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Pressemitteilung

Die Pressemitteilungen des ADFC Dresden

Auch nach 20 Jahren ist der Elberadweg in Dresden noch nicht durchgängig befahrbar. Die meisten Lücken des beliebten Radwegs befinden sich in der sächsischen Hautpstadt. Während in Heidenau, Coswig oder Radebeul der Elberadweg schon seit Jahren durchgängig befahrbar ist, müssen die Dresdner Bürger anscheinend Eigeninitiative zeigen: Auf einem Teilstück des Körnerwegs haben Unbekannte vor Kurzem die tiefen Fugen verfüllt. Nun hat die Stadtverwaltung kurzfristig zu einer Bürgerversammlung eingeladen. Wer erwartet hat, dass nun Termine für die Sanierung der schlimmsten Stellen entlang der Elbe bekanntgegeben wird, sah sich enttäuscht.

Die Stadt wird den Körnerweg auch in den nächsten zwei bis drei Jahren nicht sanieren. Auch für die anderen Lücken des Radwegs sieht es nicht besser aus. "Sicherheit scheint in dieser Stadt keine hohe Priorität zu haben" sagt Konrad Krause, Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). "Wie ist es sonst zu erklären, dass seit 20 Jahren am Körnerweg nichts passiert. Inzwischen ist der Weg weder zu Fuß noch mit dem Rad sicher zu benutzen. Es ist ein Armutzeugnis für Verwaltung und Politik, wenn die Bürger sich inzwischen selbst um die Instandhaltung öffentlicher Wege kümmern müssen." Und auch für die anderen Lücken des beliebtesten Fernradwegs Deutschlands und der wichtigen Route für den täglichen Berufsverkehr gibt es nur Ausreden und Vertröstungen.

einbahnstrasseADFC begrüßt Freigabe der Louisenstraße für Radfahrer

Auf der Louisenstraße durfte man zwischen Förstereistraße und Königsbrücker Straße bislang nur in eine Richtung fahren. Künftig wird es für Radfahrer in beide Richtungen erlaubt sein. Damit wird ein Vorschlag des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs Dresden (ADFC) umgesetzt. Für Radfahrer aus der Neustadt zum Bahnhof oder Richtung Pieschen ist dieser Abschnitt bisher ein ärgerliches und oft ignoriertes Hindernis gewesen.

Konrad Krause, Sprecher des ADFC, sagt dazu: "Die Louisenstraße ist für Radfahrer eine wichtige Verbindung in Ost-West-Richtung. Seit der Sanierung der Lößnitzstraße Richtung Pieschen hat die Strecke zusätzlich an Attraktivität gewonnen und zieht viele Radfahrer an. Wir begrüßen es sehr, dass die Stadtverwaltung dort dem Druck der vielen Nutzer nachgegeben und eine praktikable Regelung gefunden hat."

Immer mehr Menschen fahren in Dresden mit dem Rad. Nicht nur ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein, sondern auch steigende Benzinpreise sind für viele ein Anlass, das Auto öfter stehen zu lassen. Nach der Wende wurden in Dresden noch 6% der Wege mit dem Rad zurückgelegt. Ausgehend von Zählungen der Stadtverwaltung geht der ADFC davon aus, dass diese Zahl inzwischen auf etwa 20% gestiegen ist.

Vor einigen Wochen hat die Stadt auf der Marienstraße Schutzstreifen für den Radverkehr markiert. Sie führen ohne Sicherheitsabstand an parkenden Autos vorbei.  Teilweise werden die Autos sogar auf dem Schutzstreifen geparkt, weil auch die Parkflächen sehr schmal geraten sind. Steigt dann jemand unvermittelt aus einem parkenden Auto aus, kann es schnell zum Unfall kommen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Dresden (ADFC) warnt deshalb alle Radfahrer, nicht zu nah an parkenden Autos vorbei zu fahren.

"Die Markierungen auf der Marienstraße verleiten Radfahrer, geparkte Autos zu knapp zu überholen. Macht dann jemand eine Tür auf, hat der Radfahrer Mitschuld, wenn es zum Unfall kommt." warnt Konrad Krause vom ADFC. "Wir halten die Markierungen für suboptimal, Radfahrer sollten zur eigenen Sicherheit genug Abstand halten und am linken Rand des Streifens fahren."

