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Immer wieder wird geschimpft über "die Radel-Rowdies", die ständig alle Verkehrsregeln missachten würden und selbst schuld seien, wenn Sie im Straßenverkehr verunglückten.

Dieser landläufigen Meinung widersprechen nicht nur die Ergebnisse von Verkehrswissenschaftlern. Auch die Polizeistatistik von Dresden registriert bei 901 Fahrradunfällen mit Personenschäden in lediglich 383 Fällen die Schuld beim Radfahrer (42%). Bei derartigen Unfällen mit PKW- und LKW-Beteiligung waren jedoch wesentlich öfter die Fahrer der Kraftfahrzeuge schuld (52% bzw. 65%).

Nicht verschwiegen werden sollte aber auch, dass Dresden bei der Verkehrssicherheit noch viel aufzuholen hat. In Dresden wurden Radfahrer und Fußgänger häufiger bei Unfällen geschädigt als im Bundesdurchschnitt.

Die Unfallstatistik ist ein weiteres Argument dafür, den Radverkehr endlich entschieden zu fördern. Denn wenn mehr Fahrräder und weniger Autos unterwegs sind, wird der Stadtverkehr sicherer. Beispiele aus den "Fahrradstaaten" Niederlande und Dänemark zeigen, wie weit das Unfallrisiko auf diese Weise gesenkt werden kann. Dort liegt dieses Risiko bei nur etwa 20% der "normalen Werte" in Deutschland.

Bisher sieht es in Dresden nicht danach aus, als würde sich viel ändern zugunsten der Radfahr-Verkehrssicherheit. Immer wieder werden bei Straßenneubauten die Karten neu gemischt und die Radfahrer gemeinsam mit Fußgängern, parkenden Autos, Telefon- und Wartehäuschen auf knapp bemessene "Restflächen" gedrängt. Und auch von den 350 durch die TU und die Verwaltung als besonders gefährlich eingestuften Kreuzungen sollen in den nächsten fünf Jahren lediglich 20 entschärft werden.

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