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Bischofsweg an der Schauburg (Vorschlag ADFC)Pressemittelung des ADFC Dresden e.V. vom 17.3.2017

Die Planungen zur Königsbrücker Straße sind in den letzten Zügen. Auch aus Sicht der Radfahrer bedeutet der für 2019 geplante Umbau einen großen Gewinn. Doch die aktuelle Planung der Stadt für die Kreuzung an der Schauburg stößt beim ADFC Dresden auf deutliche Kritik. Bereits seit Juli 2016 versucht der Fahrradclub Stadtverwaltung und Stadträte von einer Lösung mit Radfahrstreifen im Bischofsweg zu überzeugen, bei der Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer getrennte Spuren nutzen und sich dadurch weniger in die Quere kommen.

Nun präsentiert der ADFC eine Visualisierung der Kreuzung [Siehe Bild], wie sie nach Vorstellungen des Fachverbandes aussehen könnte, um den Bereich für Fußgänger und Radfahrer deutlich bequemer und sicherer zu gestalten. Obwohl der Bischofsweg eine vergleichsweise schmale Straße ist, wäre für eine solche Lösung ausreichend Platz.

"Die einzige sinnvolle Ost-West-Radroute zwischen Waldschlößchen - Neustadt - Pieschen - Trachau führt über den Bischofsweg. Die Kreuzung Königsbrücker / Bischofsweg ist dabei ein für Radfahrer wenig einladendes und unsicheres Nadelöhr. Aktuell müssen sich Radfahrer hier den engen Platz mit dem Autoverkehr, der Straßenbahn und ein- und ausparkenden Autos teilen. Viele Radfahrer entziehen sich dieser sehr unangenehmen Situation, weichen unerlaubt auf die Gehwege aus und stören dort die Fußgänger." beschreibt Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden e.V. die gegenwärtige Situation.

Aktuell sieht die Planung der Stadt vor, diese Situation für viele Jahre zu zementieren. Vorschläge des ADFC für Radwege im Bischofsweg an die Stadt wurden bisher nicht aufgegriffen. Der ADFC hält die Markierung von Radfahrstreifen im Kreuzungsbereich sowie im Bereich des Bischofswegs für dringend erforderlich. Neben der Tatsache dass die Strecke dann für Radfahrer sicherer und attraktiver wird, verweist der Fahrradclub vor allem auch auf die Vorteile für Fußgänger: "Wenn nicht mehr auf den Gehweg ausgewichen wird, haben natürlich vor allem die Passanten auf dem Gehweg etwas davon." so Larsen.

"Wir wissen nicht genau, warum unser Vorschlag von der Stadtverwaltung bisher ignoriert wird, obwohl er seit einem dreiviertel Jahr bekannt ist. Womöglich liegt es daran, dass der Stadt eine Handvoll Parkplätze wichtiger sind als eine sichere Verkehrsabwicklung. Der ADFC setzt sich dafür ein, dass die Sicherheit aller deutlich vor dem Bedarf nach Parken und Anlieferung geht." so Larsen weiter.

"Auch das Radverkehrskonzept, das am 23.3. im Stadtrat zum Beschluss vorliegt, sieht Radverkehrsanlagen über die Kreuzung an der Schauburg in allen Richtungen vor. Wir fordern, dass die Stadtverwaltung und der Stadtrat das Konzept nicht schon aufgeben, bevor es beschlossen wurde. Solche 'Schubladenkonzepte' haben wir in den letzten Jahrzehnten schon ausreichend produziert."