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„Das geplante Radfahrverbot in den Dresdner Grünanlagen ist eine völlig nutzlose Überregulierung, die niemandem weiterhilft“ sagt Konrad Gähler vom ADFC. „Die bisherigen Regelungen, die es gibt, reichen vollkommen aus. Sie müssen aber eben auch von der Polizei durchgesetzt werden“ sagt der ADFC-Sprecher.

In der Dresdner Polizeiverordnung heißt es dazu: „In Grün- und Erholungsanlagen ist es untersagt, durch das Fahren mit Rollschuhen, Rollerskates, Skateboards, Fahrrädern oder anderen Spiel- und Sportgeräten Personen zu gefährden oder unzumutbar zu belästigen“ (§ 12 Punkt f der Polizeiverordnung der Landeshauptstadt Dresden).

Für viele Radfahrer führt der tägliche Weg zur Arbeit oder zur Schule durch die städtischen Grünanlagen. Sogar offizielle Radrouten führen durch Parks. „Mit dem Entwurf der Grünanlagensatzung würden all jene Radfahrer bestraft, die sich nicht rücksichtslos verhalten. Denn diejenigen, die sich um Verkehrsregeln ohnehin nicht besonders kümmern, werden auch die neuen Regeln ignorieren. Da ist es schon sehr putzig, dass der Leiter des Grünflächenamts genau diesen Leuten verspricht, dass sie keine Kontrollen befürchten müssen.“

Einen weiteren Grund für das geplante Radfahrverbot sieht das Grünflächenamt im hohen Verschleiß der wassergebundenen Wegeoberflächen in den Parks. Die untauglichen Wege verwandeln sich bei Regen in Schlammpisten und müssen deshalb immer wieder saniert werden. „Jetzt, wo das Geld knapp ist, sollen die Radfahrer für die Fehlplanungen der Stadt haften. Eine ungeeignete Wegoberfläche wird auch dann nicht besser, wenn sie nicht mehr mit dem Fahrrad benutzt werden darf. Wenn man Anfang der 90er Jahre auf das Grünflächenamt gehört und den Elbradweg mit einer wassergebundenen Oberfläche gebaut hätte, würde dort wohl heute auch das Radfahren verboten werden. Der ADFC setzt sich dafür ein, dass die Stadt mit ihren Grünflächen für alle gut erlebbar ist.“ so Gähler abschließend.