Geschrieben von: FRK Freitag, den 11. Mai 2012 um 17:58 Uhr
Sechs Monate ist es her, seit die Stadt die „kleine Albertbrücke“ für den Fuß- und Radverkehr freigegeben hat. Schwere Planungsmängel wurden schon zur Eröffnung deutlich, als Radfahrer auf dem winterglatten Holzbelag stürzten. Die Stadt wies damals alle Schuld von sich und behauptete, alles wäre nach den Regeln der Technik geplant und gebaut worden – was ob neuerlich aufgetretener Schäden immer weniger einleuchtet. Balken biegen sich, Nägel werden locker und die Oberfläche wird holpriger. Dass es von insgesamt 2700 Balken bei den nur 15 bleiben wird, die nun bereits auszutauschen sind, ist stark zu bezweifeln. Die Brücke hat immerhin erst ein Achtel ihrer geplanten Lebenszeit hinter sich und vielleicht muss sie wegen Bauverzug noch länger halten.
Seit 2005 ist die Zahl der Radfahrer auf der Brücke um über die Hälfte angewachsen. „Die Albertbrücke ist bei täglich 10.000 Radfahrern mit Abstand die bedeutendste Brücke für Dresdens Radverkehr, Tendenz steigend“, sagt Franz-Richard Kunze, Redakteur der Zeitschrift des ADFC Sachsen Reflektor. „Ob die Stadt hier an der falschen Stelle gespart hat?“
Geschrieben von: KK Sonntag, den 06. Mai 2012 um 13:04 Uhr
In den letzten Monaten wurde die Radverkehrspolitik in Dresden durch ein Bicycle Policy Audit (BYPAD) untersucht. BYPAD dient der Evaluierung und Qualitätsverbesserung kommunaler Radverkehrspolitik und wurde bislang in ca. 140 Städten bzw. Regionen in 21 Ländern Europas angewendet. Erreichbar ist eine Benotung auf einem Level zwischen 1 und 4. Dresden hat eine Bewertung von 2,3 erhalten. Die Level bedeuten im Einzelnen:
| Nachtrag: Der durchaus kritische und detaillierte BYPAD-Abschlussbericht steht inzwischen auf der Webseite der Stadt Dresden. |
Geschrieben von: KK Mittwoch, den 02. Mai 2012 um 09:01 Uhr
Auch dieses Jahr wird am Elberadweg einiges passieren: Unterhalb der Carolabrücke soll der Radweg auf Altstädter Seite über den bisherigen Parkplatz geführt werden, auch ein Teilstück unter dem Blauen Wunder könnte dieses Jahr fertig werden. Und für den Bau eines linkselbischen Parallelwegs zwischen Albertbrücke und Blauem Wunder ist immerhin Geld im städtischen Haushalt eingestellt. Wann es losgeht, ist bislang noch unklar. Am Ballhaus Watzke in Pieschen sind die Bauarbeiten dagegen bereits abgeschlossen.
Doch an vielen Stellen besteht noch Nachholbedarf: Bis mindestens 2014 wird das marode Großpflaster auf dem Körnerweg Radfahrer durchschütteln. Auch die Verlängerung des Weges in Richtung Pillnitz wird wohl noch länger auf sich warten lassen. Schließlich fehlt zwischen der Niederwarthaer Brücke und dem Dresdner Ortsausgang auf der linken Elbseite ein Stück Radweg Richtung Meißen, weshalb die Nutzer des Elbradwegs im Moment auf die B6 ausweichen. Ganz zu schweigen von der erheblichen Lücke des rechtselbischen Wegs zwischen Altmickten und Kaditz.
Und auch die Elbbrücken sind bisher nur an einigen Punkten an den Elberadweg angebunden. An der Marienbrücke fehlt eine Anbindung völlig, an der Augustusbrücke ist sie nicht legal nutzbar (Gehwege) und die Albertbrücke wird auch nach ihrer Sanierung nur auf der Neustädter Seite an den Elbradweg angeschlossen sein.
Aber nicht nur bauliche Mängel muss Politik und Verwaltung beheben. Die Filmnächte durften Radfahrer letztes Jahr erstmals während Veranstaltungen auf dem Elbradweg durchqueren. Ob das auch nach einer neuen Ausschreibung der Filmnächte so bleibt, ist keineswegs sicher.
