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Pressemitteilung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Dresden e.V.

In der aktuell von Politikern, Verwaltungsmitarbeitern und Bürger-Aktivisten geführten Diskussion über die Frage, ob ein Tunnel eine sinnvolle Alternative zum Bau einer Brücke am Waldschlößchen sein könnte, nehmen Argumente zum Radfahrer- und Fußgängerverkehr eine erstaunlich prominente Stellung ein.

Wir sind nach wie vor der Meinung, dass der Bau der Elbquerung an dieser Stelle vorrangig dem motorisierten Individualverkehr dient, selbst für diesen verkehrlich unnötig ist und zunehmend unnötiger wird. Der ADFC Dresden e.V. als Interessenvertretung der Dresdner Radfahrer tritt statt dessen für nachhaltige Verkehrspolitik und alle Bemühungen zum Erhalt des Welterbestatus für das Dresdner Elbtal ein. Auch vor dem Hintergrund des Aachener Gutachtens erscheint uns das mit einer Brücke unmöglich.

Wenn allerdings aufgrund politischer Entscheidungen trotzdem eine Querung errichtet wird, dann müssen auch die Mobilitätsbedürfnisse des umweltfreundlichen Verkehrs angemessen berücksichtigt werden.

Der planfestgestellte Brückenentwurf leistet das nach den kürzlich vorgenommenen Änderungen jedoch noch weniger, da nach dem Wegfall der Treppen nun für Fußgänger wie zuvor schon für Radfahrer die Anbindung an den wichtigen Elberadweg fehlt.

Dass auch Tunnel bei entsprechender baulicher Ausgestaltung für Radfahrer und Fußgänger nutzbar sind, zeigt z.B. der 1958 eröffnete, auf einer Länge von 780 m unterseeisch verlaufende Kanmon-Tunnel zwischen den japanischen Inseln Kyushu und Honshu. Sächsischer Ingenieurskunst wäre eine ähnlich praktikable Lösung sicher zuzutrauen.

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Dresden e.V.

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