autogerechte Planung und die riesigen Highways aus, mit denen ein übergroßer Anteil des Verkehrs angewickelt wird.

Anders New York City: hier nutzen nur 50% der Stadtbevölkerung ein privates Auto. Ein Großteil des Verkehrs wird durch 27 U-Bahnlinien, 235 Buslinien und die zahlreichen Yellow Cabs getragen. Dennoch gibt es auch mitten in Manhatten zahlreiche große (und radfahr-unfreundliche) Verkehrsadern.

Und Fahrräder? 

Nachdem der Elbebradweg von dem Veranstalter der Filmnächte am Elbufer die letzten Jahre jeweils über mehrere Monate gesperrt wurde, entschloss sich der ADFC Dresden dieses Jahr dazu, gegen die Sperrung zu demonstrieren und sowohl beim Veranstalter als auch dem Ordnungsamt Druck zu machen. Denn nur für 10 Konzertveranstaltungen liegt dem Veranstalter eine Genehmigung vor, den Elberadweg zu sperren (4.7., 5.7., 8.7., 10.7., 11.7., 15.7., 26.7., 9.8., 23.8., 24.8. jeweils 16 - 23.30 Uhr).

Das Verkehrsklima ist wesentlich dafür, ob man sich als Radfahrer wohlfühlt. Aber auch als Fahrgast des ÖPNV möchte man nett behandelt werden. Ein angenehmes Verkehrsklima ist deswegen ein wichtiger Faktor für die Stärkung des Umweltverbunds aus Fahrrad, Fußgängerverkehr sowie Bahn und Bus.

Ab 19:00 Uhr (Treff Augustusbrücke) am 7. Juli, und dann vielleicht an weiteren Tagen, demonstrieren Dresdner Radfahrer vor dem Einlass der Filmnächte am Elbufer für "Freie Fahrt auf dem Elberadweg".

Hintergrund: Die private  PAN GmbH, der Veranstalter der Filmnächte und des Fan-Fests zur Fußball-EM, sperrte in allen vergangenen Jahren jeweils über den gesamten Juli und August den Elberadweg mittels Fahrverbotsschildern.

Wie jedes Jahr finden auch dieses Jahr wieder die Filmnächte am Elbufer statt. Und wie jedes Jahr wird auch 2008 mitten im Sommer der Elberadweg für Radfahrer über 2 Monate voll gesperrt sein. Nur dass dieses Jahr noch ein weiterer Monat hinzu kommt. Denn es ist schließlich Fußball-EM.

Wie schon letztes und vorletztes Jahr auch, verhindern es die Verwaltungsstellen der Stadt Dresden nicht, dass...

umgefallen

Der ADFC Dresden e.V. sammelt auch zum Fahrradfest der Sächsischen Zeitung am 6. Juli Unterschriften für eine Petition zum Ausbau des Elberadweges zwischen Loschwitz und Pillnitz. Sie sind herzlich dazu eingeladen, mit zu unterschreiben und unser Anliegen zu unterstützen. Inzwischen haben schon 1000 Leute unterschrieben!

Was bei uns unmöglich scheint und durch viele Regelungen, Ampeln, Verkehrszeichen, Sanktionen und Verbote geklärt werden muss, das geht in Hanoi ganz anders. Verkehrsfluss ohne Bevormundung, allein basierend auf Blickkontakt und Rücksichtnahme. Straßenverkehr als soziales Ereignis. Nebenbei sind's auch schöne Bilder.



Der ADFC Dresden hatte zum 20. Mai die OB-Kandidaten und alle interessierten Bürger eingeladen, um miteinander über die Perspektiven der Radverkehrspolitik in Dresden zu reden. Im übervollen Großen Saal des Gewerkschaftshauses fand eine spannende Diskussion statt, bei der auch die Fragen der Zuhörer nicht zu kurz gekommen sind. Hier gibt's das Protokoll.

Über eine Wahlperiode hinaus denken – ADFC Dresden e.V. veröffentlicht Diskussionspapier

Verantwortliche Politiker können sich nicht nur mit dem Heute und vielleicht noch dem morgen Vormittag befassen. Sie sind auch gehalten, die sich anbahnenden Entwicklungen zu erkennen, sie aufzugreifen und steuernd darauf einzuwirken.

080417_gr-garten_200.jpgAuf der Hauptalle aus dem großen Garten kommend, kreuzt man die Karcherallee und fährt geradewegs auf die Winterbergstraße. Als Bestandteil der beschilderten Radroute Ost-West hat man an dieser Stelle den aus dem Großen Garten kommenden Radfahrern sogar eine Ampel und einen neuen Fahrradrouten-Wegweiser hingestellt.

Nun wird an diesem Platz ("An der Pikardie") aber gebaut, und zwar so, dass die gesamte Front zum Großen Garten "gesperrt" ist und die beiden Ampel-Querungen nicht nutzen kann. Wo man stattdessen langfahren könnte, und vor allem wo man die Karcherallee dann queren kann, bleibt im Dunkeln.

