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albert.jpgADFC-Sprecher: Endlich die Hauptursachen von Fahrradunfällen verfolgen!

In der Presse bezeichnete gestern der Chef der Verkehrspolizeiinspektion, Volker Groschupf die „Mängel und Verstöße von Radfahrern“ als Hauptursache für Fahrradunfälle in Dresden.

Die Unfallstatistik der Stadt Dresden, die dem ADFC vorliegt, spricht eine andere Sprache: An der Gesamtzahl der Fahrradunfälle hatten nur in etwa 40% der Fälle Radfahrer die Schuld. Bei Unfällen mit PKW-Beteiligung sind mit einem Anteil von 52% jedoch wesentlich öfter die Fahrer der Kraftfahrzeuge schuld. „Abbiegende Autofahrer, die Radfahrern auf dem Radweg die Vorfahrt nehmen, sind die Hauptverursacher von Fahrradunfällen in Dresden“ sagt Konrad Gähler vom ADFC Dresden.

Bei den so genannten „Schwerpunktkontrollen“ der Polizei scheint die Unfallstatistik jedoch keine Rolle zu spielen. Immer wieder wird die Fahrradbeleuchtung überprüft, die natürlich wichtig ist, aber nicht besonders unfallrelevant: Nur ein einziger polizeilich erfasster Fahrradunfall war 2008 in Dresden auf eine unzureichende Fahrradbeleuchtung zurückzuführen.

Hinzu kommt, dass seit Jahren die Anzahl der verunfallten Radfahrer viel weniger stark ansteigt, als der Anteil der Radfahrer am Gesamtverkehr. Durch die erhöhte Präsenz der Radfahrer sinkt also statistisch das Unfallrisiko jedes einzelnen Radfahrers.

„Die Polizei sollte endlich auch das Fehlverhalten der Autofahrer kontrollieren. Immer wieder wollen Autofahrer die Radfahrer durch Drängeln erziehen und viele beachten einfachste Vorfahrtsregeln nicht. Die Polizei scheint im Dunkeln zu tappen, wenn sie Radfahrer in so pauschaler und unrichtiger Weise verurteilt“ so Konrad Gähler.

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