Nach gültiger Rechtssprechung müssen Radfahrer jederzeit damit rechnen, dass Menschen aus parkenden Autos aussteigen. Neben dem Zusammenstoß mit einer sich öffnenden Autotür droht Radfahrern deshalb auch die Mithaftung im Falle eines Zusammenstoßes. Ein Mindestabstand von einem Meter zu parkenden Autos sollte man als Radfahrer deshalb halten, rät der Fahrradclub.

autosBenachteiligung der Radfahrer bei Albertbrücken-Planung

Für über 20 Mio. Euro will die Stadt in den nächsten Jahren die Albertbrücke sanieren. Die Brücke ist die wichtigste Elbquerung für den Radverkehr und Verbesserungen sind dringend nötig. Tag für Tag queren an dieser Stelle 10.000 Menschen mit dem Rad die Elbe, Tendenz seit Jahren steigend. Nach dem Umbau wird sich für Radfahrer wegen unzureichender Radwege kaum etwas verbessern. Der ADFC bemängelt, dass die Sanierung eigentlich nur dem Autoverkehr zugute kommt.

kopenhagenDie Landeshaupstadt Dresden will mehr für Radfahrer tun. Laut Tagespresse vom 28.3.2012 stehen Erhöhung der Sicherheit, das Schaffen von mehr und besseren Abstellmöglichkeiten sowie die Förderung von Leihsystemen auf dem Programm.

Das ist gut für alle Bürger. Jeder geradelte Kilometer bringt finanzielle Vorteile für die Gesellschaft. Allein die gesundheitlichen Auswirkungen durch die Bewegung sorgen dafür, dass die Krankenkassen spürbar entlastet werden. Nach einer Studie der Universität Wien leben Menschen, die für ihre täglichen Wege vom Auto auf das Fahrrad umsteigen, deutlich länger. Das vorhandene Unfallrisiko wird um ein Vielfaches durch bessere Fitness ausgeglichen.

Aber auch die, die auf das Auto angewiesen sind, haben Vorteile, wenn mehr geradelt wird. Mehr Radverkehr führt zu weniger Autoverkehr und somit zu weniger Stau. Fahrräder benötigen keine Autoparkplätze, sorgen also auch hier für eine Entspannung.

Der Hauptgrund für die zunehmende Nutzung des Zweirades bei vielen Dresdnern dürfte aber einfach bei ganz egoistischen Gründen liegen. "Man ist in der Stadt einfach schnell und bequem unterwegs. Man muss keinen Parkplatz suchen und spart Benzingeld." so Konrad Krause. "Das Fahrrad ist einfach das beste Verkehrsmittel für die Stadt."

Entgegen der Meinung mancher Stadträte und der Stadtverwaltung in Dresden führt das Befahren von Einbahnstraßen in Gegenrichtung für Radfahrer zu weniger Unfällen. Bereits seit 1997 besteht die Möglichkeit in der Straßenverkehrsordnung, Einbahnstraßen für Radfahrer in die Gegenrichtung zu öffnen. Die seitdem gemachten positiven Erfahrungen deutschlandweit haben sogar dazu geführt, dass die Vorraussetzungen für die Freigabe 2009 weiter vereinfacht wurden. Seitdem gibt es bei den meisten Einbahnstraßen keinen Grund, den Radverkehr zu blockieren.

"Würde die Verwaltung die StVO korrekt auslegen, müssten fast alle Einbahnstraßen in 30er-Zonen für Radfahrer in beiden Richtungen befahrbar sein. Da Verbote für den fließenden Verkehr nur bei zwingenden Gründen zulässig sind, ist es 15 Jahre nach der Änderung der StVO höchste Zeit, diese flächendeckend umzusetzen. Ein Auftrag des Stadtrates wäre dazu eigentlich nicht nötig." sagt Konrad Krause, Sprecher des ADFC Dresden.

Seit Juli 2011 dürfen Radfahrer auf der Kesselsdorfer Straße auch auf der Fahrbahn fahren. Das Verwaltungsgericht Dresden hatte zuvor entschieden, dass die Radwege zu unsicher sind und nicht den Standards der StVO entsprechen. Für eine Sanierung der Radwege oder die Einrichtung von Fahrradstreifen auf der Fahrbahn fehlte der Stadt das Geld. Lediglich die blauen Radwegschilder, die das Radfahren auf der Fahrbahn untersagten, wurden abmontiert. Nun wurden an der Stelle des Radwegs für 31.000 Euro 25 Parkbuchten für Autos gebaut.

