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Radweg

  • Gefahrenstelle an Bautzner/Rothenburger wird entschärft

    Die Stadt Dresden entschärft die Gefahrenstelle an der Bautzner/Rothenburger Straße. Dort war im Februar 2016 eine junge Frau von einem Betonmischer getötet worden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch die unsichere Verkehrsführung für Radfahrer einen Anteil am Unfall hatte: Unmittelbar vor der Kreuzung werden Radfahrer auf einem Radstreifen geführt, der dann im Nichts endet. Radfahrer werden dann rechts neben dem motorisierten Verkehr auf die Kreuzung geführt, wo sich jedoch die Fahrbahn stark verschmälert. Unmittelbar hinter der Kreuzung geschah der tödliche Unfall im Februar.

    Dass hier nun etwas passiert, geht auf den Druck des ADFC zurück. Wenige Tage nach dem Unfall baten Vertreter des ADFC um einen dringenden Termin beim Dresdner Baubürgermeister Schmidt-Lamontain (Grüne). Im Treffen Mitte Februar wurde mit Nachdruck der Umbau der Kreuzung gefordert. 

    Die Kreuzung war erst im Sommer 2014 umgebaut worden, die Gefahrenstelle also neu geplant und gebaut. Schon damals hatte der ADFC gegenüber dem Ortsbeirat Neustadt, dem Bauausschuss des Stadtrats, dem Stadtplanungsamt und dem damals amtierenden Baubürgermeister Marx (CDU) dringend eine Entschärfung der offensichtlichen Gefahrenstelle gefordert - ohne Erfolg. 

    Die Vorgänge um die Kreuzung Rothenburger / Bautzner Straße zeigen auch, dass Dresden dringend ein Radfahrbüro benötigt, wo systematisch Gefahrenstellen für den Radverkehr entschärft werden und bei Neu- und Umbauplanungen im Stadtgebiet die Sicherheitsbelange des Radverkehrs Teil jeder Planung werden.

  • Mehr Platz für Radfahrer auf der Albertbrücke?

    Auf der Albertbrücke stehen für 14.000 Autos am Tag vier Fahrspuren zur Verfügung. Das ist eine ziemliche Platzverschwendung (Carolabrücke 45.000, Marienbrücke 31.000, WSB 36.000). Damit der Autoverkehr auf der Albertbrücke gut fließen kann, sind sie jedenfalls nicht nötig.

    Würde man die beiden äußeren Fahrspuren zu Radwegen umwandeln hätte das drei vorteilhafte Nebeneffekte: 1. Radfahrer hätten in jeder Fahrtrichtung 3,25 m statt 1,60 m breite Spuren auf der Brücke, sie könnten sich leichter überholen 2. Mit dem Rad könnte man besser in die Glacisstraße abbiegen und 3. das lächerliche Doppelgeländer an der Albertbrücke könnte abgebaut werden, denn die Erhöhung des Geländers auf 1,30m ist nur für Radwege erforderlich, nicht aber bei Gehwegen. Über das Geländer lacht mittlerweile die ganze Republik - es wieder abzubauen und den Gehweg den Fußgängern zu lassen, wäre wahrscheinlich nicht die schlechteste Idee.

    Täglich fahren etwa 10.000 Menschen mit dem Rad über die Albertbrücke. Zählungen der letzten Jahre zeigen, dass die Radnutzung immer mehr zunimmt. Die neu eingerichteten Radwege auf der Albertbrücke haben lediglich eine Breite von 1,60 m, das ist nach den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) das Mindestmaß für schwachen Radverkehr. Auch im Lichte des erwartbaren Zuwachses ist es nur logisch, dem Radverkehr auf der Brücke mehr Platz einzuräumen.

    Wir haben dazu mit BILD Dresden gesprochen.