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Am Dienstag, 30.8. hatte der Ortsbeirat Neustadt den Ausbau der Bautzner Straße zwischen Hoyerswerdaer und Martin-Luther-Straße auf dem Tisch. In der Planung sind Radfahrstreifen mit einer Breite von min. 1,85m vorgesehen, was für Dresdner Verhältnisse ganz ordentlich ist. Verbesserungsbedarf im Detail sieht der ADFC dennoch: Links abbiegende Radfahrer aus der Bautzner in die Rothenburger, Hoyerswerdaer, Weintrauben- und die Martin-Luther-Straße sieht die Planung bislang nicht vor. Auch die jeweiligen Enden des Radfahrstreifens und andere fahrradspezifische Details müssen aus Sicht des ADFC optimiert werden.

Erstaunt mussten wir feststellen, dass in der Vorlage der Stadtverwaltung behauptet wird, der ADFC sei in die Planung einbezogen gewesen. Dies ist eine glatte Erfindung des Straßen- und Tiefbauamts. Auf den Hinweis einer Ortsbeirätin, dass der ADFC keineswegs eingebunden worden war, entschied sich der zuständige Bearbeiter der Stadt für die Flucht nach vorn: Wenn der ADFC eingebunden worden wäre, hätte er dem Ausbau in dieser Form sicherlich zugestimmt, es seien ja Radstreifen vorhanden. Hätte, hätte, hätte: Keine besonders zufriedenstellende Antwort, meinen wir.

Klar kann es auch der Dresdner Stadtverwaltung passieren, dass aus Versehen die Unwahrheit in eine Stadtratsvorlage gelangt. Niemand ist perfekt. Schön wäre es aber, so einen Lapsus dann zuzugeben, anstatt sich zulasten Dritter herauszureden. Und hätte man den ADFC tatsächlich rechtzeitig eingebunden, hätten auch die einige fahrradspezifische Details rechtzeitig verbessert werden können. Hätte, hätte, hätte: Als Ergebnis gibt es jetzt unnötig Ärger auf allen Seiten. Der ADFC Dresden wird sich dennoch weiter im Maß des Möglichen (und des Ermöglichten …) in den Planungsprozess zur Bautzner Straße einbringen.