"Für Autoparkplätze hat die Stadt offenbar zusätzliche Geldreserven", wundert sich auch Konrad Krause, Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Dresden (ADFC). "Die Kesselsdorfer Straße hat für den Radverkehr eine hohe Bedeutung. Deshalb sollten hier breite Fahrradstreifen markiert werden. Am Geld kann das ja eigentlich nicht scheitern. Schließlich war für die 25 Autoparkplätze ganz plötzlich auch eine ordentliche Summe übrig. Offensichtlich spielt der Komfort der PKW-Fahrer für die Stadtverwaltung eine größere Rolle als die Sicherheit auf der Straße."

Am 12. Dezember 2011 wird die Brücke über die Elbe bei Niederwartha für den Verkehr freigegeben. Für 40 Millionen Euro wurde eine schnelle und bequeme Verbindung von Niederwartha nach Radebeul geschaffen. Allerdings steht schon an der Auffahrt der Brücke das Verkehrszeichen "Radfahrer verboten". Für Fußgänger und Radfahrer ist der Neubau gesperrt. Die millionenteure Brücke kommt nur dem motorisierten Verkehr zugute. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Dresden (ADFC) kritisiert den Brückenbau, weil der Radverkehr völlig vergessen wurde.

Fußgänger und Radfahrer müssen sich weiterhin den sehr schmalen Gehweg auf der benachbarten Eisenbahnbrücke teilen. Schon seit langem ist die Verbindung zwischen den beiden Elberadwegen rechts und links des Flusses chronisch überlastet. Etwa eine halbe Million Radfahrer nutzen den Elbradweg jedes Jahr. Besonders viele fahren an den Wochenenden an dieser Stelle über die Elbe. "Es ist ein Irrsinn, dass hier nicht die Möglichkeit ergriffen wurde, mit der neuen Brücke endlich einen ausreichend breiten Radweg zu bauen" sagt Konrad Krause, Sprecher des ADFC Dresden.


Foto: paturiku

Dresden hat deutschlandweit die höchste Feinstaubbelastung in Großstädten. Das zeigt die Outdoor Air Pollution Database der WHO. Der Studie zufolge ist in keiner deutschen Großstadt die Luftstärker mit Feinstaub (PM10) belastet, als in der sächsischen Landeshauptstadt. Zu den Auswirkungen von Feinstaub gehören die Verstärkung von Allergiesymptomen, die Zunahme asthmatischer Anfälle und Lungenkrebs. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankgungen werden durch hohe Feinstaubwerte begünstigt. Einer der wesentlichen Ursachen für die hohe Feinstaubbelastung ist im motorisierten Verkehr zu suchen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) fordert ein Sofortprogramm für den Radverkehr, damit mehr Menschen vom Auto aufs Fahrrad umsteigen und sich auf diese Weise die Feinstaubbelastung verringert.

"Wir haben in Dresden ein großes Potential für den Radverkehr, wie der seit Jahren steigende Radverkehrsanteil und auch das große Interesse am Stadtradeln zeigen. Es würden noch mehr Dresdner Rad fahren, wenn sie nicht durch unsichere Radverkehrsanlagen, fehlende Verbindungen und häufige Benachteiligung an Ampelkreuzungen davon abgeschreckt werden würden." sagt Konrad Krause, Pressesprecher des ADFC Dresden. "Die Stadtpolitiker und der Baubürgermeister haben leider nicht den Mut, über Alternativen zu ihrer grundsätzlich autofreundlichen Politik nachzudenken. Die von OB Orosz vor einem Jahr angekündigte grundsätzliche Wende in der Verkehrspolitik hat bisher nicht stattgefunden."

ADFC: Stadt setzt eigenes Radverkehrskonzept nicht um

Im Jahr 2006 wurde die Antonstraße zwischen Albertplatz und Bahnhof Neustadt grundlegend umgebaut. Radfahrer müssen seitdem auf dem Fußweg fahren, der gleichzeitig von sehr vielen Passanten benutzt wird. Fußgänger werden durch den Radverkehr gestört und gefährdet.

Für den Radverkehr bedeutet die Pflicht zum Benutzen des Gehwegs eine unnötige Erschwernis beim Befahren der Straße: Während sich der motorisierte Verkehr mit 50km/h fortbewegen darf, müssen Radfahrer auf gemeinsamen Geh- und Radwegen bei Begegnungen mit Fußgängern Schrittgeschwindigkeit einhalten, was praktisch einem Fahrverbot gleichkommt.

