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Am nächsten Sonntag ist Landtagswahl. Der ADFC-Landesverband hat deshalb die Programme der Parteien unter die Lupe genommen und herausgefunden, was diese zur Verkehrspolitik im Allgemeinen und zum Radverkehr im Besonderen sagen.

ADFC Sachsen: Der Radverkehr und die Landtagswahl

IKEA

Ein beträchtlicher Teil der dänischen IKEA-Kundschaft besitzt kein Auto, sondern fährt mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln ins Möbelkaufhaus. Viele Dänen investieren ihr Geld lieber in Designmöbel statt in Automobile und Benzin.

Deshalb rüstet der IKEA-Konzern seine dänischen Kaufhäuser nach und nach mit schicken dänischen Fahrrädern samt Anhänger aus, mit denen die Kunden ihre frisch erworbenen Billies, Klippans und Kvarts selbst nach Hause fahren können.

Tolle Idee! Das wäre auch was für außerhalb von Dänemark!

Gefunden bei Copenhagenize

Radfahren - aber wo?

Besonders, wenn man etwas zu verbergen hat, sollte man sich an die Verkehrsregeln halten. Zwei Dresdner wurden auf der Löbtauer Straße gestern von der Polizei angehalten, weil sie den Radweg in die falsche Richtung befuhren. Als die Beamten die Rahmennummer eines der Räder überprüften, stelle sich heraus, dass es Anfang August gestohlen wurde. Die Moral von der Geschicht: Fahre in die falsche Richtung nicht. Besonders nicht auf einem geklauten Rad.

Um Ärger mit der Polizei zu vermeiden, legen wir nicht nur Fahrern gestohlener Räder unsere Broschüre "Radfahren ... aber wo?" ans Herz.

polizei

Immer wieder wird geschimpft über "die Radel-Rowdies", die ständig alle Verkehrsregeln missachten würden und selbst schuld seien, wenn Sie im Straßenverkehr verunglückten.

Dieser landläufigen Meinung widersprechen nicht nur die Ergebnisse von Verkehrswissenschaftlern. Auch die Polizeistatistik von Dresden registriert bei 901 Fahrradunfällen mit Personenschäden in lediglich 383 Fällen die Schuld beim Radfahrer (42%). Bei derartigen Unfällen mit PKW- und LKW-Beteiligung waren jedoch wesentlich öfter die Fahrer der Kraftfahrzeuge schuld (52% bzw. 65%).

Leipziger Straße

Im Zusammenhang mit der Absetzung des verkehrspolitisch innovativen Dresdner Abteilungsleiters Ritscher äußerte sich die Chefin der Dresdner CDU-Fraktion heute in der Sächsischen Zeitung. Sie kritisiert den bisherigen Stellenwert der Radverkehrsförderung in Dresden.

Herr Ritscher hat Prioritäten gesetzt, die uns nicht gefallen haben. [...] Zum Beispiel hat der Fahrradverkehr eine ganz wichtige Rolle gespielt. Und das war nicht immer angemessen, wie auf der St-Petersburger Straße.

Wenn Radverkehrsförderung auf einer Hauptroute durch die Stadt (Neustadt - Universität) nicht angemessen sein soll, wo eigentlich dann?

Leipziger Straße

Immer mehr Menschen in Dresden fahren Rad. Wie die Sächsische Zeitung berichtet, stieg der Anteil der mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege zwischen 1991 und 2008 von 6 auf 17 Prozent. Im Vergleich zu 2003 bedeutet dies einen Anstieg der Radnutzung auf nahezu das Anderthalbfache. 38% der Wege in Dresden werden mit dem Auto zurückgelegt, 21% mit Bus und Bahn.

Konrad Gähler vom ADFC Dresden sagt dazu: "Die Stadt muss nun endlich Geld in die Hand nehmen und den Radverkehr seiner wachsenden Bedeutung gemäß fördern." Im Jahr 2008 wurden in Dresden unter ein Prozent der Gelder für Verkehrsbauvorhaben für den Radverkehr ausgegeben. "Wir fordern eine Steigerung der Investitionen auf 2,5 Mio. Euro jährlich." Das entspricht 5 Euro pro Einwohner und hat sich als gängige Größenordnung für eine erfolgreiche Förderung des Radfahrens herausgestellt. "Mit den bisherigen Kleckerbeträgen werden wir in Dresden aber nicht weiterkommen", sagt Gähler abschließend.

Die Stadtvermaltung informiert, dass der westliche Radweg der Budapester saniert wird. Vom 10. bis voraussichtlich 31. August wird zwischen der Schweizer Straße und der Glauchauer Straße der schadhafte Asphalt ausgetauscht. Radfahrer sollen auf den Gehweg ausweichen, für Autos gibt es nur eine Spur. Die Kosten betragen ca. 40.000 Euro.

