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Gerade im Winter kann bei entsprechend geräumter Infrastruktur das Radfahren mit Abstand die zuverlässigste und schnellste Verkehrsform sein. Nebenbei trägt der Radverkehr zur Stauvermeidung bei. Viele Städte beräumen im Winter ihre Radwegenetz sodass viele Menschen auch in der kalten Jahreszeit weiter mit dem Rad fahren können. 

In Dresden ist das natürlich alles nicht so einfach: Der Schnee von den Autofahrbahnen landet zum großen Teil auf den Radwegen. Und nicht einmal bei den wichtigen Radrouten kann man damit rechnen, dass sie im Winter befahrbar sind. Der Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes bringt es auf den Punkt: "Eine generell schneefreie Piste kann unter winterlichen Wetterverhältnissen generell nicht gefordert werden" und: "Die Beräumung des Elbradwegs erfolgt nicht, da selbstständige Radwege nicht betreut werden".

Dabei wäre ein guter Winterdienst auf Radwegen nicht teuer. Die Räumung von einem Quadratmeter Radweg kostet etwa 10ct im Jahr. Die Beräumung des Elbradweges auf beiden Seiten der Elbe (25km x 3m x 2) würde dementsprechend pro Jahr mit etwa 15.000 Euro zu Buche schlagen. Die Räumung von 200 Kilometer Radwegenetz würde die Stadt etwa 100.000 Euro kosten.

Vergleicht man diese Summe mit anderen Investitionen (Sicherung der Baugrube am Wiener Platz 360.000€ im Jahr, jährliche Unterhaltungskosten der Waldschlößchenbrücke: 1.019.000 Euro, Baukosten des Bramschtunnels: über 50.000.000 Euro), wird schnell deutlich, dass 100.000 Euro für ein im Winter nutzbares Radverkehrsnetz eigentlich nicht viel ist. Das sehr sparsame Verhalten der Stadt lässt sich nur mit speziellen Prioritäten zugunsten des Autoverkehrs erklären.

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