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Fahrradparkhaus in Erfurt,
einer Stadt nur halb so
groß wie Dresden

Der Dresdner Stadtrat hat diese Woche bis auf weiteres das Vorhaben beerdigt, an den Dresdner Fernbahnhöfen für vernünftige Fahrrad-Abstellmöglichkeiten zu sorgen. Mit den Stimmen von CDU, FDP und Bürgerfraktion wurde abgelehnt, endlich die seit Jahren versprochenen Fahrradstationen zu errichten. Dort hätten, wie in den anderen Großstädten üblich, Pendler und Radtouristen ihre Fahrräder vor Witterung und Diebstahl geschützt gegen Gebühr abstellen können. Fahrradverleih, -werkstatt und -verkauf hätten das Angebot abgerundet und eine private Existenz sichergestelt.


Park-Chaos vorm Dresd-
ner Hauptbahnhof, so
manchem Stadtrat
scheint's zu gefallen.

„Die unhaltbaren Zustände von überfüllten Fahrradständern und Diebstahlgefährdung bleiben weiterhin bestehen. Ich frage mich, wie Frau Orosz Pendler zur Benutzung von Bahn und Fahrrad bewegen will, wenn in der Stadt immer mehr Parkhäuser für Autos gebaut werden, aber keine sicheren Parkanlagen für Radfahrer.“ sagt Konrad Gähler vom ADFC. „Niemand wird sein teures Fahrrad am Bahnhof abstellen, wenn er befürchten muss, dass es am Nachmittag nicht mehr dort steht. Um dem Diebstahlrisiko zu entgehen, werden alte, minderwertige Fahrräder verwendet, die der StVO oft nicht gerecht werden. Unsere Bemühungen für sicheres Radfahren erleiden dadurch einen Rückschlag“ so Gähler weiter.

Die Entscheidung gegen Rad und Bahn führt zwangsläufig dazu, dass Autofahren an Attraktivität gewinnt. Die Probleme des Dresdner Verkehrs wie Stau, Feinstaubbelastung und Lärm werden so eher steigen als zurückgehen. „Manche Stadträte haben offenbar noch nicht verstanden, dass eine Wahrung der Lebensqualität in Dresden nur möglich ist, wenn die Alternativen zum Autoverkehr gestärkt werden.“ so Gähler abschließend.