Außerdem wird in Weißig ein Radweg gebaut. Dieser wird ab der Liegauer Straße in Bühlau beginnen und an der Feldzufahrt der Gartenanlage gegenüber dem Grenzweg enden.

Der italienische Radclub Tuttinbici FIAB Vicenza (entspricht dem ADFC in Dtl.) besucht Dresden und möchte neben der Stadt auch Dresdener Radfahrer kennenlernen.logo.jpg

Zu einer sportlichen Radtour nach Königstein (hin und zurück, ca. 80 km) am 08.08.09 sind alle herzlich eingeladen. Treff/Start ist am Hotel Maritim 08:00 Uhr. Friedrich Darge (Tel. 0177/612 14 74) vom ADFC Dresden wird die Tour begleiten.

Enstpannter wird es beim Samstagradeln von Andreas Kügler (Tel. 0179/9130573) zugehen. Es wird eine Stadtführung für die italienischen Radfreunde und Dresdner Radfahrer per Rad geben. Treff ist am 08.08.09, 14:00 Uhr am Umweltzentrum Dresden, Schützengasse 16

  

Leipziger Straße

In kürzester Frist haben 1.700 Menschen die vom ADFC Dresden veröffentlichte Petition für eine stadtverträgliche und radfahrtaugliche Sanierung der Königsbrücker Straße zwischen Albertplatz und Stauffenbergallee unterzeichnet. "Wir haben im Gespräch mit den Dresdnern ein sehr hohes Interesse an einer attraktiven Lösung für Radfahrer, Fußgänger und Anwohner festgestellt", sagt Konrad Gähler, der die Petition heute mit anderen ADFC-Aktiven dem Baubürgermeister Marx übergeben hat. "Nun hoffen wir auf eine zügige Bearbeitung durch die Stadtverwaltung und ein positives Ergebnis".

Seit Jahren immer wieder angekündigt, jetzt soll es wirklich losgehen. Das Staatsministerium hat sich breitschlagen lassen, die 2,9 Millionen Euro Fördermittel für die Elbradwegbrücke über die Hafeneinfahrt von Pieschen zu bewilligen.

Utrecht

Am 14. Juli waren Vertreter des ADFC Dresden zu Gast beim meistgehörten Radiosender in Sachsen. Im Rahmen der Sendung „Radiomarkt mit Expertenrat“ waren die Vorstandsmitglieder Friedrich Darge und Steffen Jobke am Programm des MDR1-Radio Sachsen beteiligt. In der ersten Stunde der insgesamt dreistündigen Sendung berichtete Herr Darge von seinen Erfahrungen als Alltagsradfahrer mit einem täglichen Arbeitsweg von ca. 30km. Er durchquert dabei die Stadt von seiner Wohnung in der Nähe der Loschwitzer Brücke bis zu seinem Arbeitsplatz in der Semperoper. In diesem Zusammenhang wurde auch über die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ berichtet.

unfall

Die Zahl der Unfalltoten in Deutschland sinkt. Kamen im Jahr 1990 noch 11.046 Menschen auf Deutschlands Straßen ums Leben, sank die Zahl bis zum Jahr 2000 auf 7.503. Im Jahr 2008 ließen 4.477 Menschen im Straßenverkehr ihr Leben. Bei zwei von fünf Unfalltoten ist "nicht angepasste Geschwindigkeit" die Unfallursache.

Obwohl die Zahl der Radfahrer in den letzten Jahrzehnten enorm gestiegen ist (10% aller Wege), sank auch die Zahl der getöteten Radfahrer seit 1978 um mehr als zwei Drittel. Lag der Anteil des Radverkehrs im Jahr 1978 bei nur 3% am Gesamtverkehr, starben damals 1.595 Radfahrer. 30 Jahre später liegt diese Zahl bei 456 Menschen.

merkel

Im Dezember 2008 schrieb ECF-Präsident Manfred Neun einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel, in dem er die Kanzlerin auf die Chancen und Notwendigkeiten eines deutlich verstärkten Ausbaus der Fahrradmobilität ansprach. Nun, mehr als ein halbes Jahr später, hat er so etwas ähnliches wie eine Antwort bekommen.

Leipziger Straße

Fahrräder mit elektrischen Hilfsantrieb erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Gelegentliche Steigungen können mithilfe des kleinen Motors leicht überwunden werden und so ist zügiges Radfahren nicht nur eine Sache für Studenten und Fahrradkuriere: jeder kann, ohne zu schwitzen, umweltfreundlich und flott durch die Stadt gleiten.

LogoMdRzA2009.jpg Aktionskalender jetzt einsenden!

Wer von Anfang Juni bis Ende August an mindestens 20 Tagen zur Arbeit mit dem Rad fuhr, einen entsprechenden Aktionskalender ausfüllt und einsendet, hat die Chance tolle Preise zu gewinnen. Für Teams gibt es sogar einen Extra-Preis. Ganz kreative Radfahrgemeinschaften können sich um den Preis des Super-Teams bewerben.