Geschrieben von: KK Dienstag, den 17. April 2012 um 14:15 Uhr
Man kennt das: Eine rote Ampel, man will rechts abbiegen, doch weil ein Grünpfeil für den Autoverkehr zu gefährlich wäre, oder Autos nicht rechts abbiegen dürfen, müssen auch Radfahrer warten, bis es wieder grün ist. An vielen Stellen eigentlich sinnlos. Beispiele? Vom Külzring nach rechts in die Wallstraße, von der Könneritzstraße nach rechts in die Schweriner oder von der Freiberger nach rechts in die Hertha-Lindner-Straße.
In Frankreich dürfen an ausgewählten Kreuzungen Radfahrer bei Rot fahren. Sogar geradeaus. Einzige Einschränkung: Fahrzeugen und Fußgängern, die grün haben, muss natürlich die Vorfahrt gewährt und, wenn nötig, gestoppt werden. Die Maßnahme ist ein Schritt zur Förderung des Radverkehrs und dient ausdrücklich dazu, die Verkehrssicherheit und Regelakzeptanz von Radfahrern zu erhöhen. Radfahrer werden oft an Ampeln im Toten Winkel das Opfer abbiegender Autos. In den Niederlanden und mehreren französischen Städten war zuvor testweise die Grünpfeil-Regelung eingeführt worden - mit positiven Ergebnissen.
Eine ähnliche Regelung gibt es in Leipzig. Dort befindet sich an der Nürnberger Straße eine Ampel für Radfahrer mit grünem Pfeil, der ausschließlich für Radfahrer gilt. Wann kommen solche cleveren Regelungen auch nach Dresden?
Geschrieben von: KK Mittwoch, den 28. März 2012 um 08:50 Uhr
Die Landeshaupstadt Dresden will mehr für Radfahrer tun. Laut Tagespresse vom 28.3.2012 stehen Erhöhung der Sicherheit, das Schaffen von mehr und besseren Abstellmöglichkeiten sowie die Förderung von Leihsystemen auf dem Programm.
Das ist gut für alle Bürger. Jeder geradelte Kilometer bringt finanzielle Vorteile für die Gesellschaft. Allein die gesundheitlichen Auswirkungen durch die Bewegung sorgen dafür, dass die Krankenkassen spürbar entlastet werden. Nach einer Studie der Universität Wien leben Menschen, die für ihre täglichen Wege vom Auto auf das Fahrrad umsteigen, deutlich länger. Das vorhandene Unfallrisiko wird um ein Vielfaches durch bessere Fitness ausgeglichen.
Aber auch die, die auf das Auto angewiesen sind, haben Vorteile, wenn mehr geradelt wird. Mehr Radverkehr führt zu weniger Autoverkehr und somit zu weniger Stau. Fahrräder benötigen keine Autoparkplätze, sorgen also auch hier für eine Entspannung.
Der Hauptgrund für die zunehmende Nutzung des Zweirades bei vielen Dresdnern dürfte aber einfach bei ganz egoistischen Gründen liegen. "Man ist in der Stadt einfach schnell und bequem unterwegs. Man muss keinen Parkplatz suchen und spart Benzingeld." so Konrad Krause. "Das Fahrrad ist einfach das beste Verkehrsmittel für die Stadt."
Geschrieben von: KK Dienstag, den 20. März 2012 um 09:28 Uhr
Die Albertbrücke ist die Brücke mit dem meisten Radverkehr in Dresden. Etwa 10.000 Radfahrer queren hier täglich die Elbe. In naher Zukunft soll die Brücke saniert werden und das ist auch höchste Zeit. Nicht nur Bauschäden machen ihr zu schaffen, auch die Bedingungen für Radfahrer und Fußgänger sind suboptimal. Aber auch in der Neuplanung der Albertbrücke wurden grundlegende Probleme nicht angepackt: Es gibt keine Abbiegespur in die Glacistraße, die Anbindung an den Elberadweg bleibt auf der Altstädter Seite mangelhaft und der Radweg ist vom Gehweg nicht baulich getrennt - Konflikte zwischen Fugängern und Radfahrern sind vorprogrammiert.
Nachdem die Hinweise des ADFC zur Planung der Albertbrücke im Vorfeld der Planungen leider ignoriert wurden, hat sie der Fahrradclub nun im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens erneut eingebracht.
