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albertbruecke_150.JPGRadfahrer und Fußgänger werden auf der Albertbrücke ab September nicht mehr verkehren dürfen. Sie müssen sich eine 3,70m breite Zuzsatzbrücke teilen, damit für den Autoverkehr 2 Fahrspuren pro Richtung bereitgestellt werden können.

"Das widerspricht der von der Stadt behaupteten Politik der Förderung des Radverkehrs" sagt Konrad Krause vom ADFC. "Radfahrer werden dadurch unnötig ausgebremst. Wir haben uns von Anfang an gegen diese Variante ausgesprochen."

 

Auch mit der aktuellen Gesetzeslage lässt sich diese Planung nicht vereinbaren. Sollten die Radfahrer per Schild verpflichtet werden, die Fußgängerbrücke zu benutzen, verstieße die Verwaltung gegen geltendes Recht. "Aus Sicherheitsgründen sollten Radfahrer die Fahrspuren auf der Albertbrück direkt nutzen. Allein das mehrfache Queren der Straße vor und nach der Brücke erhöht das Unfallrisiko erheblich" so Konrad Krause vom ADFC Dresden. "Angesichts der Menge des Fuß- und Radverkehrs auf der Albertbrücke ist die Zusatzbrücke zu schmal. Wohin sollen Fußgänger ausweichen und wie sollen Eltern mit Anhängern um die engen Kurven kommen?"

 

"Es ist nicht hinnehmbar, dass die Bevorzugung des motorisierten Individualverkehrs zu Lasten der anderen Verkehrsteilnehmer und vor allem zu Lasten ihrer Sicherheit vollzogen wird. Der erwartete Kollaps des Straßenverkehrs an der Albertbrücke ist seit der Begrenzung des Autoverkehrs auf zwei Spuren nicht eingetreten. Dresden gehört immer noch zu den Spitzenreiten bei der Geschwindigkeit für den motorisierten Individualverkehr und zu den Schlußlichtern bei der Fahrradfreundlichkeit" so Krause abschließend.