Da dieser Zustand nach fünf Jahren auch den Planern in der Stadtverwaltung aufgefallen war, wurde der Umbau der Radwege als eine der bedeutendsten Maßnahmen („Top-Ten“) ins Radverkehrskonzept für den 26er Ring aufgenommen (siehe dresden.de). Die Trennung von Rad- und Fußverkehr auf der Antonstraße sollte noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Nun gibt es aber offenbar Blockaden im Straßen- und Tiefbauamt das Radverkehrskonzept umzusetzen. Das geht aus einer Stadtratsanfrage hervor.

Als einen ersten Erfolg der Postkartenaktion für mehr Fahrradparkplätze wertet der ADFC Dresden die Ankündigung der Stadt, 182 neue Fahrradbügel im Stadtgebiet aufzustellen. „Wir freuen uns sehr, dass auf dem Gebiet etwas passiert. Uns liegt es sehr am Herzen, dass man in Dresden nicht immer nach Lampenmasten und Zäunen suchen muss, um sein Fahrrad sicher abschließen zu können“, sagt ADFC-Sprecher Konrad Krause. Deshalb hat der ADFC Dresden im Juni die Aktion „Parkplatz gesucht“ gestartet, wo jedermann die Möglichkeit hat, mit einer einfachen Postkarte bei der Stadt Fahrradparkplätze zu beantragen.

„Viele Räder stehen ungesichert an Hauswänden und sind eine leichte Beute für Fahrraddiebe. Der Bedarf an sicheren Fahrradparkmöglichkeiten ist weit höher, als die Anzahl der bisher aufgestellten Fahrradbügel“, meint Krause.

Auf Antrag stellt die Stadtverwaltung Fahrradbügel im Straßenraum kostenfrei auf. Der ADFC bietet dafür in seiner Geschäftsstelle und auf seinem Stand zur BRN am Martin-Luther-Platz ein handliches Antragsformular in Form einer Postkarte an, mit dem man bei der Stadt die Aufstellung von Fahrradbügeln beantragen kann.

Die Geschäftsstelle des ADFC im Bischofsweg 38 hat immer montags 10-14 und mittwochs 15-19 Uhr geöffnet.

Die jahrelangen Konflikte am rechten innerstädtischen Elbradweg mit den Veranstaltern der Filmnächte sollen sich dank der Bemühungen des ADFC in diesem Jahr wesentlich entschärfen. In einer gemeinsamen Beratung mit den Ämtern der Stadt sicherten die Veranstalter nun zu, während aller Filmabende den Radfahrern die Durchfahrt zu ermöglichen.

„Das erfordert von allen Beteiligten natürlich Vorsicht und Rücksichtnahme", sagt Konrad Krause, Pressesprecher des ADFC Dresden. „Dass das gehen kann, hat zum Kirchentag beispielsweise die Aufführung des Verdi-Requiems auf den Elbwiesen mit vielen tausend Gästen gezeigt. Alle haben aufeinander Rücksicht genommen und mit dem Rad kam man auch weiter" sagt der ADFC-Sprecher weiter.

Während der höchstens 12 Konzertveranstaltungen pro Saison ist die Sperrung des Weges allerdings weiterhin unumgänglich, soll aber nicht länger als von 18 bis 23 Uhr erfolgen. Die Stadt lässt die aktuellen Sperrzeiten über Plantafeln an der Albertbrücke (elbabwärts) und vor der Marienbrücke (elbaufwärts) jeweils ankündigen. Ortsunkundige Radtouristen müssen dann auf die Große Meißner, Köpcke- und Wigardstraße ausweichen. „Auf Dauer ist das keine zumutbare Umleitung", sagt Krause. Gemeinsam wollen ADFC und der Veranstaltungsbetrieb eine befriedigende Lösung für die Zukunft suchen, die auch die Belange des Landschaftsschutzes besser berücksichtigt, als es die „Zaun-und-Wiesen“-Variante der Vergangenheit darstellt.

Ob am World Trade Center, am Hauptbahnhof oder in der Neustadt: An zahlreichen Stellen in Dresden fehlen geeignete Fahrradständer. Und das, obwohl immer mehr Menschen mit dem Rad unterwegs sind: Jeder sechste Einkauf wird inzwischen mit dem Fahrrad erledigt. Über 16% aller Wege werden in Dresden mit dem Rad zurückgelegt (Auto: ca. 40%).