Geschrieben von: KK Samstag, den 10. März 2012 um 12:57 Uhr
Damit Menschen vom Auto auf das Fahrrad umsteigen, legen sie - noch vor besseren Radwegen - Wert auf sichere Fahrradstellplätze (siehe ADFC - Fahrrad-Monitor 2011 (pdf), S. 37). Auch in Dresden mangelt es noch an Möglichkeiten, das Fahrrad abzustellen.
Zwar hat die Stadt in den letzten Monaten an einigen Stellen neue Fahrradbügel aufgestellt, es bleibt aber noch viel zu tun und zwar nicht nur an den Bahnhöfen. Der Bedarf ist riesig. Schon seit langem fehlen beispielsweise am World Trade Center Fahrradparkplätze. Statt der großen Nachfrage gerecht zu werden, wurden im Jahr 2011 dort sogar welche weggenommen. Verbesserungen sind nicht in Sicht. Auch Supermärkte bekommen in Dresden selbst dann eine Baugenehmigung, wenn sie zu wenige und minderwertige Fahrradständer aufstellen.
Aus internen Kreisen hört man, dass es für Hausbesitzer nicht leicht ist, Fahrradbügel im öffentlichen Raum - beispielsweise vor Geschäften oder Wohnhäusern mit hoher Fahrradnutzung - aufzustellen. Wir bleiben dran und hoffen auf Besserung. Einen kleinen Beitrag kann jeder leisten, indem er bei der Stadt seinen Bedarf anmeldet.
- Antragsformulare für Fahrradbügel gibt es beim ADFC Dresden.
Geschrieben von: KK Dienstag, den 06. März 2012 um 09:13 Uhr
Die Deutsche Bahn lässt im Service für ihre Kunden weiter nach. Zum 1. März 2012 wurde nun das Gepäckcenter am Hauptbahnhof geschlossen. Dort bestand für ca. 50€ pro Jahr die Möglichkeit, sein Rad witterungsgeschützt und vandalismussicher unterzubringen. Für Pendler war das wirklich ein Segen: Sie konnten mit der Bahn nach Dresden fahren und sich dann mit ihrem Rad flexibel durch die Stadt bewegen. Martin Ritscher, der aus Bautzen kommt und in Dresden arbeitet sagt: "Ab heute Nacht steht mein Rad nun also wieder draußen und ich reise jeden Morgen aus Bautzen mit der Unsicherheit an, ob nicht irgendwelche Idioten ihm wieder einmal Schaden zufügt haben."
Schon seit Jahren wird immer wieder mal erwogen, an den beiden großen Bahnhöfen Fahrradstationen einzurichten. Die vielen Fahrräder vor den Bahnhofsgebäuden und Erfahrungen aus anderen Städten deuten darauf hin, dass man so etwas in Dresden gut betreiben könnte. Nun also einen Schritt zurück: Ritschers Kollegen, die aus der Ferne anreisen und ein Rad am Hauptbahnhof stehen haben, sind schon öfter Opfer von Vandalismus oder Diebstahl geworden.
Geschrieben von: NM Dienstag, den 21. Februar 2012 um 21:56 Uhr

Mit über 9000 Radfahrern pro Tag ist die Albertbrücke die wichtigste Brücke für Radfahrer in Dresden. Aber auch nach der Sanierung wird sie keine komfortable und sichere Verbindung für Radfahrer sein. Die derzeit ausgelegten Planfeststellungsunterlagen zeigen eine Reihe von Mängeln.
Leider war es der Verwaltung nicht möglich, die Unterlagen auch im Internet bereitzustellen, wie das bei vergleichbaren Projekten sonst passiert. Damit sich noch was verbessert, ist es notwendig, dass viele Menschen eine eigene Stellungnahme zur Sanierung der Albertbrücke schreiben. Damit das einfacher geht, veröffentlichen wir hier die abfotografierten Planungsunterlagen.
Geschrieben von: KK Freitag, den 10. Februar 2012 um 11:38 Uhr
Entgegen der Meinung mancher Stadträte und der Stadtverwaltung in Dresden führt das Befahren von Einbahnstraßen in Gegenrichtung für Radfahrer zu weniger Unfällen. Bereits seit 1997 besteht die Möglichkeit in der Straßenverkehrsordnung, Einbahnstraßen für Radfahrer in die Gegenrichtung zu öffnen. Die seitdem gemachten positiven Erfahrungen deutschlandweit haben sogar dazu geführt, dass die Vorraussetzungen für die Freigabe 2009 weiter vereinfacht wurden. Seitdem gibt es bei den meisten Einbahnstraßen keinen Grund, den Radverkehr zu blockieren.
