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Tipps für faule Radfahrer

Haben Sie auch keine Lust, nach einer Woche täglichem Arbeitsweg mit dem Rad auch noch am Wochenende, bergauf oder gegen den Wind zu fahren? Auf eine Sonntags-Radtour müssen Sie trotzdem nicht verzichten? Auch wenn das Elbtal von Hängen begrenzt ist, das ist kein Hindernis. Ganz im Gegenteil, nutzt man Bus und Bahn, so macht das sogar richtig Spaß!

Bahnstationen rund um Dresden

Obwohl man Fahrräder in allen Verkehrsmitteln mitnehmen kann, ist die Eisenbahn die beste Wahl. In jedem Nahverkehrszug gibt es mindestens ein geräumiges Fahrradabteil und mit dem Zug erreicht man in wenigen Minuten ideale Ausgangspunkte für „Bergab-Touren“ auf den Höhen rings um Dresden.

Im Norden bieten sich für Kurzstrecken die Bahnhöfe Dresden-Klotzsche, Langebrück, Radeberg und Arnsdorf an. Etwas längere Touren beginnen in Ottendorf-Okrilla, Königsbrück, Großröhrsdorf, Pulsnitz oder Kamenz. Auch von Großenhain oder Zabeltitz aus lassen sich sehr schöne Flachlandtouren starten. Selbst Ortrand und Hoyerswerda gehören noch zum Verbundbereich.

Im Süden sind die Bahnhöfe Edle Krone im Tharandter Wald, Klingenberg-Colmnitz und natürlich alle Haltepunkte der Strecke Heidenau – Altenberg ideale Ausgangspunkte zum bergab Fahren.

Im Westen bieten sich hierfür die Bahnhöfe Miltitz-Roitzschen und Deutschenbora an der Strecke Meißen-Nossen an, diese Strecke möchte die Staatsregierung aber stillegen.

Im Osten geht es von Dürrröhrsdorf, Stolpen oder Neustadt aus bergab ins Elbtal.

Mit der Bahn vom Elbradweg nach Hause

Wer sich in den Trubel auf dem Elbradweg stürzt, kann eigentlich immer mit dem Wind (gleichgültig ob er von Ost oder West kommt) fahren, so weit wie ihr/ihm gerade zumute ist, denn für die Eisenbahn-Rückfahrt nach Dresden gibt es elbaufwärts „alle paar Meter“ einen Bahnhof.

Aber auch elbabwärts kann man von Meißen, Nünchritz, Glaubitz oder Riesa aus die Rückfahrt mit dem Zug antreten (Achtung! Bahnhof Nünchritz wurde kürzlich neu gebaut - ist deshalb auf älteren Karten verzeichnet – Bf. Weißig wurde dafür geschlossen).

Fahrradtickets - Tipps zum Geldsparen (Stand 2007)

Im Oberelbe-Verbundtarif ist der Fahrkartenkauf auch für die Fahrrad- Mitnahme kein Problem. Die einfache Regel ist, dass für Fahräder der ermäßigte Tarif gilt (Einzeltickets).

Sparen kann man, wenn man Streifen-, Monats- oder Familientageskarten kauft. Nachfolgend einige Hinweise, wie man am günstigsten mit Bahn und Rad im Verbundgebiet fährt:

