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Vermeintlicher Geschwindigkeitsgewinn für Autofahrer wird gegen Verkehrssicherheit der Radfahrer aufgerechnet.

OB Orosz hat angekündigt, den Verkehrsversuch am Barteldesplatz abzubrechen. Das Straßen- und Tiefbauamt hatte an dem Platz aus Gründen der Verkehrssicherheit eine Verkehrsinsel und Radstreifen angeordnet. In der Vergangenheit sind an dieser Stelle zahlreiche Fußgänger und Radfahrer durch den Autoverkehr schwer verletzt worden.

"Die Sicherheit des Verkehrs muss uns doch in jedem Fall mehr Wert sein, als dass dort jemand in seinem Auto vermeintlich etwas kürzer wartet" sagt Konrad Gähler vom ADFC Dresden. "Ich finde es unverständlich, dass für Frau Orosz ein paar gesparte Sekunden einiger Autofahrer wichtiger sind als das Leben und die Gesundheit von Radfahrern und Fußgängern. Mit ihrem Einknicken vor einigen Parteifunktionären stellt sie sich leider an die Spitze der verkehrspolitischen Inkompetenz in Dresden."

Im Übrigen verstößt die Oberbürgermeisterin gegen geltendes Recht. In der Verwaltungsvorschrift zu den Paragraphen 39 - 43 der StVO heisst es:

Die Flüssigkeit des Verkehrs ist mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu erhalten. Dabei geht die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer der Flüssigkeit des Verkehrs vor.

Der ADFC Dresden wird rechtliche Schritte prüfen.