Weiterlesen: Freigabe von Einbahnstraßen erhöht Sicherheit und Komfort
Geschrieben von: KK Donnerstag, den 09. Februar 2012 um 13:35 Uhr
Zur Mitgliederversammlung am 8. Februar hat der ADFC Dresden einen neuen Vorstand gewählt. Anne Jubeh (26), Nicole Matthies (28), Konrad Krause (29) und Dirk Spitzner (28) werden den Verein für die nächsten zwei Jahre leiten.
Der ADFC Dresden ist mit 1200 Mitgliedern der stärkste Kreisverband in Ostdeutschland. Im Jahr 2011 sind 200 neue Mitglieder hinzugekommen. Zur Mitgliederversammlung wurde ebenso eine Arbeitsgruppe gegründet, die einen Radweg Dresden-Berlin voranbringt. Interessenten - auch für andere Arbeitsgruppen - können sich gern beim ADFC melden.
Geschrieben von: KK Donnerstag, den 09. Februar 2012 um 12:22 Uhr
Nach der Sanierung der Altenberger Straße hat die Stadt hier erfreulicherweise einen recht breiten (etwa 1,75m) Radstreifen eingerichtet. Leider nehmen das die Autofahrer nicht zur Kenntnis und beparken ihn. Es wird ihnen aber auch nicht einfach gemacht: Fahrradpiktogramme auf dem Asphalt fehlen völlig.
Schade, dass erst viel Geld für eine gute Fahrbahn ausgegeben wird und dann an ein paar Piktogrammen auf der Fahrbahn gespart werden muss. Der ADFC Dresden ist dran.
Geschrieben von: KK Freitag, den 03. Februar 2012 um 11:59 Uhr
Im Januar 2012 wurden 75 neue Fahrradbügel am Georg-Arnhold-Bad aufgebaut. Damit wird es den vielen Dresdnern endlich leichter gemacht die die schöne Tätigkeit Schwimmen gern mit der schönen Tätigkeit Radfahren kombinieren. Klasse!
(Dass kein geparktes Fahrrad auf dem Bild zu sehen ist, liegt nicht daran, dass die Bügel keiner brauchen würde, sondern an der etwas fahrradunfreundlichen Temperatur von ca. -20°C... und dass sie auf dem Foto gerade ganz frisch eingegraben sind)
Geschrieben von: KK Dienstag, den 17. Januar 2012 um 18:03 Uhr
Die Hansestadt Hamburg will über eine Bundesratsinitiative die Helmpflicht für Kinder einführen. Ein Antrag in der Hamburger Bürgerschaft wurde von der dortigen CDU-Fraktion gestellt. Die Hamburger SPD signalisiert bereits Zustimmung. Innensenator Michael Neumann (SPD): “Für Kinder befürworte ich die generelle Helmpflicht uneingeschränkt."
In seinem Blog Zukunft Mobilität geht der Dresdner Verkehrswirtschaftler Martin Randeloff auf diesen Antrag ein und stellt fest, dass die Altersgruppe 0-18 Jahre im Straßenverkehr besonders selten in tödliche Unfälle verwickelt ist. Besonders gefährdet sind hingegen 18-25jährige Verkehrsteilnehmer und solche über 75 Jahre. Weiterhin schreibt Randeloff:
Von den im Jahr 2010 getöteten Kindern verloren 49 und damit fast die Hälfte der Kinder als Mitfahrer in einem Pkw ihr Leben. [...] Gegenüber dem Vorjahr sind vor allem mehr Kinder in einem Auto zu Tode gekommen (+32%), davon betroffen waren vor allem die jüngeren Kinder bis neun Jahre (+67%). Aber auch als Fußgänger starben mehr Kinder als im Jahr 2009 (+22%). Dagegen verunglückten weniger Kinder als im Jahr 2009 mit ihren Fahrrädern tödlich (–17%).