  1. Einzelfahrten sind die teuersten Fahrkarten überhaupt, besser Viererkarten für Erwachsene und für Kinder kaufen. Hat man die auf Vorrat gekauft, entfällt auch der Stress, am Fahrkartenautomaten kurz vor Abfahrt des Zuges Schlange stehen zu müssen.
  2. Auf Monats- und Jahreskarten ist die Fahrrad-Mitnahme kostenlos!
  3. Mit dem Geldkarten-Chip auf der EC-Karte kann an den meisten Nahverkehrs-Automaten problemlos bezahlt werden – „Karte rein – Fahrschein raus!“. Kleingeldsorgen und immer wieder „ausgespuckte“ Geldscheine müssen in Zeiten der Mikroelektronik wirklich nicht sein. Den Chip kann man an allen Geldautomaten aufladen.
  4. Viererkarten bei mehreren Zonen: Auf der Übersichtskarte, die an jeder Haltestelle aushängt, einfach die Anzahl der befahrenen Zonen (farbig gekennzeichnet) zählen und für jede Zone einen Abschnitt der Viererkarte „stempeln“ (entwerten) und zwar pro Zone:
    1 Streifen der Erwachsenen-Karte für jeden erwachsenen Menschen,
    1 Streifen der Kinderkarte für jedes Kind bis einschließlich 14 Jahre und
    1 Streifen der Kinderkarte für jedes Fahrrad.
  5. Der vorherige Tipp gilt, wenn man nur für eine Strecke am Tag den Zug benutzen will. Sobald man zweimal oder öfter am Tag mit dem Zug fahren will, kann man mit einer Tageskarte (viel) Geld sparen. Familien sparen u. U. schon bei einfacher Fahrt mit der Tageskarte (s. Beispiel unten).
  6. Die Einzel-Tageskarte gilt nur für einen Menschen.
  7. Für die „Familientageskarte“ muss man nicht verheiratet sein. Sie gilt für bis zu sechs Personen, die in keiner Weise miteinander verwandt sein müssen, von denen aber nur zwei 15 Jahre oder älter sein dürfen.
  8. Auf Kleingruppenkarte können bis zu 5 Personen beliebigen Alters einen Tag lang so oft und so weit im Verbundraum fahren, wie sie möchten.
  9. Wenn der/die RadfahrerIn eine Tages-/Kleingruppenkarte benutzt, gilt ein entwerteter Streifen einer Kinder-Viererkarte als Tageskarte für das Fahrrad (für ein oder zwei Zonen). Ab drei Zonen gelten zwei entwertete Kinderstreifen als Fahrrad-Tageskarte.

Achtung: während man bei Bus und Straßenbahn seine Karte erst im Fahrzeug stempelt, sind die Karten bei der S- und Regionalbahn bereits auf dem Bahnsteig zu entwerten.

In Bussen und Straßenbahn können Karten auch im Fahrzeug gekauft werden, die Auswahl ist aber begrenzt und die Tickets sind bereits entwertet.

Preisbeispiel gefällig?

Radtour von Lampertswalde (bei Großenhain) über Königsbrück nach Kamenz (je nach Weg - führung etwa 35 km). Immer mit dem Wind, bei Ostwind in Gegenrichtung. Familie mit zwei Kindern und insgesamt vier Fahrrädern.

Befahrene Zonen: Vier für Hinfahrt, drei für Rückfahrt.

Einzelfahrscheine:

Hinfahrt:
2 x 4 Zonen Erw.: 13,60 € +
2 x 4 Zonen Kind:  9,60 € (Kinder) +
4 x 4 Zonen Kind: 19,20 € (Räder)

Rückfahrt:
2 x 3 Zonen Erw.: 10,20 € +
2 x 3 Zonen Kind:  7,20 € (Kinder) +
4 x 3 Zonen Kind: 14,40 € (Räder)

gesamt: 74,20 €

Viererkarten:

Hinfahrt:
8 Streifen Erw.: 13,00 € +
8 Streifen Kind:  9,00 € (Kinder) +
16 Streifen Kind: 18,00 € (Räder)

Rückfahrt:
6 Streifen Erw.: 9,75 € +
6 Streifen Kind:  6,75 € (Kinder) +
12 Streifen Kind: 13,50 € (Räder)

gesamt: 70,00 €

Ersparnis
gegenüber Einzelfahrscheinen: 4,20 €

Familientageskarte:

1 Familientageskarte Verbundraum: 14,00 € +
8 Streifen Kind (je zwei als Tageskarte für ein Fahrrad): 9,00 €

gesamt: 23,00 €

Ersparnis
gegenüber Einzelfahrscheinen 51,20 €,
gegenüber Viererkarten 47,00 € !

(Preise Stand April 2007, sie sind in der Zwischenzeit aufgrund der Kürzungen der Staatsregierung ordentlich gestiegen))

Und natürlich kann man abends nach Ankunft am Hauptbahnhof die Fahrräder in die Straßenbahn laden und ohne Mühe nach Coschütz, Zschertnitz oder wo man sonst auf der Höhe wohnt, fahren, ohne nochmals etwas bezahlen zu müssen.

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