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radfahrer_absteigenDie aktuelle Verkehrsprognose für 2025 bestätigt es abermals. Der Anteil des Radverkehrs wird in Dresden weiter stark ansteigen. Immer mehr Menschen entscheiden sich bei ihren alltäglichen Wegen fürs Fahrrad. Aber Politik und Verwaltung ingnorieren diesen Trend seit Jahren. Eine deutliche Kehrtwende ist nicht in Sicht.

Seit 1990 sind hat sich der Anteil der Wege, die mit dem Rad zurückgelegt werden, verdreifacht. Er wird in den nächsten Jahren laut Prognose auf deutlich über 20% am Gesamtverkehr anwachsen. Damit liegt Dresden im bundesweiten Mittelfeld. "Dass immer mehr Menschen sich fürs Fahrrad entscheiden, ist aber eher nicht auf ein entschiedenes Agieren der Kommunalpolitik zurückzuführen", sagt Konrad Krause, Sprecher des ADFC Dresden. Vielmehr begünstigen allgemeine Trends - steigende Benzinpreise, wachsendes Gesundheitsbewusstsein oder etwa die abnehmende Rolle Bedeutung des Autos als Statussymbol - diese Entwicklung. Seit 6 Jahren warten wir in Dresden auf ein Radverkehrskonzept. Bisher wurde von der Verwaltung lediglich ein Teilkonzept für die Innenstadt vorgelegt, welches jedoch nur zum geringen Teil finanziell untersetzt und lückenhaft ist. Aussagen zum Fahrradparken etwa, oder zur Wegweisung und zur Werbung fürs Radfahren fehlen komplett.

 

Auch bei den kürzlich vom Stadtrat beschlossenen Zielen zum "Verkehrsentwicklungsplan 2025 plus" wird der Radverkehr nicht seiner Bedeutung nach behandelt. Einzelnen Fraktionen des Stadtrats war es wichtiger, sicherzustellen, dass dem Autoverkehr auch weiterhin oberste Priorität eingeräumt wird.

Hier wurde die Chance vergeben, Ziele für eine moderne Verkehrspolitik festzulegen . "Es geht nicht darum, den Autoverkehr einzuschränken, sondern denen die gern Rad fahren möchten, das erst einmal zu ermöglichen. An vielen Stellen in der Stadt ist eine sichere und komfortable Infrastruktur für den Radverkehr einfach nicht vorhanden." so Krause. "Politik und Verwaltung müssen den Radverkehr endlich als Chance für die Stadt begreifen: Jeder Weg, der mit dem Rad statt mit dem Auto zurückgelegt wird, trägt dazu bei, die Umweltzone zu verhindern und die Stadt lebenswerter zu machen."

Mit dem Fahrradkonzept könnte man einen großen Schritt in die richtige Richtung machen. Der ADFC fordert, dass dem Trend zu mehr Fahrrad auch endlich in der Verkehrspolitik gefolgt wird. Das Radverkehrskonzept für die Gesamtstadt muss jetzt kommen. "Stellen Sie sich vor wir hätten den umgekehrten Trend und die Hälfte der Radfahrer steigt von heute auf morgen auf das Auto um?" so Konrad Krause. Glücklicherweise eine rethorische Frage.