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Auch im Winter müssen Radfahrer ans Ziel

Auch im Winter müssen
Fahrradfahrer ans Ziel

Viele Dresdner nutzen das Fahrrad im Alltag. Eigentlich sollen es immer mehr werden, geht es nach dem Stadtrat, dem Freistaat und der Bundesregierung. Alltag - das heißt Radfahren nicht nur bei Eitel-Sonnenschein! Auch wenn es regnet oder schneit, der Weg zur Arbeit, in die Schule oder zum Einkaufen kann nicht aufgeschoben werden. Warm und wetterfest angezogen und bei Schnee etwas vorsichtiger, kommt man auch im Winter sicher ans Ziel. Das es geht, zeigt die Praxis: Selbst bei schlimmsten Schneetreiben sieht man überall Radfahrer (Bilder vom letzten Jahr).

Der Stadtverwaltung scheint das nicht zu passen. Der Grünen-Stadtrat Stephan Kühn fragte an, ob es ins Sicherheitskonzept passe, wenn Radwege nicht vom Schnee geräumt werden. Baubürgermeister Feßenmayr lässt antworten: "Im Sinne der Verkehrssicherheit sollte bei schwierigen Witterungsbedingungen auf eine Radfahrt verzichtet werden". Radfahrer im Winter - das darf nicht sein!

Fahrradfahrer im Schneetreiben

Radfahrer im Schneetreiben

Sicher kann man von der Stadtverwaltung nicht erwarten, dass alle Straßen und Radwege geräumt werden. Aber zu fordern, Radfahrer sollen bei Schnee zu Hause bleiben, ist dreist. Warum stellt die Stadtverwaltung nicht den ganzen Winterdienst ein? Autofahrer bleibt einfach zu Hause! Fußgänger, verlasst eure Wohnungen nicht! Die Begründung ist doch so klar: aus Sicherheitsgründen sollte bei Schnee kein Gebäude verlassen werden.

So nicht, Herr Feßenmayer! Sie haben den Auftrag, dafür zu sorgen, dass Radfahren gefördert wird, auch im Winter. In den letzten Jahren haben ihre Angestellten einige Radwege geräumt. Das ist gut so, auch wenn es viel zu wenige sind. Dort wo Radwege zugeschneit sind, dürfen und sollten Radfahrer auf die Fahrbahn ausweichen. Die muss dann so geräumt werden, dass man auch mit dem Fahrrad sicher ans Ziel kommt, zumindest wenn es Hauptstraßen sind.

Traurig, dass es in der Verwaltung Leute gibt, die ernsthaft glauben, Radfahren sei lediglich Sommersport. Noch schlimmer aber, dass der Baubürgermeister als deren Chef das durchgehen lässt. Feßenmayer hat den Auftrag, den Alltagsradverkehr zu fördern. Offensichtlich hat er ihn nicht verstanden.