Die Baustellenzäune waren wegen dem Baubetrieb zum Glück offen, sodass man durchfahren kann. Angesichts der Gefährdung und des spitzen Schotters zur Verfüllung der Baugrube ist das offenbar aber nicht so gedacht. An Offroad-Schlammfahrten sind die Großen-Garten-Durchquerer aber sowieso gewöhnt, da kann diese letzte Stelle dann als Abschlusswertung gesehen werden.

080514_dd_budapester_200.jpg

Wieder einmal haben wir einen Hinweis bekommen. Baustellen sind nach wie vor für Radfahrer ein Problem, oder sind die Radfahrer das Problem und immer nur im Weg...?

Dresden Budapester Straße in Höhe der Haltestelle "Chemnitzer Straße": Weil hier gebaut wird, müssen Radfahrer eben mal sehen, wo sie bleiben. Nachts ist die Baustelle nicht zu sehen, weil unbeleuchtet, am Tage soll man scheinbar über die Wiese oder durch die Haltestelle fahren.

Die Dresdner Stadtverwaltung, verantwortlich für die Organisation solcher Baustellen, sieht scheinbar keinen Handlungsbedarf: Eine Umleitung für Radfahrer gibt es nicht.

Was im ICE nicht geht, im Lößnitzgrund ist es eine Pressemitteilung wert: Der Zug nimmt Fahrräder mit!

Am 1. Juni dampft wieder ein historischer Zug durch den Lößnitzgrund. Für die diesjährige Drahteseltour bei der Traditionsbahn Radebeul wird extra ein Schmalspurgüterwagen angehangen, in dem Fahrräder kostenlos mitgenommen werden.

080529_Bauarbeiten_Albertplatz_klein.jpgWie es aussieht, werden derzeit am Albertplatz die Auflagen des Gerichtsvergleichs am Albertplatz umgesetzt (siehe Speiche 02/2008). Der Fuß- und Radweg ist ohne erkennbare Alternative voll gesperrt. Und da mich gestern noch ein weiterer Falschparker behinderte, gilt jenen die heutige Meldung.

Gute Fahrräder sind teuer geworden, ganz billige sind oft nur Schrott. Gerade wer wenig Geld hat, wird darum lieber nach einem guten Gebrauchtrad Ausschau halten, als sich mit anfälligen Billigrädern herumzuärgern. Doch woher bekommt man solche Räder?

Wir haben auf unserer Webseite zusammengetragen, welche Möglichkeiten es gibt, an Räder aus zweiter Hand zu kommen und liefern die passenden Weblinks gleich mit dazu. Also nichts wie los und viel Erfolg!

Falls das gute alte Rad dann doch kaputtgeht, hier die Liste aller Werkstätten zum Selberreparieren:

Geschicklichkeitsrennen mit Lastenfahrrädern gehören noch nicht zu unserem Repertoire. Deshalb zeigen wir hier ein solches Rennen, welches vor Kurzem in Amsterdam stattgefunden hat. (Gefunden über www.rad-spannerei.de/blog)

 

Wer eine Hausratsversicherung hat, dessen Fahrrad ist in der Regel auch gegen Diebstahl versichert. Das geliebte Rad wird allerdings nur ersetzt, wenn die Diebe tagsüber zwischen 6 und 22 Uhr zugeschlagen oder nachts den Keller aufgebrochen haben. Ein Rad, das nachts am Fahrradständer im Hof steht, ist derzeit nicht versichert.

Endlich: Radfahrer können nächstes Jahr durchgängig auf dem linkselbischen Elberadweg von Dresden nach Meißen fahren. Noch diesen Herbst soll Baustart sein.

Die Elbe soll es allen Recht machen: den Kapitänen der Binnenschifffahrt, den Naturschützern, Tourismusmanagern oder Hochwasserschützern. Alle haben ihre eigenen Vorstellungen von der Entwicklung des Flusses. Der eine will die Elbe ausbaggern oder anstauen, weil das Wasser nicht ausreicht. Der andere baut Mauern oder Deiche zum Schutz vor nassen Kellern.
Doch wie lauten die einzelnen Positionen genau? Wer gräbt wem das Wasser ab? Was hat der Tourismus in der Lausitz oder das Prager Trinkwasser mit der Binnenschifffahrt zu tun? Wo treffen sich Hochwasserschützer und Biber?

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Meldungen zu Aktionen des ADFC Dresden

Dresden ist immer noch voll von Baustellen. Während der Autoverkehr bedacht wird, sollen sich Radfahrer einfach in Luft auflösen. Eine Führung durch die Baustelle oder abgesicherte Überleitungen auf die Fahrbahn gibt es so gut wie nie.

Die Unwissenheit der Bauleiter und die Ignoranz der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung erzeugt viel Radfahr-Frust. Diese Sammlung soll zeigen, dass der Wahnsinn Methode hat und es sich nicht um zufällige Einzelfälle handelt.

Sie haben selbst Bilder von aktuellen Baustellen, an denen Sie sich nicht wohl fühlen? Senden Sie sie uns unter Angabe von Straße, Datum und Uhrzeit der Aufnahme an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir veröffentlichen sie dann hier.