„Viele Räder stehen ungesichert an Hauswänden und sind eine leichte Beute für Fahrraddiebe. Das macht das Radfahren nicht attraktiver. Der Bedarf an sicheren Fahrradparkmöglichkeiten ist weit höher, als die Anzahl der bisher aufgestellten Fahrradbügel“ meint Konrad Krause, Sprecher des ADFC Dresden.

Auf Antrag stellt die Stadtverwaltung Fahrradbügel im Straßenraum kostenfrei auf. Der ADFC bietet dafür in seiner Geschäftsstelle und auf seinem Stand zur BRN am Martin-Luther-Platz ein handliches Antragsformular in Form einer Postkarte an, mit dem man bei der Stadt die Aufstellung von Fahrradbügeln beantragen kann.

Die Geschäftsstelle des ADFC im Bischofsweg 38 hat immer montags 10-14 und mittwochs 15-19 Uhr geöffnet.

Am Sonnabend hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Dresden e.V. (ADFC) das tausendste Mitglied im Verein begrüßt. Der ADFC hat in Deutschland über 125.000 Mitglieder. Die Dresdner Ortsgruppe wächst mit etwa 20% im Jahr am schnellsten.

"In Dresden treffen zwei Extreme zusammen. Immer mehr Menschen legen ihre Wege mit dem Rad zurück: Seit 1990 hat sich die Zahl der Radfahrer in der Stadt mehr als verdreifacht. Andererseits ist das aber in der Stadtpolitik noch nicht angekommen. Die Bedingungen zum Radfahren sind noch stark verbesserungswürdig", sagt ADFC-Sprecher Konrad Krause.

tn_GeorgplatzImmerhin 73% der Stickoxide und 79 % des Feinstaubs in Dresden sind durch den Verkehr verursacht (s. Entwurf des Luftreinhalteplans S. 43). Dresden droht wegen der hohen Luftverschmutzung eine Umweltzone. "Luftschadstoffe machen krank. Schon deswegen sollte es nicht unser Ziel sein, die Grenzwerte nur gerade so einzuhalten. Wir müssen dafür sorgen, dass Dresden eine saubere Stadt wird. Uns sollte es zuerst um die Gesundheit der Bürger gehen", sagt Konrad Krause vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Dresden (ADFC).

Um die Umweltzone noch zu verhindern, muss die Stadt etwas tun. Mit dem Luftreinhalteplan ist noch keine wesentliche Besserung der Luftqualität eingetreten. Bisher fehlte es immer am Geld, um Alternativen wie das Radfahren zu fördern. Es gibt immer noch kein Radverkehrskonzept für Dresden. Und eine der wichtigsten Radverbindungen Dresdens, die Nord-Süd-Route, weist seit Jahren eklatante Sicherheitsmängel auf.

An der Königsbrücker Straße wird entgegen den Beschlüssen des Stadtrats eine vierspurige Variante voran getrieben. Gleichzeitig plant die Stadt so genannte Pförtnerampeln am oberen Ende der Königsbrücker, um den Autoverkehr zu begrenzen. "Erst wird vierspurig geplant, dann ein Großteil der Autos wieder ausgesperrt. Das ergibt doch keinen Sinn" wundert sich Krause.

radfahrer_absteigenDie aktuelle Verkehrsprognose für 2025 bestätigt es abermals. Der Anteil des Radverkehrs wird in Dresden weiter stark ansteigen. Immer mehr Menschen entscheiden sich bei ihren alltäglichen Wegen fürs Fahrrad. Aber Politik und Verwaltung ingnorieren diesen Trend seit Jahren. Eine deutliche Kehrtwende ist nicht in Sicht.

