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unfall

Die Zahl der Unfalltoten in Deutschland sinkt. Kamen im Jahr 1990 noch 11.046 Menschen auf Deutschlands Straßen ums Leben, sank die Zahl bis zum Jahr 2000 auf 7.503. Im Jahr 2008 ließen 4.477 Menschen im Straßenverkehr ihr Leben. Bei zwei von fünf Unfalltoten ist "nicht angepasste Geschwindigkeit" die Unfallursache.

Obwohl die Zahl der Radfahrer in den letzten Jahrzehnten enorm gestiegen ist (10% aller Wege), sank auch die Zahl der getöteten Radfahrer seit 1978 um mehr als zwei Drittel. Lag der Anteil des Radverkehrs im Jahr 1978 bei nur 3% am Gesamtverkehr, starben damals 1.595 Radfahrer. 30 Jahre später liegt diese Zahl bei 456 Menschen.

Ursachen für diesen positiven Trend sind die verstärkte Ausweisung von Tempo-30-Zonen, die härtere Bestrafung von Alkoholdelikten im Straßenverkehr und die höhere Anzahl der Radfahrer. Dennoch bleibt noch viel zu tun: noch immer lassen 4.477 Menschen zuviel im Straßenverkehr ihr leben.

Entgegen der landläufigen Meinung sind an Unfällen zwischen Fahrrädern und Autos häufiger die Autofahrer schuld. Mit einem Fahrrad ist es deutlich schwieriger, Menschen zu verletzen oder gar zu töten. Eine weitere Absenkung der Maximalgeschwindigkeiten, besonders in Städten, könnte die Zahl der schweren Unfälle weiter verringern helfen. Auch die bauliche Anlage von Radwegen ist oft nicht dazu angetan, das Radfahren sicherer zu machen, sondern bringt Radfahrer oft gerade erst in den Toten Winkel von Autos.

Statistiken des Statistischen Bundesamts

Siehe auch: Benno Koch

Ein detaillierter Bericht über Verkehrsunfälle mit Radfahren in Dresden erscheint in den nächsten Tagen auf dieser Seite.

Foto by: wiesbaden112