Was also außer reiner Populismus ist eine solch fragwürdige Initiative?Geschrieben von: KK Freitag, den 30. Dezember 2011 um 11:01 Uhr
Im letzten Jahr ist für Radfahrer einiges passiert. Wir haben mal eine Liste aufgestellt, was besser und was schlechter geworden ist. Fangen wir an mit den negativen Entwicklungen:
- Die Stadt toleriert Radwegparker.
- Der vierspurige Ausbau der Königsbrücker Straße wird beschlossen
- Die Rutschbrücke ist für Radfahrer sehr unsicher
- Am Neustädter Bahnhof gibt es weniger Platz für Fahrräder
- Die Baustelle der Waldschlößchenbrücke ist monatelang am Elberadweg nicht richtig passierbar
- Beim Bau der Brücke in Niederwartha wurde der Radverkehr ignoriert
- Das Radverkehrskonzept 26er Ring wird von der Stadt kaum umgesetzt
- Die Vorgespräche zum Verkehrsentwicklungsplan entpuppen sich als Alibiveranstaltung
- Die Zahl der Fahrradunfälle in Dresden sinkt
- Der Pirnaische Platz hat nun allseitig Radstreifen
- Zum Kirchentag ist die Augustusbrücke autofrei und es stellt sich heraus: Das ist klasse
- An zahlreichen Stellen in der Stadt gibt es neue Fahrradbügel
- Die Stadt öffnet weitere Einbahnstraßen für Radfahrer
Diese Positivbeispiele zeigen: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wenn sich für einen gesunden, platzsparenden und stadtverträglichen Verkehr endlich dauerhafte Mehrheiten im Stadtrat finden, könnte aus der Landeshauptstadt schnell eine vollwertige Fahrradstadt werden. Ansonsten sind die Voraussetzungen dafür nämlich vorhanden.
Und eine wichtige Voraussetzung, dass sich in Dresden die politischen Mehrheiten Richtung Fahrradstadt ändern ist ein starker und aktiver ADFC. Vom Radweg Dresden - Berlin über den Kampf für eine fahrradfreundliche Königsbrücker Straße bis hin zu einem verbesserten Angebot an Radtouren: Es gäbe noch x Projekte, für die wir noch Helfer suchen und viele Ideen, die uns noch nicht gekommen sind. Um dem Erfolg des ADFC in Dresden etwas nachhelfen, brauchen wir mehr Aktive und, so platt das auch klingen mag: Auch etwas mehr Geld.
Geschrieben von: KK Mittwoch, den 21. Dezember 2011 um 00:42 Uhr
Der Dresden-Newsletter teilt unter der Überschrift "Winterdienst ist gut gerüstet" mit:
Der städtische Winterdienst ist heute mit 50 Arbeitskräften und 40 Streufahrzeugen einsatzbereit. In den Morgenstunden wurden bereits Kontrollfahrten, vor allem in den Höhenlagen und an Gefällestrecken der Hauptstraßen, realisiert. Dort wurde nach Bedarf gestreut. Sollte es im Laufe des Tages zu Schneefall im Stadtgebiet kommen, wird der Winterdienst dann auch hier unterwegs sein.
Diese Meldung des städtischen Presseamtes ist wohl eher ein schlechter Witz. Bei Schneefall wird in Dresden fast kein Meter Radweg geräumt. Auf ein Schreiben des ADFC antwortete die Stadt: "Eine generell schneefreie Piste kann unter winterlichen Wetterverhältnissen generell nicht gefordert werden" und: "Die Beräumung des Elbradwegs erfolgt nicht, da selbstständige Radwege nicht betreut werden". Das ist auch kein Wunder, denn Dresden verfügt auch nicht über Räumfahrzeuge für Radwege.
Der ADFC Dresden wird sich weiterhin bemühen, dass man in Dresden auch im Winter radfahren kann, so wie das in anderen Städten auch kein Problem ist. Wir wünschen Ihnen sturzfreie und angenehme Weihnachtsfeiertage.
Geschrieben von: BB Montag, den 19. Dezember 2011 um 13:36 Uhr
Der ADFC-Infoladen auf den Bichofsweg 38 bleibt vom 22. Dez. 2011 bis zum 3. Jan. 2012 geschlossen. Am Mittwoch, 21. Dezember besteht zwischen 15 und 19 Uhr für Kurzentschlossene die letzte Möglichkeit, in unserm Laden noch fahrradspezifische Literatur, eine Geschenkmitgliedschaft im ADFC oder andere Weihnachtsgeschenke mit Bezug zum Fahrrad zu kaufen.
