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Schon im letzten Jahr hatte das Dresdner Verwaltungsgericht der Stadt verboten, Radfahrer auf die völlig unzureichenden und unsicheren Radwege auf der Kesselsdorfer Straße zu zwingen. Im Juli wurden die blauen Radwegschilder entfernt. Radfahrer dürfen seitdem auf der Fahrbahn fahren.

Damit die Radfahrer nicht die Straßenbahn ausbremsen, werden auf der Kesselsdorfer Straße Parkplätze entfallen. Der "Gewerbeverein Kesselsdorfer Straße", dessen einziger Erfolg bisher die Einrichtung eben dieser Parkplätze ist (seine andere unrühmliche Rolle spielt er, indem er seit Jahren den Boulevard Kesselsdorfer Straße verhindert), polemisiert nun mit allen Mitteln gegen die Verbesserung der Sicherheit für den Fahrradverkehr. So heißt es in einer Mitteilung des Vereins:

...dürfen nach der derzeit geltenden Straßenverkehrsordnung Radfahrer die bisher auf den Gehwegen ausgewiesenen Radwege nicht mehr befahren und müssen mit den anderen Fahrverkehrsteilnehmern gemeinsam die Fahrbahn benutzen. Dies stellt alle Radfahrer - insbesondere für Kinder, jugendliche sowie auch ältere Radfahrer - ein unzumutbares Risiko dar...

Pustekuchen: Erstens handelt es sich bei dem Radweg auf der Kesselsdorfer um einen so genannten "anderen Radweg". Den darf man als Radfahrer benutzen, wenn man will. Und zweitens hat das Gericht die Radwegbenutzungspflicht ja eben deshalb aufgehoben, weil das Radfahren auf der Kesselsdorfer auf den Radwegen unsicherer war als auf der Fahrbahn.

Die "Gewerbetreibenden" sollten vielleicht besser mit offenen Karten spielen und zugeben, dass es ihnen vor allem ums Parken ihrer eigenen PKWs vor den Geschäften geht. Für ihre Rad fahrende Kundeschaft haben sich die Gewerbetreibenden auf der Kesselsdorfer (außer bike 24 vielleicht...) komischerweise noch nie eingesetzt. Vielleicht kämen aber genau dann anstelle der vielen, vielen, die da nicht mehr parken können, ein paar mit dem Rad zum einkaufen auf die Kesselsdorfer Straße.