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Foto: paturiku

Dresden hat deutschlandweit die höchste Feinstaubbelastung in Großstädten. Das zeigt die Outdoor Air Pollution Database der WHO. Der Studie zufolge ist in keiner deutschen Großstadt die Luftstärker mit Feinstaub (PM10) belastet, als in der sächsischen Landeshauptstadt. Zu den Auswirkungen von Feinstaub gehören die Verstärkung von Allergiesymptomen, die Zunahme asthmatischer Anfälle und Lungenkrebs. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankgungen werden durch hohe Feinstaubwerte begünstigt. Einer der wesentlichen Ursachen für die hohe Feinstaubbelastung ist im motorisierten Verkehr zu suchen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) fordert ein Sofortprogramm für den Radverkehr, damit mehr Menschen vom Auto aufs Fahrrad umsteigen und sich auf diese Weise die Feinstaubbelastung verringert.

"Wir haben in Dresden ein großes Potential für den Radverkehr, wie der seit Jahren steigende Radverkehrsanteil und auch das große Interesse am Stadtradeln zeigen. Es würden noch mehr Dresdner Rad fahren, wenn sie nicht durch unsichere Radverkehrsanlagen, fehlende Verbindungen und häufige Benachteiligung an Ampelkreuzungen davon abgeschreckt werden würden." sagt Konrad Krause, Pressesprecher des ADFC Dresden. "Die Stadtpolitiker und der Baubürgermeister haben leider nicht den Mut, über Alternativen zu ihrer grundsätzlich autofreundlichen Politik nachzudenken. Die von OB Orosz vor einem Jahr angekündigte grundsätzliche Wende in der Verkehrspolitik hat bisher nicht stattgefunden."

 

In den letzten Jahren wurden stets die Flüssigkeit des Autoverkehrs und fehlendes Geld als unüberwindliche Hindernisse für eine Wende zu einer fahrradfreundlichen Stadt vorgeschoben. Das Dresdner Radverkehrskonzept, welches bisher nur die Innenstadt abdeckt, wird von der Stadtverwaltung kaum umgesetzt: Auf zahlreichen Straßen sind die Radwege noch aus den 60er Jahren oder Radfahrer werden gezwungen, sich den Platz mit Fußgängern zu teilen.

Der ADFC fordert angesichts der hohen Feinstaubwerte ein großangelegtes Programm neuer Radstreifen auf allen wichtigen Straßen,die auf die Innenstadt zulaufen. Dieses umfasst unter anderem Radstreifen auf dem Blauen Wunder, Öffnung der Hüblerstraße in beide Richtungen für den Radverkehr, Radstreifen auf Naumannstraße/Barteldesplatz/Käthe-Kollwitz-Ufer, Ausbau desElberadwegs vom Blauen Wunder bis Pillnitz, Radstreifen auf Kesselsdorfer und Freiberger Straße,  und statt Pförtnerampeln an der Königsbrücker Straße/Olbrichtplatz Radstreifen am Albertplatz,der Königsbrücker Straße, der Albertstraße/Carolabrücke, der Bautzner Straße und der Antonstraße."Statt immer neue Konzepte anzufertigen, müssen wir esendlich mehr Menschen ermöglichen, ihre alltäglichen Wege mitdem Rad zurückzulegen. Unser Vorschlag eines Sofortprogramms für Radstreifen ist kostengünstiger und wirkungsvoller", so Krause abschließend.