Wir wünschen allen Radfahrern ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr 2012!
Geschrieben von: KK Dienstag, den 13. Dezember 2011 um 23:53 Uhr
Seit Juli 2011 dürfen Radfahrer auf der Kesselsdorfer Straße auch auf der Fahrbahn fahren. Das Verwaltungsgericht Dresden hatte zuvor entschieden, dass die Radwege zu unsicher sind und nicht den Standards der StVO entsprechen. Für eine Sanierung der Radwege oder die Einrichtung von Fahrradstreifen auf der Fahrbahn fehlte der Stadt das Geld. Lediglich die blauen Radwegschilder, die das Radfahren auf der Fahrbahn untersagten, wurden abmontiert. Nun wurden an der Stelle des Radwegs für 31.000 Euro 25 Parkbuchten für Autos gebaut.
"Für Autoparkplätze hat die Stadt offenbar zusätzliche Geldreserven", wundert sich auch Konrad Krause, Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Dresden (ADFC). "Die Kesselsdorfer Straße hat für den Radverkehr eine hohe Bedeutung. Deshalb sollten hier breite Fahrradstreifen markiert werden. Am Geld kann das ja eigentlich nicht scheitern. Schließlich war für die 25 Autoparkplätze ganz plötzlich auch eine ordentliche Summe übrig. Offensichtlich spielt der Komfort der PKW-Fahrer für die Stadtverwaltung eine größere Rolle als die Sicherheit auf der Straße."
Weiterlesen: Kesselsdorfer Straße: Für Parkplätze ist Geld da
Geschrieben von: KK Montag, den 12. Dezember 2011 um 23:22 Uhr
Am 12. Dezember 2011 wird die Brücke über die Elbe bei Niederwartha für den Verkehr freigegeben. Für 40 Millionen Euro wurde eine schnelle und bequeme Verbindung von Niederwartha nach Radebeul geschaffen. Allerdings steht schon an der Auffahrt der Brücke das Verkehrszeichen "Radfahrer verboten". Für Fußgänger und Radfahrer ist der Neubau gesperrt. Die millionenteure Brücke kommt nur dem motorisierten Verkehr zugute. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Dresden (ADFC) kritisiert den Brückenbau, weil der Radverkehr völlig vergessen wurde.
Weiterlesen: Radverkehr völlig vergessen - Zur Eröffnung der Niederwarthaer Brücke
Geschrieben von: KK Dienstag, den 06. Dezember 2011 um 17:21 Uhr
Gerade im Winter kann bei entsprechend geräumter Infrastruktur das Radfahren mit Abstand die zuverlässigste und schnellste Verkehrsform sein. Nebenbei trägt der Radverkehr zur Stauvermeidung bei. Viele Städte beräumen im Winter ihre Radwegenetz sodass viele Menschen auch in der kalten Jahreszeit weiter mit dem Rad fahren können.
In Dresden ist das natürlich alles nicht so einfach: Der Schnee von den Autofahrbahnen landet zum großen Teil auf den Radwegen. Und nicht einmal bei den wichtigen Radrouten kann man damit rechnen, dass sie im Winter befahrbar sind. Der Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes bringt es auf den Punkt: "Eine generell schneefreie Piste kann unter winterlichen Wetterverhältnissen generell nicht gefordert werden" und: "Die Beräumung des Elbradwegs erfolgt nicht, da selbstständige Radwege nicht betreut werden".
Dabei wäre ein guter Winterdienst auf Radwegen nicht teuer. Die Räumung von einem Quadratmeter Radweg kostet etwa 10ct im Jahr. Die Beräumung des Elbradweges auf beiden Seiten der Elbe (25km x 3m x 2) würde dementsprechend pro Jahr mit etwa 15.000 Euro zu Buche schlagen. Die Räumung von 200 Kilometer Radwegenetz würde die Stadt etwa 100.000 Euro kosten.
Vergleicht man diese Summe mit anderen Investitionen (Sicherung der Baugrube am Wiener Platz 360.000€ im Jahr, jährliche Unterhaltungskosten der Waldschlößchenbrücke: 1.019.000 Euro, Baukosten des Bramschtunnels: über 50.000.000 Euro), wird schnell deutlich, dass 100.000 Euro für ein im Winter nutzbares Radverkehrsnetz eigentlich nicht viel ist. Das sehr sparsame Verhalten der Stadt lässt sich nur mit speziellen Prioritäten zugunsten des Autoverkehrs erklären.
