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Foto: Ingo WesenackNachdem das Hochwasser im Juni 2013 die Augustusbrücke erheblich beschädigt hat, plant die Stadt nun eine Sanierung mit Flutfördermitteln. Die Sanierungsvorlage vom März sieht eine „denkmalgerechte Instandsetzung und Hochwasserschadensbeseitigung an der Augustusbrücke“ vor. Laut Vorlage soll die Brücke baulich für alle bisherigen Verkehrsarten erhalten bleiben. Die lässt jedoch offen, ob es Einschränkungen, z.B. für den Kfz-Verkehr, geben soll. An Radfahrer wurde erfreulicherweise gedacht: Am Rand der Fahrbahn sollen flachgeschnittene Pflastersteine statt holperige Kopfpflastersteine verwendet werden.
Der ADFC Dresden hat dennoch Verbesserungsvorschläge geäußert (die SZ berichtete): Erstens sind auch flachgeschnittene Pflastersteine für Radfahrer nicht so angenehm wie Asphalt. Zweitens schlagen wir eine Absenkung der Bordsteinhöhe von 15 cm auf 3 cm vor, weil das eine Erleichterung für Familien mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrende, Sehbehinderte und sowie für Kinder auf dem Fahrrad ist. Drittens wird die Brücke so wenig vom Kfz-Verkehr genutzt, dass eine Reservierung für den Umweltverbund (Radfahrer, Fussgänger und ÖPNV) verhältnismäßig ist, so wie es seit 2012 im Verkehrsentwicklungsplan vorgesehen ist.
Mittlerweile wurde der dritte Punkt auf der öffentlichen Sitzung vom Ortsbeirat Altstadt am 1.4.2014 im Sinne des ADFC präzisiert. Der Straßen- und Tiefbauamtsleiter Prof. Reinhard Köttnitz hat sich klar für die Reservierung der Augustusbrücke für ÖPNV, Radfahrer und Fussgänger ausgesprochen. Der ADFC Dresden freut sich darüber. "Das erhöht die Attraktivität der Brücke für Dresdner und Touristen", so ADFC-Vorstandsmitglied Nils Larsen. "Ein sandsteingetönter Asphaltbelag mit niedrigem Bord wäre aus unserer Sicht aber zweckmäßiger (und ästhetisch höherwertiger), als der geplante 'denkmalgerechte' Mischmasch mit drei unterschiedlichen Pflastersteinen und einem hohen Bord. Dafür setzen wir uns ein."