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Die alte Brücke an der Freiberger Straße, hier sollen bald wieder Autos rollen, auf kosten von Radverkehr und Straßenbahn.Der ADFC bedauert den unverantwortlichen Umgang der Stadt mit Steuergeldern im Fall der Umgestaltung der Kreuzung Freiberger/Ammonstraße. Deren überdimensionierter Ausbau kostet etwa eine Million Euro.

Weitere 6 Millionen städtischer Eigenmittel flossen in die neue Eisenbahnunterführung. Diese wäre eigentlich nicht nötig gewesen. Schließlich gibt es wenige hundert Meter weiter die Brücke der Rosenstraße mit der das bisher ja auch gut lief. Einen derartigen finanziellen Kraftakt zumindest rechtfertigt der geringe Autoverkehr an dieser Stelle nicht. Zum Vergleich: dem städtischen Radverkehr stehen 0,8 Millionen Euro zur Verfügung.

Damit aber nicht genug: der Umbau bringt für Rad- und Straßenbahnnutzer deutliche Nachteile. Durch die Umgestaltung der Kreuzung und die neuen Rechtsabbiegespuren erhöhen sich die Wartezeiten für Radfahrer und die Straßenbahn. Radfahrer haben eine Grünphase von 28 Sekunden, während dem Autoverkehr ganze 43 Sekunden zugestanden werden. Gerade in Zeiten des Klimawandels sollten wir verstärkt klimaschonenden Verkehrsarten den Vorrang geben. Die Umplanung am World-Trade-Center beschleunigt aber nur den Autoverkehr. Der Umweltverbund wird geschwächt. Dies widerspricht auch §2 des sächsischen ÖPNV-Gesetzes, welcher in verdichteten Räumen fordert, dem ÖPNV Vorrang vor dem motorisierten Individualverkehr einzuräumen.