Diese Aktion wird gefördert vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und inform (Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung).

Leipziger Straße

Der ADFC Dresden sammelt Unterschriften für einen fahrradfreundlichen und stadtverträglichen Ausbau der Königsbrücker Straße. Wir würden uns freuen, wenn Sie unseren Infostand auf dem Elbhangfest oder dem SZ-Fahrradfest besuchen. Dort besteht die Möglichkeit, die Petition zu unterschreiben. Wir suchen weiterhin auch Unterstützer, die die Petition in ihren Geschäften, Hausfluren und Wohnzimmern auslegen.

Die Petition kann hier als pdf heruntergeladen und ausgedruckt werden. Sie liegt auch in zahlreichen Läden der Neustadt aus.

Am 22. Juli 2009, 10 Uhr wird die Petition im Technischen Rathaus an Baubürgermeister Marx übergeben.

Leipziger Straße

Neben der Critical Mass, die immer am letzten Freitag im Monat stattfindet und der allfreitäglichen Raddemo auf der Königsbrücker Straße gibt es jetzt eine dritte Ansammlung von Radfahrern in Dresden.

Jeden Morgen (Montag - Freitag) fahren zahlreiche Studenten mit dem Fahrrad 8.45 Uhr gemeinsam am Albertplatz los, über die Carolabrücke, den Pirnaischen Platz, die Petersburger Straße, bis hoch ins Unigelände. Was allein nie funktionieren würde, ist in der Gruppe kein Problem: sicher und guter Laune kommen alle oben auf dem Uniberg an. Die Idee der Critical Mass ("wir blockieren nicht den Verkehr, wir sind der Verkehr") wird hier auf besonders produktive Weise umgesetzt. Neben dem Protest gegen die schlechten Radfahrbedingungen auf dieser Strecke legen alle gleichzeitig auf unterhaltsame Weise ihren "Arbeitsweg" zurück. Coole Sache!

Weitere Informationen: bei der TUUWI

05.06.2009 - Presemeldung der Stadt Dresden

Das Institut für Stahlbau aus Leipzig wird kommende Woche (8. - 12. Juni) die Flügelwegbrück überprüfen, bevor die Gewährleistung für das Bauwerk abläuft. Mit einem mobilen Brückenuntersichtgerät kontrollieren die Mitarbeiter den Brückenüberbau auf eventuell vorhandene Schäden wie Korrosion, mangelhafte Schweißnähte, Risse und andere Mängel. Für die Untersuchung wird der jeweilige Geh- und Radweg, auf dem das Gerät fährt bzw. steht, für den Verkehr gesperrt. Fußgänger und Radfahrer benutzen die andere Seite. Im Rahmen der Hauptprüfung werden außerdem die Unterbauten, die Lager des Brückenüberbaues im Elbvorlandbereich, der Innenraum des Hohlkastens sowie die Verkehrsflächen kontrolliert.

polizei

Seit einer Weile gibt es auch in Leipzig eine Critical Mass. Die friedlich dahinfahrenden Radfahrer machten dabei Bekanntschaft mit den (auch in Dresden) berüchtigten Leipziger Polizeimannschaften, die sogleich brutal gegen die Radfahrer vorgingen, als wäre die Innere Sicherheit in Gefahr. Bei den zahlreichen Autos, die täglich den Leipziger Ring befahren, sieht die Polizei sich hingegen nicht genötigt, sichernd einzugreifen.

Radio Blau Leipzig hat einen Bericht gemacht, den man hier anhören kann.

und die vorpfingstliche Reiselust hatte offenbar den einen oder anderen davon abgehalten, durch langsames und vorsichtiges geschütztes Radfahren in der Königsbrücker Straße auf ihr Interesse an einer Befahrbarkeit dieser Straße auch unter Alltagsbedingungen hinzuweisen.

Die unentwegten und wetterfesten haben jedoch fröhlich die Gelegenheit genutzt - übrigens ohne dabei nass zu werden:

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Die Pressemitteilungen des ADFC Dresden

Meldungen zu Aktionen des ADFC Dresden

Dresden ist immer noch voll von Baustellen. Während der Autoverkehr bedacht wird, sollen sich Radfahrer einfach in Luft auflösen. Eine Führung durch die Baustelle oder abgesicherte Überleitungen auf die Fahrbahn gibt es so gut wie nie.

Die Unwissenheit der Bauleiter und die Ignoranz der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung erzeugt viel Radfahr-Frust. Diese Sammlung soll zeigen, dass der Wahnsinn Methode hat und es sich nicht um zufällige Einzelfälle handelt.

Sie haben selbst Bilder von aktuellen Baustellen, an denen Sie sich nicht wohl fühlen? Senden Sie sie uns unter Angabe von Straße, Datum und Uhrzeit der Aufnahme an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir veröffentlichen sie dann hier.