Seit 1990 sind hat sich der Anteil der Wege, die mit dem Rad zurückgelegt werden, verdreifacht. Er wird in den nächsten Jahren laut Prognose auf deutlich über 20% am Gesamtverkehr anwachsen. Damit liegt Dresden im bundesweiten Mittelfeld. "Dass immer mehr Menschen sich fürs Fahrrad entscheiden, ist aber eher nicht auf ein entschiedenes Agieren der Kommunalpolitik zurückzuführen", sagt Konrad Krause, Sprecher des ADFC Dresden. Vielmehr begünstigen allgemeine Trends - steigende Benzinpreise, wachsendes Gesundheitsbewusstsein oder etwa die abnehmende Rolle Bedeutung des Autos als Statussymbol - diese Entwicklung. Seit 6 Jahren warten wir in Dresden auf ein Radverkehrskonzept. Bisher wurde von der Verwaltung lediglich ein Teilkonzept für die Innenstadt vorgelegt, welches jedoch nur zum geringen Teil finanziell untersetzt und lückenhaft ist. Aussagen zum Fahrradparken etwa, oder zur Wegweisung und zur Werbung fürs Radfahren fehlen komplett.

tn_janeineineinein-bunt-400Dresden ist dabei, einen neuen Verkehrsentwicklungsplan zu entwickeln und will dabei durch mehr Bürgerbeteiligung Fehler, wie sie zum Beispiel bei Stuttgart 21 gemacht wurden, von Anfang an vermeiden. Ein Runder Tisch wurde ins Leben gerufen, der alle relevanten Gruppen und die Politik einschließt, um verbindliche Ziele für eine moderne Mobilität in Dresden sicherzustellen.

Ein schwieriges Unterfangen, sind doch viele gegensätzliche Interessen unter einen Hut zu bringen. Aber nach mehreren Sitzungen haben sich die Vertreter der verschiedenen Organisationen wie ADAC, ADFC, DVB und vieler anderer zusammen mit den Fraktionsvertretern auf ein gemeinsames Zielpapier geeinigt.

Aus Sicht des baupolitischen Sprechers der CDU, Hans-Joachim Brauns, gefährdet ein zweispuriger Ausbau der Königsbrücker Straße die Radfahrer, da Autofahrer den Fahrradstreifen ignorieren würden. Brauns ist der Meinung, dass Straßen verbreitert werden müssen, weil Autofahrer sich nicht an die Regeln halten.

"Mich erstaunt diese Haltung. Bilden die Autofahrer nun auch eine "kriminelle Vereinigung", wie es ein Fraktionsmitglied der CDU unlängst pauschal über Radfahrer sagte?" fragt Konrad Krause vom ADFC.

"Wenn Regelverletzungen zur Grundlage der Planung werden, müsste man konsequenterweise auch auf Geschwindigkeitsbegrenzungen, Parkverbote und Ampeln verzichten. Gegen diese Regelungen wird auch immer wieder verstoßen. Trotzdem sieht jeder ein, dass sie notwendig sind."

Das Problem an der Königsbrücker ist, dass der vorhandene Platz nicht unendlich ist. Um den Anforderungen an eine Stadtstraße gerecht zu werden, müssen alle Beteiligten Abstriche machen und zum Kompromiss bereit sein. Dieser Kompromiss ist bereits seit fünf Jahren gefunden und die Königsbrücker könnte bereits fertig saniert sein.

albertbruecke_150.JPGRadfahrer und Fußgänger werden auf der Albertbrücke ab September nicht mehr verkehren dürfen. Sie müssen sich eine 3,70m breite Zuzsatzbrücke teilen, damit für den Autoverkehr 2 Fahrspuren pro Richtung bereitgestellt werden können.

"Das widerspricht der von der Stadt behaupteten Politik der Förderung des Radverkehrs" sagt Konrad Krause vom ADFC. "Radfahrer werden dadurch unnötig ausgebremst. Wir haben uns von Anfang an gegen diese Variante ausgesprochen."

Seit 1990 hat sich der Anteil des Rades am sogenannten Modalsplit verdreifacht (auf nunmehr 17% bei der letzten Zählung 2008). Was das Radfahren betrifft, haben die Dresdner Bürger die Wende hin zum modernen Stadverkehr bereits eingeleitet. Ein Ende dieses positiven Trends ist bislang nicht abzusehen.

Wenn in der Dresdner Verkehrspolitik mit dem Verkehrsentwicklungsplan die Prioritäten nun hin zu einem leistungsfähigen, bezahlbaren und nachhaltigen Verkehr gesetzt werden, ist das gut für die Stadt. "Mehr Sicherheit, weniger Abgase, weniger Lärm, gute Verbindungen für alle Verkehrsteilnehmer bei gleichzeitiger Sicherstellung der Bezahlbarkeit sind Ziele, denen sich der ADFC verpflichtet fühlt" sagt Konrad Krause, Sprecher des ADFC Dresden.