Geschrieben von: KK Mittwoch, den 30. November 2011 um 11:16 Uhr
Speziell für die "kleine Albertbrücke" in Dresden, auf der Radfahrer und Fußgänger reihenweise ausrutschen, wurde nun ein neues Verkehrszeichen entwickelt: Auf der Brücke gilt nun die Schlittschuhbenutzungspflicht. Die Verantwortlichen dazu: Wir dachten erst, mit dem Schild "Achtung Glätte" (Schneeflocke) sei das Problem behoben, die Glätte gebannt. Mit unserm neuen Schild haben wir uns nochmal ins Zeug gelegt und gezeigt, dass wir für jedes Problem die passende Lösung haben. Die Radfahrer auf der Fahrradbrücke können sich nun sicher sein, dass wir verkehrsschildertechnisch alles menschenmögliche getan haben.
Warum wurde die Brücke eigentlich nicht am 11.11. eröffnet...?
Geschrieben von: NM Mittwoch, den 23. November 2011 um 21:31 Uhr
Am 14.11.2011 wurde die Behelfsbrücke für den Fußgänger- und Radverkehr parallel zur Albertbrücke freigegeben. Bereits in Anwesenheit von Baubürgermeister Jörn Marx und Straßenbauamtsleiter Reinhard Koettnitz kam es zu ersten Stürzen. Die Verantwortlichen sahen jedoch keinen Grund an der Verkehrssicherheit zu zweifeln und gaben die Brücke auch offiziell für den Verkehr frei.
Seitdem kommt es täglich zu Unfällen, die hauptsächlich durch die Rutschigkeit der Holzbohlen sowie der engen Kurvenradien verusacht werden. Leider gehen die Stürze nicht immer glimpflich aus. Bereits mehrfach mussten durch den Rettungsdienst Verletzte versorgt werden. Wie uns viele Radfahrer berichteten, fand mit Ausnahme des Eröffnungstages bisher auch kein Winterdienst auf der Brücke statt.
Weiterlesen: Behelfsbrücke - ADFC fordert Verkehrssicherheit
Geschrieben von: KK Samstag, den 19. November 2011 um 09:48 Uhr
Warum wird das "Radverkehrskonzept Innenstadt" nicht umgesetzt und das über 6 Jahre nachdem es beschlossen wurde? Warum ist der Etat für den Radverkehr so gering? Warum verwirft der Stadtrat immer wieder seine eigenen Beschlüsse, wie zuletzt bei der Königsbrücker Straße? Warum sind einzelne Politiker in Dresden der Meinung, dass schon genug für den Radverkehr getan wude? Warum wird für Radfahrer eine Brücke gebaut, auf der man ausrutscht?
Fragen über Fragen, die jetzt beantwortet werden können: Das Dresdner Kommunalparlament ist bei abgeordnetenwatch. Es lohnt sich, die Stadträte nach den Gründen ihrer Entscheidung zu fragen, ihnen die Meinung zu sagen und - vielleicht, vielleicht - sogar eine Antwort zu erhalten.
Geschrieben von: KK Montag, den 14. November 2011 um 19:44 Uhr
Heute morgen wurde die Fußgänger- und Fahrradbrücke neben der Albertbrücke eingeweiht. Die Kreuzungen an beiden Seiten der Elbe sind von der neuen, "kleinen" Albertbrücke nicht geradlinig erreichbar. Für das hohe Fahrrad-Aufkommen (9000 Radfahrer pro Tag) sind die Anschlüsse der Brücke ans Verkehrsnetz nicht geeignet. Auch die Fahrbahnoberfläche aus Holzbohlen mag schön aussehen, ist aber morgens extrem glatt. Beim Fototermin zur Einweihung der Brücke konnten alle Anwesenden mehrere Stürze mit Radfahrern beobachten. Auch Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes, hätte sich beim Fototermin mit seinem Rad fast hingelegt. Die Bilder bei SZ-Online sprechen Bände.
An alle, die auf der Brücke gestürzt sind oder noch stürzen werden: Bitte meldet euch beim ADFC! Danke.
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